Babyupdate 6- 12 Monate: Das erste Jahr zu viert

 

 

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Hurra, unser kleiner Rabauke wurde vor ein paar Wochen ein Jahr alt. Kein Jahr vergeht so aufregend, energisch und schnell, wie das erste Jahr des Babys.

Die Eingewöhnungszeit, die Meilensteine, das Zahnen, der Schlaf und die allgemeine Entwicklung, das alles, stellt für Baby sowie Eltern eine aufregende Zeit dar. Egal, ob es sich um das erste Kind oder um „Folgekinder“ handelt, das Wachsen von einem Baby zum Kleinkind ist jedes Mal ein kleines Wunder.

Im ersten Jahr werden einige grundlegende Bausteine für die kommenden nächsten Jahre gelegt. Die Mutter-Kind Bindung findet im Wesentlichen im ersten Jahr statt. Eine intensive, kuschelige sowie sehr wichtige Zeit, demzufolge. Dein kleines, süßes hilfloses Baby wächst zum Kleinkind und macht erste Schritte in Richtung Selbstständigkeit.

Unsere Entwicklungsschritte

Unser Sohn hat es besonders eilig mit dem groß und stark werden. Ab dem sechsten Monat gewöhnt er sich relativ schnell an Brei, Obst und andere Lebensmittel. Er wächst zu einem kräftigen, neugierigen und sehr aktiven Burschen.

Krabbeln lernt er ganz durchschnittlich (laut Lehrbuch) mit sieben Monaten. Ab dem vollendeten siebten Monat, jedoch, macht er einen großen Sprung. Erste Krabbelversuche entwickeln sich rasch zu einem schnellen, sicheren Krabbeln. Paar Wochen später kann er sich hochziehen. Und mit zehn Monaten kann er gehen. Die süßen kleinen Zähne kommen ebenfalls schnell.
Diese gesunde, schnelle und kräftige (motorische wie körperliche) Entwicklung freut mich als Mutter, selbstverständlich.

In unsere Babygruppen werde ich regelmäßig darauf angesprochen und lächele beschämt. („Hmm, ja er kann das schon“, „Er isst schon Brei/Obst/Brot“, „ Ja, er hat schon paar Zähne“.) Und ich komme mit den festhalten der Daten für ein Erinnerungsalbum nicht hinterher. Schade, finde ich es irgendwie. Denn unsere Baby-Zeit vergeht zu schnell.

Wer ist Schuld an diese Misere? Ich die „Super Mami“, die ihr Baby gehegt und gepflegt hat? Nein, eher nicht. Natürlich gebe ich mein Bestes, zu mindestens versuche ich es, die meiste Zeit.

Die Entwicklung von Babys jedoch, ist bedingt durch die Wechselwirkung ihrer genetischen Anlagen und ihrer Umwelt. Wir, als Eltern können den Babys die bestmöglichen Angebote bieten, die ihr innerliches Potenzial herausfordern. Eine sichere, geborgene und liebevolle familiäre Sphäre, in der sich die Kinder frei entfalten können, ist die beste Entwicklungsgrundlage. Die Gene sind also Schuld an unserer kurzen Babyzeit, zu mindestens zu fünfzig Prozent.

Individualität und Geschwisterliebe

Jede pädagogische Kraft kennt den Ausdruck „vom Kinde ausgehen“. Als Mutter erkenne ich den wirklichen Sinn hinter diese Aussage besser. Obwohl unser zweites Kind, unser Sprössling, gerade ein Mal ein Jahr alt geworden ist, erkenne ich, dass ich bei ihm ganz andere erzieherische Herangehensweisen finden muss, als wie bei meiner Tochter. Ich verinnerliche durch den intensiven Kontakt mit meinen  Kindern, dass alle Kinder unterschiedliche Fähigkeiten sowie Eigenschaften besitzen und sich selbstverständlich nicht alle gleich entwickeln. Sogar Geschwisterkinder, die unter sehr ähnlichen Voraussetzungen groß werden, entwickeln sich individuell. Sie sind kleine, spezielle Persönlichkeiten.

Das zweite Kind ist trotz jeglicher pädagogischer Sensibilität einem Vergleich zum ersten Kind ausgesetzt. Ich erwische mich regelmäßig dabei, wie ich Vergleiche ziehe. Meist sind diese Vergleiche wertefrei. Aber genauso wertfrei sie sind, so sind sie doch eigentlich auch überflüssig. OK-! Verliebt betrachte ich die Züge meines Sohnes, die mich an die Babyzeit der Schwester erinnern. Aber eigentlich hat er, es genauso wie die Schwester, verdient offen angenommen zu werden.

„Alle Kinder sind gleich, jedes Kind ist besonders!“

Geschwister und Kinder im Allgemeinen sollten, ob direkt oder in direkt, nicht in Konkurrenz gebracht werden. Der Entwicklungsprozess jedes Kindes ist individuell. Mag sein, dass sich ein Kind in einem Bereich besonders schnell entwickelt. Das bedeutet aber nicht, dass es sich auch in anderen Entwicklungsbereichen genau so schnell entwickelt.

Besonders im ersten Jahr kommt es häufig vor, dass Babys einen plötzlichen Entwicklungssprung machen, dann aber verunsichert sind und in „Babyhaftes“ verhalten zurückfallen. Dies erscheint vielen Eltern als Rückschritt. Es ist viel mehr ein Schutzmechanismus des Kindes, der zum Einsatz kommt, bevor zu viel Neues die innere Stabilität gefährdet. Ein wirkliche Entwicklungsverzögerung würde der Kinderarzt/ die Kinderärztin  bei den Routineuntersuchungen entdecken. Alles andere in sollte mit Leichtigkeit und Akzeptanz beobachtet/hingenommen werden.

Die Stärken des Kindes wahrnehmen – Ohne Konkurrenzdenken zu anderen Kindern.

Das erste Jahr mit zwei Kindern beinhaltete mehr schöne Tage, als anstrengende Tage. Der Altersabstand von dreieinhalb Jahren , die Unterstützung der Familie und mein Engagement kein Kind zu vernachlässigen, haben dazu beigetragen, dass eine schöne Familienzeit und Geschwisterliebe

Die Tatsache, dass meine Tochter relativ selbstständig ist, war natürlich von Vorteil. Beide Kinder wurden zeitweise von der Familie aufgenommen. Meine Tochter hatte, so die Gelegenheit mit, etwa gleichaltrigen, Cousinen/ Cousins zu spielen. Mein Sohn konnte mehrere Bezugspersonen für sich gewinnen. Das schätze ich sehr als Bereicherung.

Mütter macht euch Gedanken über eure Ressourcen und nutzt diese. Sei es eine Krabbelgruppe. Die Nachbarin oder alte Schulkamaradin mit Baby. Trifft auch damit die Kinder spielen und ihr abschaltet. Fordert Hilfe und nimmt Hilfe an. Strecke die Antennen aus und reagiert bevor „Probleme“ auftauchen.

 

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Ein Jahr zu viert und das Beste kann noch kommen

Ein Jahr zu viert, am Anfang war es nicht leicht und zeitweise ist es immer noch anstrengend. Ich weiss, dass es vor allem für die große Schwester nicht leicht war. Aber ich habe versucht sie emotional zu stärken. Das mache ich, indem ich sie Lobe. Ihr Verantwortung /Aufgaben im Hauhalt gebe, die ihr Spaß machen und das Gefühl geben „groß/wichtig“ zu sein. Ich nehme mir bewusst Zeit -nur- für sie; wir basteln, lesen oder kuscheln.

Streit und Eifersucht kommt selbstverständlich, trotzdem vor. Wichtig für mich ist nur, dass wir, als Eltern, unsere Kinder gerecht und gleich behandeln. Hier zu werden wir von unserem Propheten in Hadithen (überlieferte Aussagen) aufgefordert. Und auch aus pädagogischer Perspektive wird die Gleichbehandlung aller Kinder als Ziel gesetzt. Jetzt schon, obwohl beide noch sehr jung sind, fordere ich einen respektvollen Umgang -hört sich komisch an- von den kleinen Minimenschen.

Zwei Glückskinder- Alhamdulilah

Um zum Schluss zu kommen….: Eines Tages überrumpelte uns das kleine Glückskinds mit seiner Mobilität, Neugier und seinem sympathischen, liebenswerten Wesen. Zum Glück! Wir wuchsen zu einer richtigen Familie, in der man die  Interessen und Bedürfnisse des Einzelnen im Auge behalten muss. Eine Familie in der, die schönen Minuten Kraft für anstrengendere Phasen geben. Wir lernen uns jeden Tag kennen und lieben. Wir streiten uns und versöhnen uns. Wir nerven und vermissen uns. Das ist Familie!

Ein Gruß an alle Ein-Jährigen Glückskinder.

 


Interessante Links rund um das Thema:

http://www.netmoms.de/video/12-monat-des-babys/

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