Baby Update 3-6 Monate: Vom Zahnen bis zur Beschneidung

Motorik und Zahnen

Auffällig bei unserem runden Glückskind ist es, dass es schnell ein soziales, bewusstes Lachen entwickelt hat. Auch motorisch scheint es zunächst schnell und kräftig zu sein.

Wäre da nicht diese große Last für den kleinen Wonneproppen: Das Zahnen. Es hat, nach meinen Beobachtungen, bereits in seinem vierten Lebensmonaten begonnen und ihn ganz schön mitgenommen. In unserem Fall ist es zwar nicht begleitet von Fieber, dafür aber von anderen, unangenehmen Begleiterscheinungen.

Zunächst ist mein Sohn anhänglicher, will alles beißen. Und mit Beißen mein ich nicht das Phänomen, dass Babys alles in den Mund nehmen. Ich meine damit, mit voller Kraft „zu Beißen“.  Die Anhänglichkeit und Unruhe nimmt zu. Auch in den Nächten steht er häufiger auf. Die Tage und Nächte sind manchmal anstrengend. In den Nächten will das Glückskind oft trinken. Tagsüber will es getragen werden. Folglich denke ich, dass das Zahnen  seine Krabbelversuche verhindert.

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Mittel zu Verminderung von Zahnungsschmerzen

  •  Veilchenwurzel
  •  Fenchelknolle
  •  Bernstein
  •  Osanit Kügelchen
  •   Gummizahnbürste
  •   Vibrucol Zäpfchen

Zusätzlich zur Beruhigung

  •   Schnuller
  •   Wippe
  •    Tragetasche/ Tragetuch

 

Schlafen

Das Glückskind schläft im Beistellbett. Es schläft mit der Kombination Schnuller und Decke. Langsam aber sicher stellt sich ein  Schlafrhythmus ein. Es har einen Vormittagsschlaf, ein Mittagsschlaf und einen Nachmittagsschlaf. Abends schläft er später ein als in den vorherigen Monaten. Nach wie vor schläft er nicht durch.

Ernährung

Das Thema Brei wird im 5. Monat allmählich aktuell. Dazu kontaktiere ich meine Wochenbetthebamme.  Trotz der vielen Informationsmöglichkeiten bevorzuge ich das persönliche Gespräch mit meiner Hebamme. Zum einen ist es schön die Hebamme wieder zu treffen. Zum anderen hilft mir das Gespräch. Zum Bespiel erfahre ich von der „Baby-Lad weaning“ Methode (hier mehr Infos) ,von der ich vorher nichts gehört hatte.

 Das Thema Brei/Beikost ist sehr vielseitig.  Was für mich wichtig war  im Überblick:

  •  Wichtiger als das Alter des Babys sind Zeichen dafür, ob das Baby Interesse am Essen zeigt. (Zum Beispiel mit Mundbewegung)
  •   Langsame und schrittweise Einführung
  •   Feste Essenszeiten
  •         Einen Ernährungsplan als Orientierung
  •         Baby beobachten und nach den Bedürfnissen des Kindes richten
  •     Von Anfang an selbstbestimmtes und eigenständiges Essen ermöglichen  (z.B.: Fingerfood)
  •         möglichst gemeinsam mit dem Baby essen

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Beschneidung

Mit vier Monaten wurde unser Glückskinds beim Kinderarzt beschnitten. Der syrisch-stämmige, ältere Kinderarzt in Hamburg gehört zu den erfahrenen in diesem Gebiet. Zunächst führen wir ein Vorgespräch mit ihm, um dann nach zwei Wochen zum Beschneidungstermin zu gehen. Der Arzt führt eine örtliche Betäubung durch. Alles verläuft problemlos und unkompliziert (alhamdulilah).Wir kriegen Schmerzmittel und Medikamente mit. Am zweiten Tag brauchen wir die Schmerzmittel nicht mehr. Und innerhalb von 3-5 Tagen ist die Wunde geheilt.

Noch am gleichen Tag haben wir eine schöne Familienfeier.

Ich bin froh und glücklich über den Verlauf der Dinge. Es war mein Wunsch gemäß der religiösen  (wie auch medizinischen) Empfehlung relativ früh die Beschneidung gemacht zu haben. Der kleine Glücksbursche hat sehr wenig bis keine Schmerzen erlitten. Angst und Bangen musste er auch nicht. Und die anschließende Feier war ein schönes Familientreffen und eine sehr schöne Erinnerung, von der wir den Kleinen in Zukunft erzählen werden.

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Baby-Update: Die ersten drei Monate

 

Der Geruch des Babys, das friedliche Schlafen, zusammen kuscheln und einschlafen.  Sich entdecken und kennenlernen.

Die ersten drei Monate nach der Geburt sind meiner Meinung nach, eine sehr intensive Zeit. Einerseits bestehen großartige Glücksgefühle, Erleichterung und Freude. Diese überragen dich. Andererseits fühlst du dich müde, platt, körperlich am Ende und irgendwie unsicher.Das typische Auf und Ab der Gefühle, die Höhen und Tiefen mit einem Neugeborenen. Das alles aus meiner Sicht erfährt ihr in diesem Beitrag.

Zur Mutterrollen und zum Stillen

Ich kann mich als glücklich schätzen, dass ich die „Mutterrolle“ und die Verantwortung eines Kindes bereits bei meinem ersten Kind schnell annehmen konnte. Ich höre von einigen Frauen,dass dies nicht selbstverständlich ist. Da kann ich nur raten geduldig zu sein und die ersten schwierigen Tage mit Unterstützung zu überstehen. Meist ergeben sich die positiven Gefühle zum Kind von alleine. Sonst würde ich empfehlen, das Baby oft und lange anzugucken, zu streicheln und zu versuchen eine innige emotionale Bindung zum Kind aufzubauen. Jeder (baldigen-) Mutter würde ich empfehlen sich über das essentielle Thema „Bonding“ bereits in der Schwangerschaft zu informieren.

Ideal wäre natürlich eine Liebesbeziehung zum Baby.

Stillen und Muttermilch ist in meinen Augen ein Wunder des Schöpfers. Auch hier kann ich jeden ans Herz legen, sich über das Thema zu informieren. Es kann in der ersten Zeit zu kleinen Schwierigkeiten kommen aber es lohnt sich wirklich nicht aufzugeben.

Diese beiden Punkte erwähne ich als Erstes, weil das die beiden wesentlichsten Themen in der ersten Zeit sind. Zu diesen Themen gibt es jedoch genug Literatur,was ich euch „Neumüttern“ ans Herz lege.

Neue Herausforderungen meistern

Aufregung und Schwierigkeiten spürte ich auch noch der Geburt meines zweiten Kindes. Das zweite Baby bringt seine eigene Persönlichkeit mit. Mit dem zweiten Kind kommen andere Herausforderungen auf einen zu. Und irgendwie gehen die anderen Verantwortungen im Leben nun mal weiter. Vor allem dem ersten Kind gegenüber. So, dass man als Mami zum Teil zur einer Überlegungskünstlerin wird.

Unser kleiner Glücksbursche war in den ersten Wochen und Monaten sehr, sehr pflegeleicht. Die einzige große Hürde war, dass er am ersten Tag zu schlapp zum Trinken war. Sein Blutzuckerwert war  dadurch sehr niedrig. Die Krankenschwestern rieten mir sofort die Flasche anzubieten. Das wollte ich jedoch nicht. Als der Wert aber immer niedriger wurde, war ich gezwungen ihn die Flasche anzubieten, welches er nicht annahm. So kam auf meinen Wunsch die Stillberaterin und wir haben es geschafft kleine Mengen an Muttermilch mit Hilfe einer Spritze in den Mund des Baby zu tropfen. Folgerichtig stiegen die Werte meines Babys, so, dass es genug Kraft hatte zum Saugen.

Zwei weitere große Herausforderungen waren die Geschwisterrivalität und die Organisation unseres neuen Tagesablaufs. Denn egal wie „pflegefreundliche“ ein Baby sein mag, ist das Stillen nun mal sehr zeitaufwändig. Die Nächte fallen nun mal kurz aus. Und das Ältere Kind erwartet und verdient weiterhin die gewohnte Aufmerksamkeit.

Kommen dann weitere alltägliche  Aufgaben dazu, muss man als Mutter einen kühlen Kopf bewahren und die Kinder sowie die eigenen Bedürfnisse nicht aus den Augen verlieren. Das ist aber leichter gesagt, als getan.

Ideal wäre es eine Hebamme, der man vertraut sowie andere Vertrauenspersonen als Unterstützung, um sich zu haben.

Deswegen habe ich mich auch beim zweiten Mal (früh genung!), um  eine Wochenbetthebamme gekümmert. Sie konnte mir Tipps und Unterstützung beim Stillen geben. Zudem hatte sie bei Bedarf homöopathische Mittel zu Hand.

Körper und Psyche wieder im Wandel

In den ersten drei Monaten nach der Geburt fühlte sich weder mein Körper noch meine Psyche sich „normal“ an. Beides musste sich regenerieren. Der Hormonhaushalt änderte sich erneut. Auch wenn ich das während dieser Zeit nicht realisierte, merkte ich nach dieser Zeit einen bedeutsamen Unterschied zum Beispiel an meinem Essverhalten. Und wenn ich dann , die erste Zeit nach der Geburt „Revue passierte“ merkte ich, wie zerbrechlich und sensibel ich war. Obwohl ich nach Außen strak aussah und schnell wieder auf die Beine kam, merkte ich irgendwann, dass ich innerlich mit Vieles zu kämpfen hatte und körperlich überfordert war.

Es empfiehlt sich alles langsam und ruhig anzugehen. Und nicht so ungeduldig, wie ich zu sein. Umso mehr kann man die nächsten Monate genießen, in denen die Babys immer aktiver und dir Mamis viel fiter werden. So schön, kuschlig und aufregend die erste Zeit auch ist. Ab dem vierten Monat macht es  für mich dann richtig Spaß mit Baby zu spielen. Einen routinierten Ablauf zu haben und aktiver zu werden

Wie habt ihr die erste Zeit mit Baby empfunden?

Wie stellt ihr euch als Schwangere die erste Zeit vor?

Eure Glückskindsblog

 

 

Reisen mit Kleinkind und Baby

In Dezember reisten mein Mann und ich für 14 Tage nach Hurghada. Die Stadt Hurghada liegt am Roten Meer und ist berühmt für ihr schönes, warmes Klima mit wenig Niederschlägen. Das Besondere an unserer Reise war, dass wir mit zwei Kindern gereist sind. Vor allem verrückt war, dass wir mit einem drei Monate altem Baby gereist sind. Viele Freunde und Bekannte wunderten sich, dass wir uns eine solche Reise mit einem frischgeborenen Baby zugemutet haben und waren sehr neugierig, wie es verlaufen ist.

Aufgrund dessen möchte ich ein wenig von der Reise berichten und habe entschieden: In diesem Bericht wird nichts verschönert. Ein All-Inklusiv-Urlaub, passend ins Budget einer relativ jungen Familie, sollte es sein. Faulenzen, plantschen, essen und Sonne tanken. Endlich mal Zeit haben füreinander. Weit weg vom alltäglichen Stress, von den Verpflichtungen und dem kalten Wetter.

Der Entspannungsurlaub mit Tücken

So ähnlich hatten wir uns unseren Urlaub vorgestellt. Genauso war er auch – oder nur fast!

Der Gedanke mitten im Winter in einen warmen Urlaubsort zu reisen weckt in vielen von uns die Sehnsucht nach Ferne. Vor allem nach einer Geburt und einer stressige Zeit braucht eine Familie eine Auszeit und Entspannung. Deswegen entschieden wir uns nach langem Überlegen und trotz aller Bedenken für eine Pauschalreise nach Ägypten. Wir suchten uns laut Internetbeschreibung ein kinderfreundliches Hotel aus.

In dem gesamten Urlaubspaket war nicht nur essen und trinken rund um die Uhr beinhaltet. Auch tägliche Weinanfälle und „mir ist langweilig“-Ausrufe einer Dreijährigen, die sich teilweise wie eine Pubertierende anhört, gehörten dazu. Die Kleine hatte in vielerlei Hinsichten auch recht. Denn obwohl das Wetter warm war, war es an vielen Tagen zu windig, um zum Beispiel am Strand mit Sandspielzeug zu spielen. Der Kinderpool war (obwohl es in der Hotelbeschreibung stand) nicht beheizt. Leider konnte unsere Tochter daher nicht täglich plantschen. Der kleine Mini-Sohnemann konnte gar nicht ins Wasser, obwohl er das Plantschen in der Badewanne liebt.

Überall und zu jeder Zeit musste man zudem einsatzbereit sein fürs Stillen. Denn wenn der kleine „Sonnyboy“ Hunger bekommt, dann ist es vorbei mit seiner guten Laune.

Im Resteraunt, am Pool oder im Bus, egal wo wir waren, ich musste immer damit rechnen, dass unser Sohn Hunger oder Durst bekam und ich stillen musste. Deswegen hatte ich immer eine dünne, große Decke dabei, die ich mir überwerfen konnte, um so unauffällig wie möglich zu stillen.

Während des Stillens läuft man natürlich Gefahr, dass sich die kleine Prinzessin wieder langweilt. Auf Grund dessen hatte ich immer Stifte, ein Malbuch und kleines Spielzeug dabei. Zudem kamen noch Wechselsachen, Pampers, Feuchttücher und Ähnliches dazu. Also liefen wir in unserem Entspannungsurlaub stets mit einem kleinen Koffer herum.

Ständige Organisationsnot

Das Essen. Das Essen war ein Thema für sich. Fast jedes Mal fragten wir uns, ob wir alle zusammen zum Büffet gehen und unser Essen aussuchen sollen oder doch lieber nacheinander.

Und auch beim Essen mussten wir für unsere Tochter Beschäftigung mitnehmen, damit wir noch einen Kaffee trinken konnten.

Auch war im Urlaub schon um 20 Uhr Feierabend. Nächtliche Spaziergänge als Paar waren also nicht drin. So sieht „REAL LIFE“ als frisch gebackene Familie aus. Vergeblich versuchten wir täglich eine Routine zwischen Pool, Essen, Strand und Zimmer zu finden, was aber leider nicht klappte und so gaben wir es nach einer Woche auf. Also wurden wir Helden des Alltags und gestalteten jeden Tag eher spontan. Wir passten uns den Bedürfnissen der Kinder an.

Teamarbeit ist das Wichtigste 

Trotzdem ergriffen wir die Möglichkeit die Altstadt zu erkunden, shoppen zu gehen, einen Wüstentrip und eine kleine Schiffsreise zu machen. Dies gelang nur, weil wir als Paar mehr oder wenig wie ein Team agieren und aufeinander zählen können. Zudem waren wir beide erlebnisfreudig und verrückt genug, um Strapazen in Kauf zu nehmen.

Unser größtes Glück war, dass die Kinder nicht krank wurden. Wir nahmen eine gut gerüstete Reiseapotheke mit, die wir al-hamdulillah nicht nutzen mussten.

Fazit

Wir konnten Sonne tanken, erkundeten eine neue Kultur, erforschten die Meerestiefe, entdeckten die Wüste und das Beduinenleben.

Wir haben schöne Erinnerungen für die Zukunft. Und unsere Kinder können später erzählen, wie mutig und flexibel ihre Eltern doch sind/waren. Jede Reise schweißt mit ihren schönen wie tragikomischen Erlebnissen zusammen.

Und das Schönste nach einer schönen, erlebnisreichen, aber auch anstrengenden Reise ist wieder nach Hause im vertrauten Heim anzukommen, denn dann scheinen einem die eigenen vier Wände und der Alltag sehr entspannend.

Fünf Tipps abschließende Tipps

  1. Eine Ägypten/Hurghada-Reise wird aufgrund einiger Vorfälle immer weniger empfohlen. Vor der Reise immer beim Auswärtigen Amt nach der Sicherheitslage erkundigen.
  2. Ich würde nie in der Hochsaison ein Touristengebiet aufsuchen, da es dann zu heiß und zu voll ist.
  3. Beim Aussuchen des Hotels auf Kinderfreundlichkeit, Sauberkeit und Hotelarzt achten.
  4. Im Voraus keine großen Erwartungen haben.J
  5. Wir bevorzugen es aufgrund von HELAL-Speisen und Kulturgemeinsamkeiten in muslimische Länder zu reisen. (Das muss natürlich nicht immer sein!)

Entthronung- Erstgeborene auf das Baby vorbereiten

 

 

Schwangerschaft

Bereits in der Schwangerschaft kann das baldige Familienmitglied thematisiert werden. Im welchem Stadium der Schwangerschaft dies geschehen sollte und wie genau man darüber sprechen sollte, kann jede Mutter nach ihrem Gefühl und nach dem Entwicklungsstand des Kindes entscheiden.

Ich habe relativ früh damit begonnen mit meiner Tochter über das neue Baby im Bauch zu sprechen.Zur Veranschaulichung haben uns Bücher wie, „Conni und das neue Baby“  sehr geholfen. Bücher sind auch deswegen hilfreich, weil sie dem Kind ermöglichen, sich mit der Hauptfigur zu identifizieren. Folglich bildet das Kind Empathie und kann sich auf die kommenden Gefühle und das erwartete Geschehen vorbereiten.

Als ein anderes Mittel zur Vorbereitung und Veranschaulichung dienen „reale Beispiele“. Hochschwangere Frauen im Freundes- und Familienkreis, die man vor und nach der Entbindung besucht, zeigen dem Kind, dass aus der runden Kugel tatsächlich ein Baby aus Fleisch und Blut „rauskommt“.Unser Glückskind hatte das Glück eine Cousine zu haben bei der sie den Bauch anfassen durfte. Später konnte sie dann ihren Großcousin persönlich anfassen und hat somit gesehen, dass aus dem Bäuchlein -wirklich- ein richtiges Baby gekommen ist.

Ich konnte viel mit meiner Tochter über die Zukunft reden. Dafür nutzte ich verschiedene Gelegenheiten,die im Bezug zu dem Baby standen z.B. Bettaufbau. Im Gespräch erzählte ich ihr, warum wir die Tätigkeiten machen und wie das Leben mit dem Baby ungefähr sein wird. Zum Beispiel, dass das Baby am Anfang viel Schlafen und Milch trinken muss. Ich erzählte ihr zudem, dass sie auch mal in meinen Bauch wuchs und ein klitzekleines Baby war. Wir guckten gemeinsam Bilder und Videos aus ihrer Babyzeit an. Das gefiel ihr sehr. Es machte sie glücklich.


Ich fühlte mich gut vorbereitet.

  • Bücher zum Thema
  • Reelle Beispiele
  • Einbinden in die Schwangerschaft durch Gespräche sowie Tätigkeiten
  • Stark und geduldig bleiben in herausfordernden Zeiten

In den letzten Tagen der Schwangerschaft jedoch war ich so erschöpft, dass ich alltägliche Rituale, wie zum Beispiel das Vorlesen vor dem Schlafen gehen, fallen liess. Ferner war ich insgesamt ungeduldiger mit meiner Tochter. Dies bemerkte ich nicht sofort. Erst als ihr Verhalten sich sehr änderte, sie mehr weinte und trotzte, realisierte ich, dass ich sie ein wenig vernachlässigt hatte.

Gemeinsam Rituale im Alltag geben in den letzten Wochen der Schwangerschaft und nach der Geburt besonders viel Halt. Meistens –behaupte ich einfach mal- ist es aber so, dass ausgerechnet in dieser Phase der Alltag durcheinander kommt und sich neu einpendeln muss. Umso wichtiger ist es, dass Partner, Familie und Freunde helfen, um die Situation besser in Griff zu bekommen.

Nach der Geburt auf Details achten und die mütterlichen Antennen offen halten

Nach der Geburt kann es durch die Erschöpfung der Mutter und des hohen Pflegebedarfes des Babys, schnell dazu kommen, dass das Erstgeborene vernachlässigt wird. Und auch wenn es nicht vernachlässigt wird, wird das Erstgeborne wahrscheinlich, um eine extra Portion an Aufmerksamkeit bitten.

Die gängigen pädagogischen Ratschläge,die nach der Geburt des Geschwisterchens empfohlen werden, kann man in vielen Quellen  lesen und sind folgende:

  • Kind mit offenen Armen im Krankenhaus empfangen
  • Geschenk vom Geschwisterchen überreichen
  • Bei Babygeschenken an das Erstgeborene mitdenken
  • Freunde und Familie darauf hindeuten, dass das Erstgeborene weiterhin Aufmerksamkeit bekommt z.B.: bei der Begrüßung

Obwohl ich  all diesen Empfehlungen nachgegangen bin, waren die ersten Wochen nach der Geburt, eine herausfordernde Zeit. Sie entwickelte nämlich ein Trotzverhalten, was für mich nicht direkt auf das neue Baby zurück zu führen war. Zunächst war ich sehr wütend auf meine Tochter. Ich war sehr verzweifelt. Irgendwann habe ich bemerkt, dass dies ein Schrei nach Aufmerksamkeit war.Dass sie ihre Gefühle in Bezug auf das Baby nicht kontrollieren konnte. Es überkam sie manchmal ein undefinierbares Gefühl und sie trotze, weinte.

In dem Punkt möchte ich unterstreichen, dass das Wissen von Ratgebern und anderen Müttern bestimmt eine Stütze sein kann. Das Wichtigste ist aber meiner Meinung nach, der mütterliche Instinkt in uns, auf den wir wirklich sehr genau horchen sollten – indem wir alles Andere, den Stress und die Aufgaben um uns herum abschalten. Der anfängliche, viele Besuch, die alltäglichen Aufgaben sollten uns nicht davon abhalten unsere Antennen für unser Kind offen zu halten. Wie sollten auf unser Kind eingehen, Geduld und Verständnis zeigen.


Sie wollte einfach wissen „Anne, bist du noch für mich da? Kümmerst du dich noch um mich, wenn ich dich brauche?“


 

Deswegen sollte ich sie wieder anziehen und ihr beim essen helfen, obwohl sie das längst alleine kann. Und seit dem ich mehr für sie da bin, hat sich ihr Verhalten normalisiert.

Die wichtige Nuance zwischen Verständnis und Konsequenz

Ich persönlich halte vor Augen, dass das Weinen kein kindliches Mittel wird, um alles durchzusetzen. Wichtig ist mir auch, dass nicht der Schlaf und die Mahlzeiten des Babys gestört werden.

Schritt für Schritt versuch ich Normalität in unsere gewachsene Familie zu bringen. Mittlerweile entwickelt sich das Zusammenleben positiv. Es wird sicherlich noch viele Höhen und Tiefen geben. Das gehört zum Leben. Jeder in der Familie verdient Verständnis. Jeder in der Familie muss aber auch mal Verzicht und Rücksichtnahme , für ein harmonisches Familienleben, in Kauf nehmen. Von Groß bis Klein.

Liebevolle Beziehung innerhalb der Familie unterstreichen und fördern

Das Verlangen nach Aufmerksamkeit und Bestätigung seitens der geliebten Menschen, sucht jeder Mensch. Der Eine mehr, der Andere weniger. Rivalität und Eifersucht kommen nicht selten bei Geschwistern, auch im Erwachsenenalter, vor.

Meine sozialen Werte und Normen, die geprägt aus Familie und Religion sind, lassen mich aber wünschen, dass meine Kinder sich immer unterstützen und lieben. So, das dass Gefühl der Eifersucht, so gut wie möglich, minimalisiert wird. Mein Ziel ist es in Zukunft Eifersucht unter meinen Kindern  durch Gerechtigkeit und vorbildliches Verhalten vorzubeugen, mal sehen in wie Fern es klappt.

Die Beziehung zu den eigenen Geschwistern und Freunden wird als Vorbild für die Kinder dienen. Dank meiner Eltern überwiegt das Gefühl der Zusammengehörigkeit unter meinen Geschwistern, was für mich eine unglaubliche seelische Stütze im Leben ist. Es beweist mir zudem, dass dieses Ziel  auch für meine Kinder realisierbar ist.

Eine liebevolle Geschwisterbeziehung , das  gegenseitige Teilen  und Unterstützen..wünsche ich meinen Kindern. Meint Ihr ich bin zu idealistisch?

Eure Glückskind.

Geburtsbericht- Eine Geburt ohne PDA

Die letzten Wochen und Tage der Schwangerschaft waren für mich sehr anstrengend. Und jeder weiterer Tag formte sich zu einer Qual. Ich litt an frühzeitigen Wehen, auch wilde Wehen genannt, die unregelmäßig aber sehr oft und schmerzhaft vorkamen.

Ich hoffte und erwartete, dass mein Sohn früher kommt. Doch der Entbindungstermin rückte näher und es tat sich nichts. Außer die ständigen wilden Wehen, die mir schlaflose Nächte bereiteten, tat sich leider nichts.

Je näher der Termin rückte, desto mehr zerbrach ich mir den Kopf darüber, wie ich die zahlreichen Arzttermine (bei eine ET- Überschreitung) bewältigen soll. Des Weiteren wünschte ich mir natürlich keine Einleitung. Und zerbrach mir auch deswegen den Kopf.

Aber eigentlich wusste/fühlte/merkte ich, dass es bald los gehen würde. Ich nahm meine Kraft zusammen und verlängerte meine täglichen Spaziergänge. Ein Tag vor den Geburtswehen ging ich ca. vier km lang spazieren. Am nächsten Tag, morgens, entdeckte ich das sogenannte „Zeichen“ und wartete ab, ob sich wirklich etwas ergibt. Es kamen dann starke Wehen dazu, die aber nicht regelmäßig waren. Mittags waren die Wehen plötzlich weg. So dachte ich, dass es wieder ein Mal ein Fehlalarm war.

Dennoch brachten wir unsere Tochter bei der Familie unter und ruhten uns aus. Ich trank den ganzen Tag über Himmbeerblättertee mit Zimt und Zitrone, da ich ärgerlicherweise eine Nacht davor Halsschmerzen bekam. Zudem wusste ich, dass Zimt und Himmbeerblättertee die Wehen fördern und die Eröffnungsphase während der Geburt erleichtern können.

Nachmittags entschieden wir uns für einen längeren Spaziergang und bereits auf dem Weg zum nahegelegenem See fingen wieder die Wehen an. Den ganzen Spaziergang über, der ungefähr 90 min betrug, hatte ich Wehen. Diese Wehen waren leicht bis mittelstark und kamen jede 15-10 min. Zum Ende kamen sie dann jede sieben min. Mein Mann achtete auf die Uhr und „diente“ als Stütze beim veratmen der Wehen. Obwohl die Wehen wirklich regelmäßig waren, war ich sehr verunsichert und konnte es nicht glauben, dass es wirklich losgeht. Wenn ich jetzt darüber nachdenke, lache ich natürlich. Es war eigentlich offensichtlich.Weil ich so verunsichert war, entschied ich mich zunächst nach Hause zu fahren und nicht ins Krankenhaus. Ich wollte warten bis die Wehen jede fünf min kommen.

Als wir zu Hause waren kontrollierte ich noch mal meinen Klinikkoffer, organisierte die Unterbringung meiner Tochter (die wieder nach Hause gebracht wurde), verabschiedete mich von ihr (nochmals) und war mir sicher, dass wir uns nun auf den Weg machen konnten.

Im Krankenhaus wurde uns nach dem CTG empfohlen noch mal zwei Stunden spazieren zu gehen. Den ganzen Spaziergang über konnte ich die Wehen gut veratmen. Aber die letzen zehn Minuten des Spaziergangs waren sehr schmerzhaft. So, dass ich mich zum Schluss, mit viel Mühe, wieder zurück ins Kreissaal bewegen konnte.

Um es zusammen zu fassen:

Acht Stunden lang Wehen, von denen die letzten zwei Stunden sehr stark waren. Ich war sehr lange an der frischen Luft und habe mich sehr viel bewegt während der Geburt. Da ich auf ein Mal sehr starke Wehen und Druck hatte, habe ich eine Spritze zur Schmerzlinderung bekommen, was mir in diesem Stadium jedoch nicht viel half. Außer der Spritze verlief alles natürlich und ohne Komplikationen.Alhamdulilah. Ich habe nicht ein mal eine Kanüle bekommen. Diese schnelle und natürliche Endphase der Geburt erlebte ich als sehr intensiv aber auf einer Art und Weise auch sehr schön.

Zum Krankenhaus muss ich sagen, dass die Hebammen und die Ärztin sehr kompetent und freundlich waren. Die Hebammen, die an dem Abend arbeiteten, kannte ich aus meinen Akupunktursitzungen. Und die Ärztin war eine Bekannte.Die Kreissäle jedoch waren alle voll und als dann auch zwei Notfälle dazu kamen, war das Personal total überfordert.

Wir waren einen gewissen Zeitraum ohne Hilfe und Aufsicht (ohne CTG) im Kreissaal.Trotz dessen verlief alles gut und es war eine „schöne“ Geburt. In diesem Sinne, rate ich jeder Schwangeren zur Geburtserleichternden Mittel wie Akupunktur, Bewegung, Himmbeerblättertee und Zimt. Sucht euch eine gute Begleitperson aus und versucht ein Krankenhaus zu wählen, welches nicht überfüllt ist. Dies könnt ihr an den jährlichen Geburtszahlen ermitteln. Zudem könnt ihr eure Hebamme, eure Ärztin um Rat fragen und im Bekanntenkreis mal horchen welche Erfahrungen im welchem Krankenhaus gemacht wurden.

Was habt ihr zu Berichten? Könnt Ihr Euch zum Beispiel eine Geburt ohne PDA vorstellen? Ich bin selbst fasziniert darüber, dass ich es wirklich geschafft habe:-)

Schwangerschaftsupdate: Die letzten Wochen. 36. bis 39. SSW

Langsam aber sicher wird es ernst. Verstärkte Senkwehen und Beschwerden erschweren und verunsichern die letzten Wochen. Man schwankt doch zwischen Ungeduld, Vorfreude und Angst(?!). Jetzt wird das neue Leben zum Greifen nahe und dies ist ein aufregendes Gefühl. Auch bei zweiten Kind bleibt es spannend.

In  der 36.SSW und 37.SSW hat sich bei mir der Nestbautrieb noch einmal verstärkt gezeigt Gardinen gewaschen, Fenster geputzt, Schränke und Schubladen neu sortiert. Und dafür gesorgt, dass alles „bloß“ rechtzeitig fertig ist. Und nach dem alles fertig ist?! Was macht man dann?

Man findet neue Aufgaben wie:Schnuller kaufen und abkochen, Babyschale vorbereiten, Decken waschen, Babyklamotten waschen, Wickelkommode aufbauen. Und wenn dann alles fertig kommt das große Warten!

In der 38.SSW und 39.SSW tauchen verstärkte Vorwehen auf. Beschwerden wie Druck, Stechen, Sodbrennen und Übelkeit sorgen dafür, dass man kaum lange stehen, sitzen oder liegen kann. Zum Glück kommen und gehen die Beschwerden im Laufe der Tage, so dass man „gerade noch so“ die letzten Tage überstehen kann. Vor allem Übungs- und Vorwehen, die bei mir „leider“ immer wieder und auch intensiv vorkommen verunsichern mich sehr. Zudem rauben sie mir die letzten Kräfte, erschweren die Nächte. Leider zähle ich zu den ungeduldigen Frauen, die die letzten Tage nicht genießen können sondern immer auf der Lauer sind und hoffen, dass es bald losgeht. Trotzdem empfehle und plädiere ich dafür, dass man Aktivitäten nach geht, die einen besser fühlen lassen.

Bis jetzt habe ich zwei Akupunktur Sitzungen hinter mir und trinke regelmäßig Himbeerblättertee. Die Akupunktursitzungen dauern je 20 Minuten und kosten fünf Euro. Es wird in dem Krankenhaus gemacht, in dem ich auch entbinden möchte.Es werden drei bis vier Nadel in die Waden und ein bis zwei in die Füße gesetzt. das tut nur minimal weh und verläuft recht unkompliziert. Ansonsten versuche ich viel Treppen zu steigen und spazieren zu gehen solange es die Müdigkeit zulässt.Helfen tut auch baden.

Auffällig finde ich ferner  den großen Appetit, den ich wieder verspüre. Genau wie in der letzten Schwangerschaft habe ich in den letzten Wochen abrupt zugenommen. Zunächst nehme ich kaum zu. Im letzten Trimester jedoch purzeln die Pfunde. Ich versuche es entspannt zu betrechten, da es sich noch im Rahmen hält.

Wir erlebt ihr die letzten Wochen? Welche Phase der Schwangerschaft erlebt ihr als besonders beschwerlich?

Zudem würde mich interessieren, ob ihr euch gut betreut fühlt von eurer Frauenärztin. In dieser Schwangerschaft war dies, bei mir, leider nicht der Fall. Sie macht das nötigste und behandelt mich einfach nur „ab“, bis dann die nächste Patientin dran kommt. So empfinde ich es zu mindestens.

Alles in Einem bin ich trotzdem glücklich und dankbar über eine „gute“ Schwangerschaft! Drückt mir die Daumen, dass das zweite Glückskind bald kommt:-)

Hier findet hier informative Videos zum Thema:

Aus dem Glauben Kraft. Warum der eigene Iman wichtig ist für die Kindererziehung

Erziehung und Religion. Das sind zwei sehr wichtige und umfangreiche Themen, die unabhängig voneinander die Menschheit beschäftigen. Es ist interessant sich Gedanken darüber zu machen, ob die Religiosität der Eltern bei der Erziehung eine Rolle spielt. Wie könnte eine religiös geprägte Erziehung aussehen? Hat sie wohlmöglich Vorteile, die man in die Kindeserziehung mit einbringen kann? Oder sollte die Religion außen vor stehen?

Spricht man ganz allgemein von religiösen Menschen schließt dies alle Religionen mit ein. Denkt man an religiöse Eltern wird man aus der westlichen bzw. „modernen“ Perspektive zunächst an veraltete Erziehungsmittel denken, die konservativ und autoritär sind.

Doch muss es so sein? ist es wirklich so? Bedeutet eine religiös motivierte Erziehung gleich eine autoritäre Erziehung?

Wo doch in allen monotheistischen Religionen Werte wie Geduld, Liebe und Barmherzigkeit eine zentrale Rolle spielen. Wo wir doch in einer Zeit leben in der der gesellschaftliche Wandel eine neue Perspektive auf das Kind erzeugt hat, in der viele verschiedene Erziehungsstile entstanden sind, von denen die allermeisten jedoch mehr Rücksicht auf das Kind nehmen. Mit Beginn der Neuzeit und der sogenannten „Entdeckung der Kindheit“ rückt das Kind und die Erziehung immer mehr in den Mittelpunkt von Eltern.

Die Erwartungshaltung an die Kinder und an die Eltern ändern sich durch gesellschaftliche Veränderungen stetig. Unabhängig von der Religion also, bestimmten meist die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und Erwartungen die Erziehungs-ziele und -werte der Eltern.

Nehmen wir als Beispiel das Hier und Jetzt. Was erwarten die meisten Eltern von ihren Kindern, unabhängig davon, ob sie religiös sind oder nicht. Was würde dir einfallen?

Schulischer Erfolg , Selbstständigkeit, Verantwortungsbewusstsein.

Gehe ich von meinen Beobachtungen aus, sehe ich religiöse Menschen, die selber praktizieren aber es nicht unbedingt von ihren Kindern erwarten. Dann gibt es religiöse Eltern, die sich sehr wünschen, dass ihre Kinder religiös werden. Diese teilen sich in zwei. Die eine Gruppe übt keinen Druck auf die Kinder aus, ist eher passiv. Die andere Gruppe wiederum versucht die Religiosität ihren Kindern aufzuzwingen. Eine Verallgemeinerung ist demnach nicht möglich.

Immer mehr junge, praktizierende muslimische Eltern sind engagiert, die Liebe des Islams, welche sie selbst in ihrem Herzen tragen, in die Herzen ihrer Kinder einzupflanzen. Und in diesem islamischen Rahmen wollen sie gleichzeitig ihre Kinder auf die bestehenden gesellschaftlichen Anforderungen unser hiesigen Gesellschaft bestens vorbereiten.

Fokussieren wir uns auf dem Islam und gehen von den Begriff „Iman“ aus, möchte ich der Frage nachgehen, welche Potenziale im Glauben, im Iman, stecken, die uns helfen können unsere Erziehungsideale als praktizierende, gläubige Eltern zu realisieren.

Was bedeutet Iman? Es besteht ein authentischer Hadith aus dem heraus geleitet wird, das man zwischen den Begriffen „Islam“, „Iman“ und „Ihsan“ zu unterscheiden hat. Auf diesem Hadith wurden die fünf Säulen des Islams und die sechs Säulen des Imans heraus geleitet.

Während sich die fünf Säulen des Islam auf Tätigkeiten beziehen, verlangen die sechs Grundlagen des Imans zunächst einen aufrichtigen inneren Glauben. Iman bedeutet an Allah, seine Engel, seine Bücher, seine Gesandten, an den jüngsten Tag, an die göttliche Bestimmung und an das Gute und Böse darin zu glauben. Auch wenn der Iman etwas Innerliches ist, welches sich tief im Herzen abspielt, wird er unsere Gefühle und Gedanken sowie unsere Sprache und unser Handeln beeinflussen. Der aufrichtige Glaube „ Iman“ wird nämlich in drei Stufen gegliedert, von denen die letzte Stufe gleichzeitig die höchste Stufe darstellt:

Der Glaube im Herzen,
die Aussprache/ das Bekenntnis des Glaubens
das Handeln nach dem Glauben
Die höchste Stufe des Glaubens ist relevant für die Erziehung unserer selbst und unserer Kinder. Unser Iman wird uns helfen unsere Erziehungsziele für das Diesseits zu realisieren. Und was noch viel wichtiger für uns ist, sind unsere Erziehungsziele, die wir für den Erfolg im Jenseits setzten. Dieser Punkt unterscheidet religiöse, gläubige Eltern von nichtgläubigen Eltern: Die Erziehungsziele, die über die weltlichen Angelegenheiten hinaus zu erfüllen sind.

Die Ziele für das Diesseits und für das Jenseits kann man nicht so leicht von einander trennen, da sie voneinander abhängen und voneinander bedingt sind. Gottesdienstliche Handlungen wie das Beten oder das Fasten haben neben ihrer göttlichen Belohnung auch meist eine sogenannte „Hikmat“ / ,eine Weisheit inne, die uns in unserem weltlichen Leben zu Gute kommen. Für das Beten könnte man die innere Ausgeglichenheit nennen. Weisheiten des Fasten wären, dass man Selbstdisziplin und Verzicht lernt. Diese Beispiele an gottesdienstlichen Handlungen und ihren Weisheiten können unendlich lang weitergeführt werden. Wenn wir unseren Schöpfer, Allah, kennen und lieben wird es uns aus unserem inneren Glauben sowie unserer inneren Kraft heraus leichter Fallen, uns zu bemühen unser Verhalten zu vervollkommnen und uns gute Angewohnheiten anzueignen. Unser Verhalten gegenüber unseren Mitmenschen und unserem Kind werden von Respekt, Selbstbeherrschung, Toleranz und Gutmütigkeit geprägt sein. So werden wir ein gutes Vorbild für das soziale und emotionale Verhalten unseres Kindes sein und seine Kompetenzen in diesen beiden Bereichen fördern. Es wird merken und nachahmen, dass für ein harmonisches Zusammenleben Eigenschaften, wie Verantwortungsbewusstsein, Vertrauen, Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft und Friedfertigkeit notwendig sind.

So wird es einen emotional ausgeglichenen und stabilen Charakter entwickeln, welcher ihm zum Beispiel in der Schule, im Arbeits- sowie Eheleben weiterhelfen wird.

Eine Mutter mit innere Ruhe, Geduld und Gottesvertrauen wird den stressigen, chaotischen und manchmal herausfordernden Alltag sicherlich besser meistern. Ein Vater der sich seiner Verantwortung vor Allah bewusst ist, wird sicherlich mehr Mühe und Engagement in die Erziehung seiner Kinder investieren. Und sich nach einem stressigen Arbeitstag trotzdem in die Erziehung und den Familienalltag mit einbinden.

Bevor ich Mutter wurde habe, ich sehr viel über Pädagogik gelesen, erfahren und mir Vorstellungen gemacht Nach dem ich aber Mutter wurde, habe ich realisiert, dass Erziehung zunächst Selbsterziehung ist. Nur wenn ich selbst meine Erwartungen an mein Kind erfülle, wird auch mein Kind die Tugenden zu Tage bringen, die ich von ihm erwarte bzw. erhoffe.

Durch diese Erkenntnis wurde mein erstes Erziehungsziel, dass ich selbst nach dem Vorbild unseres Propheten (sav) den edlen Charakter anstrebe.

Es heisst nicht umsonst, dass Kinder der Spiegel der Eltern und Gesellschaft sind. Und wirklich recht hat Goethe, wenn er sagt: „Man könnt erzogene Kinder gebären,wenn die Eltern erzogen wären.“

Wir wissen aus einem Ausspruch unseres Propheten, dass die Fitrah jedes Neugeborenen rein ist. Die Natur und das Wesen jedes Menschen ist aus islamischer Perspektive rein (vgl. Quran 50:32/ 7:172). Es herrscht demnach ein positives Menschenbild im Islam. Erst durch „falsche“ Umwelteinflüsse, Sozialisation und Erziehung verliert der Mensch seinen inneren Kompass, der ihm ein Gefühl für richtig und falsch gegeben hat.

Warum der Iman also wichtig ist? Damit wir durch unser Handeln unseren Kindern ein gutes, authentisches Vorbild für einen edlen Charakter liefern. Sie so erziehen, dass ihre reine Fitrah so wenig wie möglich durch Umwelteinflüsse geändert werden.

Damit wir nicht viel reden, schimpfen und verzweifeln müssen sondern durch die häusliche Atmosphäre und unser elterliches Handeln unseren Kindern viele Tugenden vorleben. Damit wir dadurch hoffen können, dass wir und unsere Kinder das Wohlgefallen Allahs und somit das Paradies erlangen können.

Es gibt Studien darüber, welche Kinder gerne Bücher lesen. Es sind nicht die Kinder , die von ihren Eltern aufgefordert werden Bücher zu lesen. Sondern die Kinder, die ihre Eltern lesen gesehen haben. Und die Kinder, die zusammen mit ihren Eltern gelesen haben. Die Kinder, die in Familien aufgewachsen sind, in denen man sich über Gelesenes austauscht. Und das ist wieder nur ein Beispiel dafür, dass das Auffordern , Schimpfen und Bestrafen nicht viel bringt.

Unser Handeln, unsere liebevoller und authentischer Umgang mit unseren Kindern, der aus unserem Iman heraus entspringt, wird unsere Erziehung erleichtern und verschönern. Und dies werden wir nur schaffen, wenn wir wirklich glauben und unser Glauben sich in unseren Taten wiederspiegelt.

Mommy Weisheiten, heute Thema: Spielzeug

Spielzeugkauf in den ersten Monaten und Jahren des Kindes. Welche Spielzeuge fördern, versprechen Spaß und kommen gut an? Welche werde ich beim zweiten Kind garantiert weiter nutzen? Meine Meinung, gemischt aus Wissen und Halbwissen. Sowie meine Spielzeugempfehlungen findet ihr in diesem Artikel.

Die Spielwarenindustrie erschafft eine kunterbunte Welt, der es gelingt Kinder und Eltern zum Kauf von zahlreichen Spielzeugen zu begeistern. Bei dem immer wachsenden Spielzeugmarkt spielen einige gesellschaftlichen Faktoren eine Rolle.Das allgegenwärtige Marketing der Firmen imponiert, durch verschiedene Strategien, sich „Spielzeug“ zu wünschen und zu kaufen.

Es kommt hinzu, dass immer mehr Kinder als Einzelkind aufwachsen oder „nur“ ein Geschwisterchen als Spielpartner haben. Die fehlenden Spielpartner werden durch Spielzeuge ersetzt. Nicht nur das. Manchmal ist es auch so, dass Eltern versuchen fehlende Zeit oder Fürsorge durch Materielles (sprich: Spielzeug) zu kompensieren.

Zudem weiß man, aus der Literatur und auch durch Beobachtung, dass Kinder sehr früh einen sehr strikt durchgeplanten Alltag haben, so dass sie viel mehr Zeit „Drinne“ als „Draußen“ verbringen. Der immer wachsende Medienkonsum führt dazu, dass Kinder sich immer weniger alleine Beschäftigen.

Auch wenn ich nicht die absolute Spielzeuggegnerin bin, denke ich, dass man sich angesichts dieses Hintergrunds, kritisch darüber Gedanken machen sollte.

Spielezeuge sind natürlich unterhaltsam und können Kinder durchaus in ihrer Entwicklung fördern.

  • Beachten sollte man jedoch, dass vorgefertigtes, geplantes Spiel und Spielzeuge, die nicht interaktiv gestaltet sind, die Kreativität von Kindern hemmen können.
  • Masse/ Qualität: Wie bei vielen Sachen im Leben zählt nicht die Quantität sondern die Qualität der Spielzeuge. Eltern sollten deswegen nicht auf Masse sondern auf die Qualität/den Lerngehalt der Spielzeuge achten.
  • Das Kind sollte die Möglichkeit bekommen sich intensiv mit einem Spielzeug zu beschäftigen. Deswegen würde ich empfehlen wenige Spielzeuge zu besitzen.
  • Mein absoluter Tipp ist es Spielzeuge und andere Beschäftigungsmöglichkeiten in Rotation anzubieten.
  • Besonderes jüngere Kinder brauchen Wiederholungen und Rituale.Sie geniessen es (meist) über einen längeren Zeitraum jeden Abend die gleiche Geschichte zu hören. Jeden Nachmittag Memoire zu spielen. Das trainiert eine bestimmte Fähigkeit und gibt Orientierung im Alltag.   Deswegen empfehle ich jeden Tag zu ungefähr gleichen Zeit, über einen gewissen Zeitraum lang, ein besonderes Spiel zu spielen. Bis es halt langweilig wird.

Unsere Favoriten

Als Neugeborenes brauchen Babys vor allem Versorgung, Nähe, Fürsorge und Liebe. Erst so ab dem zweiten bis dritten Monat könnte es sein, dass das Baby auf eine Rassel oder eine Spielmobile reagiert. Ihr erstes richtiges Spielzeug war die Spieldecke Rainforest von Fisher Price.

Dieser spricht sowohl das Auge als auch das Gehört und den Tastsinn an. Die Sinnesorgane des Kindes werden angeregt. Zudem verknüpft die Spieldecke Bewegung und Geräusche, was auch einen Lerneffekt hat. Die hängenden Tiere sind alle abnehmbar, was super praktisch ist. Dadurch konnte ich  sie vielseitig einsetzen. Mal Unterwegs mitnehmen, mal so einfach in die Hand geben und und und. Es ist ein Spiel und eine Rassel dabei.

Es handelt sich um eine weiche, farbenfrohe Decke mit Lichtern, Geräuschen und Musik. Deswegen hatte meine Tochter viel Freude an diesem Spielzeug. Und dies Monate lang. In paar Monaten kommt die Decke wieder in Einsatz-

Der Lern- und Musiktisch von Fisher Price hat vier Spielecken. Ideal für Kinder, die gerade gelernt haben sich hoch zu ziehen. Denn die aufblinkenden Elemente regen das Kind an, sich hoch zu ziehen und um den Tisch herumzulaufen. Es handelt sich um ein „Lernspielzeug“, die die Fein- und Grobmotorik des Kindes fördert. Auch bei diesem Spielzeug kommt Musik und Licht zum Einsatz, was meiner Tochter aufjedenfall gefiel. Die Vier spielecken machen das Kind mit Buchstaben, Zahlen, Gegensätzen, Formen, Farben, Begrüßungen und vielem mehr vertraut.

Der VTECH BABY Spiel- und Laufwagen ist ein aufregendes Spielzeug, das mit dem Kind mitwächst und vielfältig ist. Die Kleinen können mit dem abnehmbaren Spielboard Zahlen, Farben, Formen, Tiere und Musik entdecken. Erste Steh- und Gehversuche fielen meiner Tochter mit diesem Laufwagen leichter. Der Laufwagen regte sie durch Musik an und gehörte zur ihrer täglichen Spielroutine. Vor allem zwischen sieben bis 16 Monaten.

Den Musiktisch und den Laufwagen habe ich immer in Rotation raus gepackt. So dass sich meiner Tochter die Zeit und die Lust hatte über einen längeren Zeitraum mit den Spielzeugen zu spielen. Besonntes den Laufwagen liebte sie und lief jeden morgen direkt zu ihrem „Hauptspielzeug“.

Das Holzspielcenter von Eichhorn bietet durch vier Spielseiten unterschiedliche Aktivitäten.

Vor allem fördert es das Feingefühl und das mathematisch- räumliche Denken. Es ist wirklich ein schönes Spielzeug, bei dem es sich lohnt sich zusammen mit dem Kleinkind hinzusetzen und zusammen zu spielen. Zusammen sortieren, zählen, ordnen, drehen und erkunden macht einfach spaß und es fördert die Konzentration.  Das Spielcenter ist ab 18 Monaten zu empfehlen. Und obwohl meine Tochter bereits drei Jahre alt ist, spielt sie noch ab und zu mit diesem Spielzeug. Die Aktivitäten mit diesem Center kann man als Mutter so gestalten, dass man  Schwierigsgrad nach alter und Entwicklung, anpassen kann. Zum Beispiel hatten wir bis jetzt die Steine einfach nur hin und her geschoben. Mittlerweile aber lernen wir mit diesen Steinen zu zählen.

Ich denke sehr viele Mütter kennen die Ministeps Bücher und Legos kennt sowie so jeder:-).

Und ich habe zu den Ministeps Büchern  bereits einen Artikel geschrieben und zu Legos brauche ich, denke ich, wirklich nicht viel zu sagen. Sie gehören in jedes Kinderzimmer;-).

Bei größeren Anschaffungen lohnt es sich nach gebrauchten Spielzeugen zu gucken. Man findet tatsächlich, gut erhaltene, funktionstüchtige schöne Spielzeuge zum Beispiel in eBay.

35. SSW: Senkwehen, Geburtsanmeldung, Akupunktur und Kliniktasche

Die 35. Schwangerschaftswoche ist erreicht. Die Senkwehen bleiben natürlich nicht erspart. Auch andere Wehwehchen werden immer größer. Dementsprechend sind die Nächte kürzer. Was wiederum wächst ist die Vorfreude. Die Vorfreude begleitet von einer Prise Angst gekoppelt mit Sorgen. Damit die Zeit schneller vergeht wird eingekauft und vorbereitet. Jetzt wird es aber auch Zeit:-)

Kleiner Erfahrungsaustausch aus der 35. Schwangerschaftswoche.

Die letzten Wochen der Schwangerschaft empfinden sicherlich die meisten Frauen als besonders beschwerlich. Der große Bauch und das vergrößerte Blutvolumen bringen uns Hochschwangere sehr schnell aus der Puste. Einige Frauen klagen über Wassereinlagerungen, Krampfadern oder auch Rückenschmerzen. Die Palette an Beschwerden ist vielfältig. In meiner letzten Schwangerschaft litt ich zum Beispiel an einem Nierenstau. Sobald jedoch keine schwerwiegenden gesundheitlichen Beschwerden für Mutter und Kind bestehen, gilt es geduldig und dankbar zu sein. Ich muss mir richtig ans Herz fassen und an die schönen zukünftigen Momente mit meinem Baby denken. Nur so tanke ich Kraft. So geht es mir dann besser.

Auch wenn kleine Beschwerden zu der Schwangerschaft dazu gehören kann man was dagegen machen. Bei herkömmlichen Beschwerden bewährt es nach Heilmittel zu Fragen.  Helfen kann meist die Hebamme. Öfter als der Arzt, wie ich finde. Auch bei der Apotheke kann man sich erkundigen.Meist erweisen sich die Tipps als hilfreich.

Die Tritte des kleinen Babys werden immer heftiger und zum Teil schmerzhaft. Ich spüre wie groß und kräftig mein Baby mittlerweile geworden ist. Rhythmisches, regelmäßiges klopfen im Bauch zeigt mit, dass der kleine Bauchbewohner schluck auf hat, und zwar sehr oft. Süß finde ich auch, dass der Kleine besonders aktiv ist, wenn ich was süßes oder scharfes esse. Jetzt wird es für mich wirklich real, dass der kleine Menschen in mir bald in meinen Armen ist.

Aber bis dahin sind es noch 5 Wochen  und paar Tage. Das heißt für mich Geduld üben. Ein Stillkissen kann ich mit nicht wegdenken, da ohne ich den weder sitzen noch liegen kann.

Einige organisatorische Sachen, wie Kreißsaal Besichtigungen und Geburtsanmeldung sollten spätestens jetzt erledigt sein. Nach dem ich zwei Kreißsäle gesehen besichtigt habe, habe ich mich für eine Klinik entschieden. Die Räumlichkeiten kennen zu lernen,gibt mir ein wenig mehr Sicherheit. Die Anmeldung erfolgt nächste Woche. Das ist relativ spät. Da ich aber im Hochsommer, Hochschwanger war ist vieles in die Urlaubszeit gefallen, so dass es sehr wenige Termine für Kurse und ähnliches gab.

Dementsprechend spät fange ich auch mit meinem Yoga Kurs an. Aber ich denke mir, lieber zu spät als gar nicht. Der Kurs wird mir, hoffe ich, körperlich gut tun und ein sinnvoller Zeitvertreib bis zum Termin sein. Ich bin gespannt und werde davon berichten.

In zwei Wochen kann man mit der Geburtsvorbereitenden Akupunktur beginnen. Es wäre sinnvoll sich spätestens jetzt zu informieren, wo und wann man dieses Angebot wahrnehmen kann. Ich kann diese Methode weiterempfehlen. Ich habe sie in meiner ersten Schwangerschaft genutzt. Sie hat mir geholfen eine frühzeitige Einleitung aufgrund meiner Nierenentzündung  erfolgreich zu überstehen.

Das bedeutet konkret, dass ich zwei Wochen früher zur Geburt eingeleitet wurde und dass mein Körper auf die künstlichen Wehen reagiert hat, was laut meines Arztes selten der Fall ist.

Der Akupunktur wird in einigen Studien sowie Erfahrungsberichten von Frauen nachgesagt, dass sie die Geburtsdauer verkürzt. Sie habe einen positiven Effekt auf die Verstreichung des Gebärmutterhalses und auf die Öffnung des Muttermundes. Ab der vollendeten 36.Ssw bis zur Geburt wird ein Mal wöchentlich die Akupunktur von einer ausgebildeten Hebamme durchgeführt.
Diesmal würde ich gerne auch während der Geburt schmerzlindernde Akupunktur in Anspruch nehmen, sobald eine Hebamme an diesem Tag zu Verfügung steht. Es wird sich im Geburtsverlauf zeigen, ob dies wirklich realisierbar ist.

Diese Woche habe ich zudem genutzt, um erste Einkäufe zu machen. Nicht viel. Paar Bodies, Ein Strampler und süßes Set, Jäckchen und Mütze haben gereicht meinte Lohne nach oben zu kurbeln.

Auch die Kliniktasche ist so gut wie gepackt. Langsam wird es spannend:-)

Erstausstattung fürs Baby – Welche großen Anschaffungen lohnen sich? Was kann ich beim zweiten Kind weiter nutzen?

Heute möchte ich meine persönliche Meinung zu Babyprodukten teilen. Das Angebot an Babyartikeln ist riesengroß und es wird durch Werbung und andere Kanäle suggeriert, dass Eltern so unglaublich viel brauchen. Natürlich macht es auch den meisten Eltern aufgrund der Vorfreude Spaß für das erste Kind einzukaufen.

Beim zweiten Kind verringert sich der Einkaufsrausch und –bedarf jedoch. Man weiß jetzt, was man wirklich braucht und schätzt. In diesem Artikel soll es genau darum gehen. Erfahrungen mit Produkten, die ich in den ersten zwei Lebensjahren meiner Tochter genutzt habe und in ein paar Monaten hoffentlich wieder für unser zweites Kind nutzen werde.

Als Erstes möchte ich von den größten und grundlegendsten Anschaffungen berichten, die bereit sind wieder genutzt zu werden. Und das mit sehr viel Freude.

Den Bugaboo Cameleon nutze ich noch bis heute, wenn auch sehr selten. Dies kann ich, weil meine dreijährige Tochter relativ zierlich ist. Bei einem größeren Kind wäre dies wahrscheinlich nicht mehr möglich. Obwohl der Kinderwagen relativ klein ist, nutze ich ihn seit über drei Jahren und bin völlig zufrieden damit, und ab Herbst werde ich ihn hoffentlich wieder täglich mit aller Freude nutzen. Das Schöne an dem Bugaboo ist, dass man das Zubehör, also Einzelteile, wieder neu kaufen und sie variieren kann. Für das zweite Kind habe ich ein Bekleidungsset gekauft, welches den Wagen wie neu erstrahlen lässt und für Abwechslung sorgt. Wir freuen uns auch schon auf das Mitfahrbrett für Geschwister.

Mit einem passenden Adapter kann man die Maxi Cosi Babyschale auf das Gestell des Bugaboos befestigen. Dies hat sich für mich, die sehr viel mit dem Auto unterwegs war, als sehr praktisch erwiesen. Zudem war ich mit der Befestigung und der Sicherheit der Babyschale sehr zufrieden. Als dann meine Tochter größer wurde, war die Babyschale irgendwann zu eng, so dass wir den Kindersitz „Pebble“ von der gleichen Reihe gekauft haben. Beides ist sehr gut erhalten und wird bald hoffentlich wieder im Einsatz sein!

Als ich mit meiner Tochter schwanger war, wusste ich, dass ich unbedingt ein Tragetuch bzw. eine Babytrage haben und nutzen möchte. Ich habe mich letztendlich für eine Babytrage entschieden, da diese mir praktischer im Gebrauch erschien. Bei einer Babytrage muss man nicht selbst wickeln, da sie bereits so „eingestellt“ ist, dass das Baby direkt hineinschlüpfen kann. Die Manduca Babytrage stand von Anfang an in der engeren Auswahl. Als dann meine damalige Hebamme meinte, dass dies die beste Babytrage sei, da sie sich der Anatomie des Kindes am besten anpasst, war ich mir mit dem Kauf sicher.

Mit der Trage kann man das Baby sowohl vor dem Bauch als auf dem Rücken tragen. Die Trageposition passt sich der natürlichen Körperform des Kindes an. Die Manduca beinhaltet einen integrierten Sitzverkleinerer und eine Rückenverlängerung sowie einen Sonnenschutz. Die Babytrage wurde sehr gerne und oft von mir und meinem Mann benutzt – bei längeren Spaziergängen, in der Stadt, aber auch zu Hause beim Putzen. Ich bin total überzeugt davon und würde es jedem weiter empfehlen.

Ein anderes Produkt, welches ich ohne Bedenken weiterempfehle, ist ein Beistellbett, das vor allem stillenden Müttern das Leben erleichtert. Mein Troll Beistellbett bewirkte, dass unsere ersten sechs Monate mit Baby sehr entspannt verliefen. Spätestens wenn das Baby sich hochziehen kann oder einfach aus dem Bett herauswächst, muss man dann leider doch auf ein herkömmliches Bett wechseln. Mit dem Wechsel waren die Nächte bei uns allerdings nicht mehr so entspannt. Das größere Bett wurde kaum genutzt. Dafür favorisierte unsere Tochter umso mehr unser Bett.

Der Hochstuhl „Trip Trap“ von Stokke ist ein wahrer Klassiker unter den Kindersitzen am Esstisch. Ich kannte den Stuhl bereits von Familie und Bekannten, die ihn für ihre Kinder nutzten. Der Hochstuhl überzeugte mich, da das Kind sich direkt an den Tisch setzen kann. Es sitzt so, dass es nicht aufstehen kann ohne eingeengt zu werden. Ein großer Vorteil ist zudem, dass er verstellbar ist und mit dem Kind mitwächst. Vom Neugeborenen bis zum Schulalter kann man ihn mit dem nötigen Zubehör nutzen.

Als ich während meiner ersten Schwangerschaft irgendwann nicht mehr die richtige Schlafposition finden konnte, habe ich mich im schlauen Netz darüber informiert, was mir andere Mütter für das Lösen dieses Problems raten würden.Da bin ich auf den Tipp gestoßen mit einem Stillkissen zu schlafen. Erst konnte ich mir gar nicht vorstellen, wie das funktionieren sollte. Da ich aber wusste, dass ich es nach der Geburt sowieso gebrauchen würde, habe ich mir eins bestellt. Nachdem ich sah, wie gemütlich und praktisch so ein Stillkissen ist, war ich dankbar für diesen Tipp. Ein Stillkissen ist nicht nur für Stillende geeignet, sondern auch für Schwangere und andere Familienmitglieder. Seit ein paar Monaten nutze ich mein Stillkissen von Theraline

In einer Zeitschrift entdeckte ich den Babyschlafsack Cosyme. Es handelt sich dabei jedoch nicht nur um einen herkömmlichen Schlafsack, sondern gleichzeitig um ein beruhigendes Pucktuch, ein Stillkissen und eine Art Matratze. Meine Tochter schlief darin besonders in den ersten Wochen ganztätig darin, also nicht nur nachts. Zudem war es praktisch, dass ich es auch im Kinderwagen verwenden konnte.

Als Fazit würde ich sagen, dass sich die Recherche vor dem Einkauf lohnt. Für hochwertige Produkte lohnt es sich zudem einen höheren Preis zu zahlen. Als Alternative kann man sich gerne beschenken lassen oder auch gebrauchte Produkte kaufen.

Im nächsten Beitrag werde ich über kleinere Anschaffungen wie Kleidung und Spielzeug berichten.

Von welchen Produkten seid ihr überzeugt und würdet es weiter empfehlen? Schreibt es in die Kommentare und macht mir eine Freude damit.

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Links

https://glueckskindsblog.com/2014/11/07/1087/

https://www.babyschlafsack-cosyme.de

http://www.testhit.de/theraline-original/

https://www.test.de/kinderhochstuehle-mitwachsende-am-besten-1557913-2557913/

Nestbau: Ein Babybalkon für Prinz Otto

https://www.test.de/Babytragen-Aufs-Koepfchen-achten-4733147-0/

http://www.testberichte.de/p/maxi-cosi-tests/pebble-testbericht.html