Kinder, kommt wir beten zusammen

Bittgebete spielen für mich, wie für viele gläubige Menschen, eine große Rolle im Leben. Im Islam zählt das Bittgebet zum Gottesdienst und hat eine zentrale Rolle im täglichen Handeln. Sowohl im fünfmaligen Gebet, als auch im Anschluss des Gebetes werden kleine „Dua“ ausgesprochen. In jeglichen, alltäglichen Situation können diese  Anrufungen an Gott/Allah  rezitiert werden.

Als Mutter habe ich die Wichtigkeit des Bittgebetes immer hoch geschätzt und habe es in meine Erziehung und meinen Alltag eingebaut. Hier möchte ich vier Beispiele dafür geben, wie ich Bittgebete im Alltag einbaue und nutze, um die Entwicklung und die Spiritualität meiner Kinder zu unterstützen.

1.Bittgebete als Rituale 

Die meisten Muttis wissen, wie wichtig Rituale und Abläufe für Kinder sind. Also liegt es nahe Bittgebete in unseren vorhandenen Ritualen mit einzubauen. Oder die Gebete als eigenständige Rituale zu nutzen.

Kennt ihr den schönen Spruch, welches wir auf Klassenreise vor dem Essen immer aufgesagt haben? „Piep, Piep, Piep guten Appetit“. Warum erfinden wir nicht einen eigenen Spruch (egal auf welcher Sprache), den wir vor dem Essen stetig aufsagen? Wenn wir mögen, können wir den Spruch beibehalten aber einen Satz hinzufügen, wie: „Allah, hat uns eine schöne Mahlzeit geschenkt. Danke, Allah! Bismillah! Wir haben dich lieb. Piep, piep, guten Appetit“. So fügen wir einem pädagogischen Ritual zum Essensbeginn , eine Prise Spiritualität hinzu.

Die letzte Aktivität vor dem Schlafengehen ist klassischer Weise das Lesen eines Buches. Diese Gelegenheit nutze ich für ein weiteres Gebetsritual. Nach dem ich ein Buch Vorlese, lese ich die Schutzsuren aus den Qur´an laut und rhythmisch vor. Das mache ich seit der Geburt meines ersten Kindes. Ich habe das Gefühl, dass dies sie beruhigt und ihr die Nachtruhe ankündigt. Zu dem bin davon überzeugt, dass diese Suren meine Kinder wirklich beschützen und uns von negativen Einflüssen lösen.

Nachdem ich die Schutzsuren aufsage,  rede ich ganz frei aus dem Herzen mit Allah, bedanke mich für den Tag und spreche meine wünsche kurz aus. Meistens macht meine Tochter mit. Auch sie spricht ihre kindlichen Wünsche aus. Letztens sagte sie, zum Beispiel: „Hoffentlich zieht mein Bruder nicht mehr meine Haare“. Auf diesem Wege erfahre ich, ihre Wünsche und erkenne, welche Themen sie beschäftigen. Ich weiß, was sie bewegt. Es hat zudem eine therapeutische Funktion. Auf diesem Weg verarbeiten wir den Tag.

 2. Bittgebete zur Sprachförderung

Rhythmische Reime und Wiederholungen fördern die Sprachentwicklung. Deswegen gibt es so viele Kinderreime und Lieder, die regelmäßig in Spielgruppen und Kindergärten eingesetzt werden.

Kleine Suren und Gebete aus dem Qur`an sind sehr melodisch.  Auch wenn man sie aus dem arabischen übersetzt werden diese „Dua“ sicherlich den Wortschatz des Kindes erweitern. Sie werden sich als qualitatives Sprachliches Input erweisen, weil sie gefühlsvoll und authentisch sind.

3. Bittgebete zur Charakterbildung und Wertevermittlung

Wenn wir Beten, können wir auch für andere mitbeten. Wir können uns Gesundheit für den kranken Opa, gute Noten für den Cousin oder Frieden für die Welt wünschen. Es geht darum, auch an andere zu denken. Positives bewirken zu wollen. Es geht um Nächstenliebe.

In Gebeten geht es auch um Dankbarkeit. Dankbarkeit ist eine Tugend. Sie macht uns zu glücklicheren und besseren Menschen.

Wir können mit den Inhalten unserer Gebete bewusste Impulse zum indirekten Lernen von Werten geben.

4. Bittgebete zur Mutter-Kind Bindung.

Ich erinnere mich, wie meine kleine Tochter  direkt nach der Geburt  zerknirscht in meinen Armen lag. Ich blickte in ihre Augen und sprach unter Tränen, alle guten Wünsche laut aus, die eine Mutter ihrem Kind wünschen kann. Auch jetzt, gucke ich meine Kinder verliebt an und spreche für sie „Dua“ aus. Sie sollen wissen und spüren, dass sie eine Mutter haben, die stets für sie Betet.  Ich habe mich durch die Gebete meiner Mutter immer stark und unterstütz gefühlt. Ich wusste sie fiebert mit. Sei es bei der Abiturprüfung oder bei der Führerscheinprüfung.

Selbstverständlich wünschen sich die Eltern das Beste für ihre Kinder. Aber diese Wünsche laut auszusprechen. Und die Kinder wissen zu lassen, wie sehr man sie liebt wird die Bindung und das Vertrauen stärken.

Die Liebe zum Schöpfer

Abgesehen von den weltlichen, erzieherischen Nutzen von Bittgebeten ist die Quintessenz von „Dua wie von Dhikir“ die Liebe und das Vertrauen zum Schöpfer.

bittgebet
@Instragam: ikra’m

 

 

kommt wir beten

Materialien, die uns helfen

Die Möglichen pädagogischen Nutzen von Bittgebeten und ein paar Beispiele aus unserem Alltag wurden oben beschrieben. Zudem möchte ich drei Materialien vorstellen, die Sammlungen von kurzen Bittgebeten für Alltagssituationen sind.    Ihre Aufmachung ist Kind gerecht: bunt, groß und praktisch.

 

Schaut es euch selbst an:

 

Berichtet uns von euren Erfahrungen und wie ihr mit Gebeten in eurem Alltag umgeht.

Eurer Glückskind

 

Weitere Informationen und Links:

http://www.islamicbulletin.org/german/ebooks/Ya_Rabb_Bittgebete_fuer_Kinder.pdf

https://www.instagram.com/ikram_tv/?hl=de

Leiden Erstgeborene unter Geschwisterkindern? -Zwischen Ballett und dem aufgeräumten Kinderzimmer

Ist es so, dass wir Erwachsenen  von den älteren Kindern mehr erwarten, als von den Jüngeren? Mehr Selbstständigkeit, mehr Verständnis, mehr Hilfe. Ist es wirklich so, dass Kinder leiden, wenn sie Gewischter bekommen und somit größeren Herausforderungen ausgesetzt sind?

Der Alltag von Babys und Kleinkindern ist ohne hin gefüllt von Anforderungen. Zum Einen wachsen sie sehr schnell und entdecken die Welt für sich. Zum Anderen starten sie zwecks Frühförderung die ersten Babykurse. Sei es Englisch, Ballett, Turnen oder Schwimmen. Die Krippe, die Ganztagsschule. Immer früher zwängen wir erwachsen die Kinder in gefüllte, strukturierte Tagesabläufe.

Es bestehen wirklich viele Möglichkeiten und Angebote. Gleichzeitig kann diese Förderung jedoch Zeit- und Leistungsdruck bedeuten.Ich befürworte Frühförderung, aber denke gleichzeitig, dass man immer im Auge behalten sollte, dass man die kleinen, süßen Minimenschen, namens Kinder, nicht überbelasten sollte. Der Spaßfaktor sollte immer höher sein als der„Pflichtfaktor“. Spaßfaktor im Unterricht, bedeutet meines Erachtens, dass er Schülerbezogen und interaktiv gestaltet ist. Sensibilisieren, sensibel sein, lautet das Motto also für Eltern und Lehrer.

„Anne, du liebst meinen Bruder mehr.“

Sensibilisiert für diverse Themen bin ich als Mutter, mal mehr, mal weniger. Je nach den alltäglichen Herausforderungen, halt. Vor allem bin ich es aber, wenn meine Tochter unglaublich schlaue Sprüche von sich gibt und mich zum Nachdenken bringt.

Meine vier Jährige Tochter hat mich vor kurzem, nämlich, darauf aufmerksam gemacht, wie sehr ich ihren Bruder liebe. Sie offenbarte mir, dass sie wisse, dass ich ihn mehr liebe als sie. In diesem Augenblick als sie den Satz so kindlich süß, aber gleichzeitig selbstischer aussprach, schmunzelte ich. Gleichzeitig fiel mir aber ein Stein in den Magen. Ich fühlte mich erwischt. Obwohl ich natürlich beide meiner Kinder unterschiedslos liebe, stellte ich  mir die Frage, ob meine Liebe und meine Aufmerksamkeit gegenüber meinen Kindern egoistisch/ungerecht sei?

Ich küsse und knuddele meinen einjährigen Sohn sehr oft.  Er ist in meinen Augen so süß, dass sich dies ganz spontan tue. Von meiner vierjährigen Tochter, die ihre babyhaften Züge verloren hat, dafür aber immer selbständiger, lernfreudiger und verantwortungsbewusster wird, erwarte ich immer mehr. Ich erwarte, dass meine Tochter „altersgerechte“ Aufgaben zu Hause übernimmt. So kommt es eher zu Diskussionen oder Belehrungen als zu Kuschel-Einheiten. Zeit nehmen wir uns auch fürs Lesen, Basteln und Backen.  Dennoch, reicht es ihr anscheinend nicht. Sie möchte wie ein Baby geknuddelt werden. Beziehungsweise braucht sie eine „sichtbare“, „tastbare“ Liebe. Und das ist auch ihr Recht!

Kinder, Geschwister ringen um die Liebe der Eltern 

Nach dem ich mich ein wenig mit dem Thema Geschwisterrivalität beschäftigt habe, habe ich gelesen, dass Kinder ein leben Lang um die Liebe und Aufmerksamkeit der Eltern ringen. Dieses Ringen um die Liebe der Eltern und eine vermeintliche Benachteiligung eines Kindes, kann die Selbstwahrnehmung des Kindes ein Leben lang prägen.

Wie müsste ich mich also als Mutter gegenüber meinen zwei Kindern verhalten?Pädagogen plädieren dafür, dass wir unser Kinder nichtgleich behandeln sollen. Denn gleich behandeln bedeutet nicht immer gerecht behandeln. Tatsächlich kann ich  ein jüngeres Kind nicht genau so behandeln, wie ein Älteres. Ein wichtigen Einfluss hat, abgesehen vom Alter, zudem die  Persönlichkeit des Kindes. Je nach Charakter des Kindes ändern sich idealerweise die  Erwartungen und die Reaktionen der Eltern an das Kind.

Uuiij, Uuiij, uiij..liebe Muttis so ist das! Hab ihr ein Lieblingskind?

Tatsächlich käme es, laut Literatur, nicht selten vor, dass Eltern Lieblingskinder hätten. Einige Studien besagen, dass Eltern jene Kinder bevorzugen, die ihnen (charakterlich wie äußerlich) am ähnlichsten sind. Meist solle das Lieblingskind das Erste Kind oder das Nesthäkchen sein.

Schaffe ich es als Mutter, ohne „egoistische Beweggründe“, also unabhängig von meinen Erwartungen und meinen Vorlieben, herzlich meinen beiden Kindern gegenüber zu treten? Und kein Lieblingskind sondern Lieblingskinder zu haben? Ich versuche es, zu mindestens, und ich bin dank meines kleinen Morgensterns dafür sensibilisiert meine Liebe, wenn auch nicht gleich, aber immerhin ausgewogen meine Kinder in Beweis zu stellen.

Zwischen dem Ballettunterricht und dem aufräumen des Kinderzimmers nehme ich mir die Zeit meine Tochter zu kitzeln, zu knuddeln  und sie in den Arm zu nehmen.Denn, eigentlich weiß ich, in einer gesunden Eltern- Kind Bindung wird ein Kind, egal wie alt, die Liebe und Aufmerksamkeit der Eltern brauchen. Jedes Kind nicht im gleichen Maße und nicht auf die gleiche Art.  Die mütterliche bzw. väterliche Kunst besteht dadrin Fühler auszubilden , die genau wissen, wann und auf welche Art und Weise ein Kind Aufmerksamkeit und Liebe braucht.

Viel Spaß beim Erproben, Lieben und Knuddeln eurer Kinder.

Euer Glückskind.

Babyupdate 6- 12 Monate: Das erste Jahr zu viert

 

 

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Hurra, unser kleiner Rabauke wurde vor ein paar Wochen ein Jahr alt. Kein Jahr vergeht so aufregend, energisch und schnell, wie das erste Jahr des Babys.

Die Eingewöhnungszeit, die Meilensteine, das Zahnen, der Schlaf und die allgemeine Entwicklung, das alles, stellt für Baby sowie Eltern eine aufregende Zeit dar. Egal, ob es sich um das erste Kind oder um „Folgekinder“ handelt, das Wachsen von einem Baby zum Kleinkind ist jedes Mal ein kleines Wunder.

Im ersten Jahr werden einige grundlegende Bausteine für die kommenden nächsten Jahre gelegt. Die Mutter-Kind Bindung findet im Wesentlichen im ersten Jahr statt. Eine intensive, kuschelige sowie sehr wichtige Zeit, demzufolge. Dein kleines, süßes hilfloses Baby wächst zum Kleinkind und macht erste Schritte in Richtung Selbstständigkeit.

Unsere Entwicklungsschritte

Unser Sohn hat es besonders eilig mit dem groß und stark werden. Ab dem sechsten Monat gewöhnt er sich relativ schnell an Brei, Obst und andere Lebensmittel. Er wächst zu einem kräftigen, neugierigen und sehr aktiven Burschen.

Krabbeln lernt er ganz durchschnittlich (laut Lehrbuch) mit sieben Monaten. Ab dem vollendeten siebten Monat, jedoch, macht er einen großen Sprung. Erste Krabbelversuche entwickeln sich rasch zu einem schnellen, sicheren Krabbeln. Paar Wochen später kann er sich hochziehen. Und mit zehn Monaten kann er gehen. Die süßen kleinen Zähne kommen ebenfalls schnell.
Diese gesunde, schnelle und kräftige (motorische wie körperliche) Entwicklung freut mich als Mutter, selbstverständlich.

In unsere Babygruppen werde ich regelmäßig darauf angesprochen und lächele beschämt. („Hmm, ja er kann das schon“, „Er isst schon Brei/Obst/Brot“, „ Ja, er hat schon paar Zähne“.) Und ich komme mit den festhalten der Daten für ein Erinnerungsalbum nicht hinterher. Schade, finde ich es irgendwie. Denn unsere Baby-Zeit vergeht zu schnell.

Wer ist Schuld an diese Misere? Ich die „Super Mami“, die ihr Baby gehegt und gepflegt hat? Nein, eher nicht. Natürlich gebe ich mein Bestes, zu mindestens versuche ich es, die meiste Zeit.

Die Entwicklung von Babys jedoch, ist bedingt durch die Wechselwirkung ihrer genetischen Anlagen und ihrer Umwelt. Wir, als Eltern können den Babys die bestmöglichen Angebote bieten, die ihr innerliches Potenzial herausfordern. Eine sichere, geborgene und liebevolle familiäre Sphäre, in der sich die Kinder frei entfalten können, ist die beste Entwicklungsgrundlage. Die Gene sind also Schuld an unserer kurzen Babyzeit, zu mindestens zu fünfzig Prozent.

Individualität und Geschwisterliebe

Jede pädagogische Kraft kennt den Ausdruck „vom Kinde ausgehen“. Als Mutter erkenne ich den wirklichen Sinn hinter diese Aussage besser. Obwohl unser zweites Kind, unser Sprössling, gerade ein Mal ein Jahr alt geworden ist, erkenne ich, dass ich bei ihm ganz andere erzieherische Herangehensweisen finden muss, als wie bei meiner Tochter. Ich verinnerliche durch den intensiven Kontakt mit meinen  Kindern, dass alle Kinder unterschiedliche Fähigkeiten sowie Eigenschaften besitzen und sich selbstverständlich nicht alle gleich entwickeln. Sogar Geschwisterkinder, die unter sehr ähnlichen Voraussetzungen groß werden, entwickeln sich individuell. Sie sind kleine, spezielle Persönlichkeiten.

Das zweite Kind ist trotz jeglicher pädagogischer Sensibilität einem Vergleich zum ersten Kind ausgesetzt. Ich erwische mich regelmäßig dabei, wie ich Vergleiche ziehe. Meist sind diese Vergleiche wertefrei. Aber genauso wertfrei sie sind, so sind sie doch eigentlich auch überflüssig. OK-! Verliebt betrachte ich die Züge meines Sohnes, die mich an die Babyzeit der Schwester erinnern. Aber eigentlich hat er, es genauso wie die Schwester, verdient offen angenommen zu werden.

„Alle Kinder sind gleich, jedes Kind ist besonders!“

Geschwister und Kinder im Allgemeinen sollten, ob direkt oder in direkt, nicht in Konkurrenz gebracht werden. Der Entwicklungsprozess jedes Kindes ist individuell. Mag sein, dass sich ein Kind in einem Bereich besonders schnell entwickelt. Das bedeutet aber nicht, dass es sich auch in anderen Entwicklungsbereichen genau so schnell entwickelt.

Besonders im ersten Jahr kommt es häufig vor, dass Babys einen plötzlichen Entwicklungssprung machen, dann aber verunsichert sind und in „Babyhaftes“ verhalten zurückfallen. Dies erscheint vielen Eltern als Rückschritt. Es ist viel mehr ein Schutzmechanismus des Kindes, der zum Einsatz kommt, bevor zu viel Neues die innere Stabilität gefährdet. Ein wirkliche Entwicklungsverzögerung würde der Kinderarzt/ die Kinderärztin  bei den Routineuntersuchungen entdecken. Alles andere in sollte mit Leichtigkeit und Akzeptanz beobachtet/hingenommen werden.

Die Stärken des Kindes wahrnehmen – Ohne Konkurrenzdenken zu anderen Kindern.

Das erste Jahr mit zwei Kindern beinhaltete mehr schöne Tage, als anstrengende Tage. Der Altersabstand von dreieinhalb Jahren , die Unterstützung der Familie und mein Engagement kein Kind zu vernachlässigen, haben dazu beigetragen, dass eine schöne Familienzeit und Geschwisterliebe

Die Tatsache, dass meine Tochter relativ selbstständig ist, war natürlich von Vorteil. Beide Kinder wurden zeitweise von der Familie aufgenommen. Meine Tochter hatte, so die Gelegenheit mit, etwa gleichaltrigen, Cousinen/ Cousins zu spielen. Mein Sohn konnte mehrere Bezugspersonen für sich gewinnen. Das schätze ich sehr als Bereicherung.

Mütter macht euch Gedanken über eure Ressourcen und nutzt diese. Sei es eine Krabbelgruppe. Die Nachbarin oder alte Schulkamaradin mit Baby. Trifft auch damit die Kinder spielen und ihr abschaltet. Fordert Hilfe und nimmt Hilfe an. Strecke die Antennen aus und reagiert bevor „Probleme“ auftauchen.

 

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Ein Jahr zu viert und das Beste kann noch kommen

Ein Jahr zu viert, am Anfang war es nicht leicht und zeitweise ist es immer noch anstrengend. Ich weiss, dass es vor allem für die große Schwester nicht leicht war. Aber ich habe versucht sie emotional zu stärken. Das mache ich, indem ich sie Lobe. Ihr Verantwortung /Aufgaben im Hauhalt gebe, die ihr Spaß machen und das Gefühl geben „groß/wichtig“ zu sein. Ich nehme mir bewusst Zeit -nur- für sie; wir basteln, lesen oder kuscheln.

Streit und Eifersucht kommt selbstverständlich, trotzdem vor. Wichtig für mich ist nur, dass wir, als Eltern, unsere Kinder gerecht und gleich behandeln. Hier zu werden wir von unserem Propheten in Hadithen (überlieferte Aussagen) aufgefordert. Und auch aus pädagogischer Perspektive wird die Gleichbehandlung aller Kinder als Ziel gesetzt. Jetzt schon, obwohl beide noch sehr jung sind, fordere ich einen respektvollen Umgang -hört sich komisch an- von den kleinen Minimenschen.

Zwei Glückskinder- Alhamdulilah

Um zum Schluss zu kommen….: Eines Tages überrumpelte uns das kleine Glückskinds mit seiner Mobilität, Neugier und seinem sympathischen, liebenswerten Wesen. Zum Glück! Wir wuchsen zu einer richtigen Familie, in der man die  Interessen und Bedürfnisse des Einzelnen im Auge behalten muss. Eine Familie in der, die schönen Minuten Kraft für anstrengendere Phasen geben. Wir lernen uns jeden Tag kennen und lieben. Wir streiten uns und versöhnen uns. Wir nerven und vermissen uns. Das ist Familie!

Ein Gruß an alle Ein-Jährigen Glückskinder.

 


Interessante Links rund um das Thema:

http://www.netmoms.de/video/12-monat-des-babys/

Baby Update 3-6 Monate: Vom Zahnen bis zur Beschneidung

Motorik und Zahnen

Auffällig bei unserem runden Glückskind ist es, dass es schnell ein soziales, bewusstes Lachen entwickelt hat. Auch motorisch scheint es zunächst schnell und kräftig zu sein.

Wäre da nicht diese große Last für den kleinen Wonneproppen: Das Zahnen. Es hat, nach meinen Beobachtungen, bereits in seinem vierten Lebensmonaten begonnen und ihn ganz schön mitgenommen. In unserem Fall ist es zwar nicht begleitet von Fieber, dafür aber von anderen, unangenehmen Begleiterscheinungen.

Zunächst ist mein Sohn anhänglicher, will alles beißen. Und mit Beißen mein ich nicht das Phänomen, dass Babys alles in den Mund nehmen. Ich meine damit, mit voller Kraft „zu Beißen“.  Die Anhänglichkeit und Unruhe nimmt zu. Auch in den Nächten steht er häufiger auf. Die Tage und Nächte sind manchmal anstrengend. In den Nächten will das Glückskind oft trinken. Tagsüber will es getragen werden. Folglich denke ich, dass das Zahnen  seine Krabbelversuche verhindert.

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Mittel zu Verminderung von Zahnungsschmerzen

  •  Veilchenwurzel
  •  Fenchelknolle
  •  Bernstein
  •  Osanit Kügelchen
  •   Gummizahnbürste
  •   Vibrucol Zäpfchen

Zusätzlich zur Beruhigung

  •   Schnuller
  •   Wippe
  •    Tragetasche/ Tragetuch

 

Schlafen

Das Glückskind schläft im Beistellbett. Es schläft mit der Kombination Schnuller und Decke. Langsam aber sicher stellt sich ein  Schlafrhythmus ein. Es har einen Vormittagsschlaf, ein Mittagsschlaf und einen Nachmittagsschlaf. Abends schläft er später ein als in den vorherigen Monaten. Nach wie vor schläft er nicht durch.

Ernährung

Das Thema Brei wird im 5. Monat allmählich aktuell. Dazu kontaktiere ich meine Wochenbetthebamme.  Trotz der vielen Informationsmöglichkeiten bevorzuge ich das persönliche Gespräch mit meiner Hebamme. Zum einen ist es schön die Hebamme wieder zu treffen. Zum anderen hilft mir das Gespräch. Zum Bespiel erfahre ich von der „Baby-Lad weaning“ Methode (hier mehr Infos) ,von der ich vorher nichts gehört hatte.

 Das Thema Brei/Beikost ist sehr vielseitig.  Was für mich wichtig war  im Überblick:

  •  Wichtiger als das Alter des Babys sind Zeichen dafür, ob das Baby Interesse am Essen zeigt. (Zum Beispiel mit Mundbewegung)
  •   Langsame und schrittweise Einführung
  •   Feste Essenszeiten
  •         Einen Ernährungsplan als Orientierung
  •         Baby beobachten und nach den Bedürfnissen des Kindes richten
  •     Von Anfang an selbstbestimmtes und eigenständiges Essen ermöglichen  (z.B.: Fingerfood)
  •         möglichst gemeinsam mit dem Baby essen

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Beschneidung

Mit vier Monaten wurde unser Glückskinds beim Kinderarzt beschnitten. Der syrisch-stämmige, ältere Kinderarzt in Hamburg gehört zu den erfahrenen in diesem Gebiet. Zunächst führen wir ein Vorgespräch mit ihm, um dann nach zwei Wochen zum Beschneidungstermin zu gehen. Der Arzt führt eine örtliche Betäubung durch. Alles verläuft problemlos und unkompliziert (alhamdulilah).Wir kriegen Schmerzmittel und Medikamente mit. Am zweiten Tag brauchen wir die Schmerzmittel nicht mehr. Und innerhalb von 3-5 Tagen ist die Wunde geheilt.

Noch am gleichen Tag haben wir eine schöne Familienfeier.

Ich bin froh und glücklich über den Verlauf der Dinge. Es war mein Wunsch gemäß der religiösen  (wie auch medizinischen) Empfehlung relativ früh die Beschneidung gemacht zu haben. Der kleine Glücksbursche hat sehr wenig bis keine Schmerzen erlitten. Angst und Bangen musste er auch nicht. Und die anschließende Feier war ein schönes Familientreffen und eine sehr schöne Erinnerung, von der wir den Kleinen in Zukunft erzählen werden.

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Baby-Update: Die ersten drei Monate

 

Der Geruch des Babys, das friedliche Schlafen, zusammen kuscheln und einschlafen.  Sich entdecken und kennenlernen.

Die ersten drei Monate nach der Geburt sind meiner Meinung nach, eine sehr intensive Zeit. Einerseits bestehen großartige Glücksgefühle, Erleichterung und Freude. Diese überragen dich. Andererseits fühlst du dich müde, platt, körperlich am Ende und irgendwie unsicher.Das typische Auf und Ab der Gefühle, die Höhen und Tiefen mit einem Neugeborenen. Das alles aus meiner Sicht erfährt ihr in diesem Beitrag.

Zur Mutterrollen und zum Stillen

Ich kann mich als glücklich schätzen, dass ich die „Mutterrolle“ und die Verantwortung eines Kindes bereits bei meinem ersten Kind schnell annehmen konnte. Ich höre von einigen Frauen,dass dies nicht selbstverständlich ist. Da kann ich nur raten geduldig zu sein und die ersten schwierigen Tage mit Unterstützung zu überstehen. Meist ergeben sich die positiven Gefühle zum Kind von alleine. Sonst würde ich empfehlen, das Baby oft und lange anzugucken, zu streicheln und zu versuchen eine innige emotionale Bindung zum Kind aufzubauen. Jeder (baldigen-) Mutter würde ich empfehlen sich über das essentielle Thema „Bonding“ bereits in der Schwangerschaft zu informieren.

Ideal wäre natürlich eine Liebesbeziehung zum Baby.

Stillen und Muttermilch ist in meinen Augen ein Wunder des Schöpfers. Auch hier kann ich jeden ans Herz legen, sich über das Thema zu informieren. Es kann in der ersten Zeit zu kleinen Schwierigkeiten kommen aber es lohnt sich wirklich nicht aufzugeben.

Diese beiden Punkte erwähne ich als Erstes, weil das die beiden wesentlichsten Themen in der ersten Zeit sind. Zu diesen Themen gibt es jedoch genug Literatur,was ich euch „Neumüttern“ ans Herz lege.

Neue Herausforderungen meistern

Aufregung und Schwierigkeiten spürte ich auch noch der Geburt meines zweiten Kindes. Das zweite Baby bringt seine eigene Persönlichkeit mit. Mit dem zweiten Kind kommen andere Herausforderungen auf einen zu. Und irgendwie gehen die anderen Verantwortungen im Leben nun mal weiter. Vor allem dem ersten Kind gegenüber. So, dass man als Mami zum Teil zur einer Überlegungskünstlerin wird.

Unser kleiner Glücksbursche war in den ersten Wochen und Monaten sehr, sehr pflegeleicht. Die einzige große Hürde war, dass er am ersten Tag zu schlapp zum Trinken war. Sein Blutzuckerwert war  dadurch sehr niedrig. Die Krankenschwestern rieten mir sofort die Flasche anzubieten. Das wollte ich jedoch nicht. Als der Wert aber immer niedriger wurde, war ich gezwungen ihn die Flasche anzubieten, welches er nicht annahm. So kam auf meinen Wunsch die Stillberaterin und wir haben es geschafft kleine Mengen an Muttermilch mit Hilfe einer Spritze in den Mund des Baby zu tropfen. Folgerichtig stiegen die Werte meines Babys, so, dass es genug Kraft hatte zum Saugen.

Zwei weitere große Herausforderungen waren die Geschwisterrivalität und die Organisation unseres neuen Tagesablaufs. Denn egal wie „pflegefreundliche“ ein Baby sein mag, ist das Stillen nun mal sehr zeitaufwändig. Die Nächte fallen nun mal kurz aus. Und das Ältere Kind erwartet und verdient weiterhin die gewohnte Aufmerksamkeit.

Kommen dann weitere alltägliche  Aufgaben dazu, muss man als Mutter einen kühlen Kopf bewahren und die Kinder sowie die eigenen Bedürfnisse nicht aus den Augen verlieren. Das ist aber leichter gesagt, als getan.

Ideal wäre es eine Hebamme, der man vertraut sowie andere Vertrauenspersonen als Unterstützung, um sich zu haben.

Deswegen habe ich mich auch beim zweiten Mal (früh genung!), um  eine Wochenbetthebamme gekümmert. Sie konnte mir Tipps und Unterstützung beim Stillen geben. Zudem hatte sie bei Bedarf homöopathische Mittel zu Hand.

Körper und Psyche wieder im Wandel

In den ersten drei Monaten nach der Geburt fühlte sich weder mein Körper noch meine Psyche sich „normal“ an. Beides musste sich regenerieren. Der Hormonhaushalt änderte sich erneut. Auch wenn ich das während dieser Zeit nicht realisierte, merkte ich nach dieser Zeit einen bedeutsamen Unterschied zum Beispiel an meinem Essverhalten. Und wenn ich dann , die erste Zeit nach der Geburt „Revue passierte“ merkte ich, wie zerbrechlich und sensibel ich war. Obwohl ich nach Außen strak aussah und schnell wieder auf die Beine kam, merkte ich irgendwann, dass ich innerlich mit Vieles zu kämpfen hatte und körperlich überfordert war.

Es empfiehlt sich alles langsam und ruhig anzugehen. Und nicht so ungeduldig, wie ich zu sein. Umso mehr kann man die nächsten Monate genießen, in denen die Babys immer aktiver und dir Mamis viel fiter werden. So schön, kuschlig und aufregend die erste Zeit auch ist. Ab dem vierten Monat macht es  für mich dann richtig Spaß mit Baby zu spielen. Einen routinierten Ablauf zu haben und aktiver zu werden

Wie habt ihr die erste Zeit mit Baby empfunden?

Wie stellt ihr euch als Schwangere die erste Zeit vor?

Eure Glückskindsblog

 

 

Entthronung- Erstgeborene auf das Baby vorbereiten

 

 

Schwangerschaft

Bereits in der Schwangerschaft kann das baldige Familienmitglied thematisiert werden. Im welchem Stadium der Schwangerschaft dies geschehen sollte und wie genau man darüber sprechen sollte, kann jede Mutter nach ihrem Gefühl und nach dem Entwicklungsstand des Kindes entscheiden.

Ich habe relativ früh damit begonnen mit meiner Tochter über das neue Baby im Bauch zu sprechen.Zur Veranschaulichung haben uns Bücher wie, „Conni und das neue Baby“  sehr geholfen. Bücher sind auch deswegen hilfreich, weil sie dem Kind ermöglichen, sich mit der Hauptfigur zu identifizieren. Folglich bildet das Kind Empathie und kann sich auf die kommenden Gefühle und das erwartete Geschehen vorbereiten.

Als ein anderes Mittel zur Vorbereitung und Veranschaulichung dienen „reale Beispiele“. Hochschwangere Frauen im Freundes- und Familienkreis, die man vor und nach der Entbindung besucht, zeigen dem Kind, dass aus der runden Kugel tatsächlich ein Baby aus Fleisch und Blut „rauskommt“.Unser Glückskind hatte das Glück eine Cousine zu haben bei der sie den Bauch anfassen durfte. Später konnte sie dann ihren Großcousin persönlich anfassen und hat somit gesehen, dass aus dem Bäuchlein -wirklich- ein richtiges Baby gekommen ist.

Ich konnte viel mit meiner Tochter über die Zukunft reden. Dafür nutzte ich verschiedene Gelegenheiten,die im Bezug zu dem Baby standen z.B. Bettaufbau. Im Gespräch erzählte ich ihr, warum wir die Tätigkeiten machen und wie das Leben mit dem Baby ungefähr sein wird. Zum Beispiel, dass das Baby am Anfang viel Schlafen und Milch trinken muss. Ich erzählte ihr zudem, dass sie auch mal in meinen Bauch wuchs und ein klitzekleines Baby war. Wir guckten gemeinsam Bilder und Videos aus ihrer Babyzeit an. Das gefiel ihr sehr. Es machte sie glücklich.


Ich fühlte mich gut vorbereitet.

  • Bücher zum Thema
  • Reelle Beispiele
  • Einbinden in die Schwangerschaft durch Gespräche sowie Tätigkeiten
  • Stark und geduldig bleiben in herausfordernden Zeiten

In den letzten Tagen der Schwangerschaft jedoch war ich so erschöpft, dass ich alltägliche Rituale, wie zum Beispiel das Vorlesen vor dem Schlafen gehen, fallen liess. Ferner war ich insgesamt ungeduldiger mit meiner Tochter. Dies bemerkte ich nicht sofort. Erst als ihr Verhalten sich sehr änderte, sie mehr weinte und trotzte, realisierte ich, dass ich sie ein wenig vernachlässigt hatte.

Gemeinsam Rituale im Alltag geben in den letzten Wochen der Schwangerschaft und nach der Geburt besonders viel Halt. Meistens –behaupte ich einfach mal- ist es aber so, dass ausgerechnet in dieser Phase der Alltag durcheinander kommt und sich neu einpendeln muss. Umso wichtiger ist es, dass Partner, Familie und Freunde helfen, um die Situation besser in Griff zu bekommen.

Nach der Geburt auf Details achten und die mütterlichen Antennen offen halten

Nach der Geburt kann es durch die Erschöpfung der Mutter und des hohen Pflegebedarfes des Babys, schnell dazu kommen, dass das Erstgeborene vernachlässigt wird. Und auch wenn es nicht vernachlässigt wird, wird das Erstgeborne wahrscheinlich, um eine extra Portion an Aufmerksamkeit bitten.

Die gängigen pädagogischen Ratschläge,die nach der Geburt des Geschwisterchens empfohlen werden, kann man in vielen Quellen  lesen und sind folgende:

  • Kind mit offenen Armen im Krankenhaus empfangen
  • Geschenk vom Geschwisterchen überreichen
  • Bei Babygeschenken an das Erstgeborene mitdenken
  • Freunde und Familie darauf hindeuten, dass das Erstgeborene weiterhin Aufmerksamkeit bekommt z.B.: bei der Begrüßung

Obwohl ich  all diesen Empfehlungen nachgegangen bin, waren die ersten Wochen nach der Geburt, eine herausfordernde Zeit. Sie entwickelte nämlich ein Trotzverhalten, was für mich nicht direkt auf das neue Baby zurück zu führen war. Zunächst war ich sehr wütend auf meine Tochter. Ich war sehr verzweifelt. Irgendwann habe ich bemerkt, dass dies ein Schrei nach Aufmerksamkeit war.Dass sie ihre Gefühle in Bezug auf das Baby nicht kontrollieren konnte. Es überkam sie manchmal ein undefinierbares Gefühl und sie trotze, weinte.

In dem Punkt möchte ich unterstreichen, dass das Wissen von Ratgebern und anderen Müttern bestimmt eine Stütze sein kann. Das Wichtigste ist aber meiner Meinung nach, der mütterliche Instinkt in uns, auf den wir wirklich sehr genau horchen sollten – indem wir alles Andere, den Stress und die Aufgaben um uns herum abschalten. Der anfängliche, viele Besuch, die alltäglichen Aufgaben sollten uns nicht davon abhalten unsere Antennen für unser Kind offen zu halten. Wie sollten auf unser Kind eingehen, Geduld und Verständnis zeigen.


Sie wollte einfach wissen „Anne, bist du noch für mich da? Kümmerst du dich noch um mich, wenn ich dich brauche?“


 

Deswegen sollte ich sie wieder anziehen und ihr beim essen helfen, obwohl sie das längst alleine kann. Und seit dem ich mehr für sie da bin, hat sich ihr Verhalten normalisiert.

Die wichtige Nuance zwischen Verständnis und Konsequenz

Ich persönlich halte vor Augen, dass das Weinen kein kindliches Mittel wird, um alles durchzusetzen. Wichtig ist mir auch, dass nicht der Schlaf und die Mahlzeiten des Babys gestört werden.

Schritt für Schritt versuch ich Normalität in unsere gewachsene Familie zu bringen. Mittlerweile entwickelt sich das Zusammenleben positiv. Es wird sicherlich noch viele Höhen und Tiefen geben. Das gehört zum Leben. Jeder in der Familie verdient Verständnis. Jeder in der Familie muss aber auch mal Verzicht und Rücksichtnahme , für ein harmonisches Familienleben, in Kauf nehmen. Von Groß bis Klein.

Liebevolle Beziehung innerhalb der Familie unterstreichen und fördern

Das Verlangen nach Aufmerksamkeit und Bestätigung seitens der geliebten Menschen, sucht jeder Mensch. Der Eine mehr, der Andere weniger. Rivalität und Eifersucht kommen nicht selten bei Geschwistern, auch im Erwachsenenalter, vor.

Meine sozialen Werte und Normen, die geprägt aus Familie und Religion sind, lassen mich aber wünschen, dass meine Kinder sich immer unterstützen und lieben. So, das dass Gefühl der Eifersucht, so gut wie möglich, minimalisiert wird. Mein Ziel ist es in Zukunft Eifersucht unter meinen Kindern  durch Gerechtigkeit und vorbildliches Verhalten vorzubeugen, mal sehen in wie Fern es klappt.

Die Beziehung zu den eigenen Geschwistern und Freunden wird als Vorbild für die Kinder dienen. Dank meiner Eltern überwiegt das Gefühl der Zusammengehörigkeit unter meinen Geschwistern, was für mich eine unglaubliche seelische Stütze im Leben ist. Es beweist mir zudem, dass dieses Ziel  auch für meine Kinder realisierbar ist.

Eine liebevolle Geschwisterbeziehung , das  gegenseitige Teilen  und Unterstützen..wünsche ich meinen Kindern. Meint Ihr ich bin zu idealistisch?

Eure Glückskind.

Schwangerschaftsupdate: Die letzten Wochen. 36. bis 39. SSW

Langsam aber sicher wird es ernst. Verstärkte Senkwehen und Beschwerden erschweren und verunsichern die letzten Wochen. Man schwankt doch zwischen Ungeduld, Vorfreude und Angst(?!). Jetzt wird das neue Leben zum Greifen nahe und dies ist ein aufregendes Gefühl. Auch bei zweiten Kind bleibt es spannend.

In  der 36.SSW und 37.SSW hat sich bei mir der Nestbautrieb noch einmal verstärkt gezeigt Gardinen gewaschen, Fenster geputzt, Schränke und Schubladen neu sortiert. Und dafür gesorgt, dass alles „bloß“ rechtzeitig fertig ist. Und nach dem alles fertig ist?! Was macht man dann?

Man findet neue Aufgaben wie:Schnuller kaufen und abkochen, Babyschale vorbereiten, Decken waschen, Babyklamotten waschen, Wickelkommode aufbauen. Und wenn dann alles fertig kommt das große Warten!

In der 38.SSW und 39.SSW tauchen verstärkte Vorwehen auf. Beschwerden wie Druck, Stechen, Sodbrennen und Übelkeit sorgen dafür, dass man kaum lange stehen, sitzen oder liegen kann. Zum Glück kommen und gehen die Beschwerden im Laufe der Tage, so dass man „gerade noch so“ die letzten Tage überstehen kann. Vor allem Übungs- und Vorwehen, die bei mir „leider“ immer wieder und auch intensiv vorkommen verunsichern mich sehr. Zudem rauben sie mir die letzten Kräfte, erschweren die Nächte. Leider zähle ich zu den ungeduldigen Frauen, die die letzten Tage nicht genießen können sondern immer auf der Lauer sind und hoffen, dass es bald losgeht. Trotzdem empfehle und plädiere ich dafür, dass man Aktivitäten nach geht, die einen besser fühlen lassen.

Bis jetzt habe ich zwei Akupunktur Sitzungen hinter mir und trinke regelmäßig Himbeerblättertee. Die Akupunktursitzungen dauern je 20 Minuten und kosten fünf Euro. Es wird in dem Krankenhaus gemacht, in dem ich auch entbinden möchte.Es werden drei bis vier Nadel in die Waden und ein bis zwei in die Füße gesetzt. das tut nur minimal weh und verläuft recht unkompliziert. Ansonsten versuche ich viel Treppen zu steigen und spazieren zu gehen solange es die Müdigkeit zulässt.Helfen tut auch baden.

Auffällig finde ich ferner  den großen Appetit, den ich wieder verspüre. Genau wie in der letzten Schwangerschaft habe ich in den letzten Wochen abrupt zugenommen. Zunächst nehme ich kaum zu. Im letzten Trimester jedoch purzeln die Pfunde. Ich versuche es entspannt zu betrechten, da es sich noch im Rahmen hält.

Wir erlebt ihr die letzten Wochen? Welche Phase der Schwangerschaft erlebt ihr als besonders beschwerlich?

Zudem würde mich interessieren, ob ihr euch gut betreut fühlt von eurer Frauenärztin. In dieser Schwangerschaft war dies, bei mir, leider nicht der Fall. Sie macht das nötigste und behandelt mich einfach nur „ab“, bis dann die nächste Patientin dran kommt. So empfinde ich es zu mindestens.

Alles in Einem bin ich trotzdem glücklich und dankbar über eine „gute“ Schwangerschaft! Drückt mir die Daumen, dass das zweite Glückskind bald kommt:-)

Hier findet hier informative Videos zum Thema:

Wege für einen harmonischen Alltag – Gedanken und Anregungen. Alltag ohne Schreien Teil II.

 

Zeitdruck, Stress, Überforderung, Mittel zum Durchsetzen. Egal aus welchem Grund auch immer, keine Mutter schreit gerne ihre Kinder an. Dennoch tun es viele und die allermeisten fühlen sich danach schlecht!

In meinem letzten Beitrag habe ich dies bereits thematisiert. In diesem Beitrag möchte ich einen Schritt weiter gehen und fragen: Wie kann man den Alltag mit Kindern meistern ohne sie anzuschreien und welche Rolle kann dabei die muslimische Identität spielen?

In meinem letzten Beitrag habe ich dies bereits thematisiert. In diesem Beitrag möchte ich einen Schritt weiter gehen und fragen: Wie kann man den Alltag mit Kindern meistern ohne sie anzuschreien und welche Rolle kann dabei die muslimische Identität spielen?

In meinem letzten Beitrag habe ich dies bereits thematisiert. In diesem Beitrag möchte ich einen Schritt weiter gehen und fragen: Wie kann man den Alltag mit Kindern meistern ohne sie anzuschreien und welche Rolle kann dabei die muslimische Identität spielen?

Regeln und Routinen erleichtern den Alltag und verringern „Schrei-Momente“. Bei Kleinkindern kann schon mit 18 Monaten mit Regeln und Grenzen angefangen werden. In dieser Altersstufe ist es wichtig wenige und einfache Regeln aufzustellen. Diese aber bitteschön konsequent durchzusetzen! Der Einsatz wird sich lohnen. Denn wenn das Kind merkt bzw. spürt, dass eine Regel oder ein Verbot wirklich ernst gemeint ist, dann wird es sich früher oder später daran halten.

Einige Beispiele hierfür wären: beim Essen immer am Esstisch sitzen, einige Schränke nicht öffnen dürfen, nicht mit elektronischen Geräten/Steckern spielen. Ein ausdruckstarkes „Nein“ und die richtige Mimik dazu wird bereits einem 9-12 Monate alten Baby/Kleinkind zu verstehen geben, dass dort ein Verbot

Ab dem Schulalter ist es zu empfehlen, Regeln und den Tagesablauf in Absprache mit den Kindern festzulegen. So jedenfalls steht es in erzieherischen Ratgebern. Ich kann dazu nichts sagen, da ich noch keine Erfahrungen mit älteren Kindern habeJ Deswegen bin ich auch vorsichtig mit meinen Formulierungen.

Ich weiß aber, dass auch im Klassenzimmer Regeln zusammen mit den Kindern aufgestellt werden, damit sie von den Kindern angenommen werden. Wieder von Unterrichtserfahrungen weiss ich, dass das Loben von erwünschten Verhalten viel Effektiver ist als Ermahnungen. Das heißt, wenn dass Schulkind sein Zimmer aufräumt wird das Lob der Mutter es motivieren sein Verhalten in Zukunft zu wiederholen.

Bei jüngeren Kindern mehr Geduld. Bei älteren mehr Absprache und Lob! Das ist also die Devise. Bei sehr wichtigen Regelbrüchen sollten Konsequenzen folgen. Mit Strafen und Konsequenzen sollte man aber unbedingt sparsam umgehen, da sie sonst ihre Wirkung verlieren.

Erholung für die Mutter

Das ist längst kein Geheimnis – starke Eltern haben starke Kinder. Glückliche Mütter haben glückliche Kinder. Tolle Eltern haben tolle Kinder.J

Auch wenn etwas Wahres an diesen plakativen Sprüchen dran sein mag, sie sind zu simpel und zu oberflächlich.

Die Wahrheit ist nicht immer so einfach und eindeutig. Eltern, Mütter sind vor allem Menschen und somit alles andere als perfekt, nicht immer stark, nicht immer glücklich und nicht immer toll. Mütter sind Menschen und Fehler sind nun mal menschlich. Das sollten wir immer im Auge behalten. Doch wenn das Schreien des Kindes zur Regelmäßigkeit wird, ist es womöglich Zeit für die Mutter sich zu fragen, ob sie nicht vielleicht dadurch ihre Selbstachtung und ihre erzieherische Wirkung verlieren könnte.

Ich persönlich habe mir diese Frage gestellt. Und erfolgreich mein Verhalten geändert. Zunächst habe ich realisiert. dass ich Gründe für mein Schreien habe. Aber gleichzeitig konnte ich realisieren, dass diese Gründe keine Rechtfertigungen für mein Verhalten sind.

Deswegen habe zunächst versucht Überlastungssituationen/Gründe zu verringern:

  • Ich akzeptiere das Wesen meines Kindes.
  • Ich plane mehr Zeit bei allen Tätigkeiten ein.
  • Ich zeige unerwünschtem Verhalten weniger Aufmerksamkeit (zum Beispiel grundlosem Weinen).
  • Ich mache weniger kinderunfreundliche Aktivitäten wie Shoppen.

Mehr positive Laune/Verstärkung im Alltag einbauen:

  • Ich plane mehr Bewegung an der frischen Luft ein.
  • Ich zeige mehr Zuneigung und Liebe.
  • Ich lobe positives Verhalten.
  • Ich suche qualitative Beschäftigungen mit meinem Kind.

Diese Maßnahmen und das Reduzieren meines hysterischen Geschreis führten dazu, dass meine Tochter ausgeglichener wurde. Dies wiederrum machte mich glücklicher, so dass wir insgesamt ein harmonischeres Miteinander entwickeln konnten. 

Geduld und Spiritualität

Der wichtigste Faktor für diese wichtige Veränderung war der innerliche! Ich wollte nicht mehr diese genervte, kreischende Mutter sein. Ich bin dann, wie bereits erwähnt, im Internet auf eine Blogseite gestoßen und konnte mich mit der Mutter identifizieren. Dadurch konnte ich sehen, dass es andere Mütter mit ähnlichen Problemen gibt und das hat mir geholfen meine Situation besser zu reflektieren.

So konnte ich schnell feststellen, dass ich doch ein gutes Vorbild für mein Kind sein möchte. Dass dies aber nicht SO gelingen wird. Genauso schwer wäre es unter diesen Umständen meine Erziehungsziele zu erreichen.

Um die innere Anspannung und den Stress abzubauen, kommt für mich als gläubiger Mensch die Stärkung der Spiritualität als Erstes in Frage.

Die Verstärkung des Gebets, das Gedenken an Allah (Dhikir) und die Reflexion über die Menschheit und den Schöpfung (Tafakkur) haben mir wirklich weiter geholfen.

Während dieses Prozesses konnte ich auch realisieren, wie sehr ich MICH, meine Persönlichkeit, vernachlässigt habe. Zur sehr habe ich mich zum Beispiel mit dem Haushalt, dem Einkauf und ähnlichem beschäftigt, dafür aber weniger mit Büchern, Freunden und Spiritualität.

Die komplette Aufopferung der Frau in ihrer Mutter- und Hausfrauenrolle, ohne dabei auf persönliche Bildung, Weiterentwicklung sowie Interessen Rücksicht zu nehmen, wird früher oder später zu einem Nachteil für ihre Kinder werden! Mindestens kleine Auszeiten und Rückzugsmöglichkeiten für religiöse/spirituelle Tätigkeiten sind notwendig. Persönliche Ziele und Hobbies unabhängig von Mutter Dasein dient als guter Ausgleich.

Natürlich ist auch das Gegenteil – die alleinige Selbstfixiertheit der Mutter -, zumindest aus islamischer Perspektive, nicht wünschenswert, sondern wieder aber einmal „der mittlere Weg“ zwischen der Erfüllung als Frau/Individuum und der Rolle als Mutter.

Was hilft euch als Ausgleich zum Alltag? Was macht ihr für ein harmonischen Alltag?

Alltag mit Kind und ganz ohne Anschreien. Schwer aber möglich!?

Ich bin per Zufall auf einen englischsprachigen Blog gestoßen, in der eine Mutter offen eingesteht, dass sie ihre Kinder anschreit. Die Spieltherapeutin und Bloggerin Amanda geht offen mit dem Problem um, welches viele Mütter haben: das ständige oder auch gelegentliche Anschreien des eigenen Kindes/der eigenen Kinder.

Aufgrund dessen hat sie eine Aktion gestartet, in der sie sich selber und andere dazu ermutigt ihre Kinder nicht mehr anzuschreien.

Es befinden sich verschiedene Artikel in ihrem Blog zu dem Thema. Ich muss eingestehen, dass mich diese Aktion sehr angesprochen hat, da ich selbst meine Tochter anschreie und davon ablassen möchte. Außerdem hat es mich beeindruckt, wie offen diese Mutter mit dem Thema umgeht. Und das finde ich mutig!

Als Frau mit einem pädagogischen Beruf lebt man mit der Illusion, dass man es aufgrund der beruflichen Kompetenzen einfacher mit dem eigenen Kind haben wird. Bis das eigene Kind auf der Welt ist und man schnell vor der Realität steht. Und sich absolut hilflos fühlt. Denn egal welche Ausbildung du genossen hast, du bist als Mutter in erster Linie nun mal Mutter, mit all ihren Emotionen, Schwächen und Herausforderungen. Da hilft dein Titel nur wenig weiter.

Dazu kommt die Erwartungshaltung Anderer, der Umgebung. Diese stellen gerne den Anspruch, dass jemand aus dem pädagogischen Bereich bitte doch zu wissen hätte, wie man Kinder erzieht. Leider gibt es keine Bedienungseinleitung für die Erziehung. Umso problematischer ist der öffentliche Umgang mit „Schwächen“.

Dies hat mich dazu inspiriert dieses unbequeme Thema in meinem Blog aufzunehmen und eine deutschsprachige Plattform dafür zu eröffnen.

Ich behaupte, dass so einige Mütter ihre Kinder anschreien, von dieser schlechten Angewohnheit und Umgangsweise aber eigentlich nichts halten. Die Erfahrung zeigt uns nämlich, dass das Schreien, wenn überhaupt, dann nur eine kurzfristige Lösung darstellt.

Meist verschlechtert es sogar die Situation und schadet uns Müttern sowie unserem Kind.

Es hilft zu wissen, dass man nicht alleine auf der Welt ist als schreiende und leider überforderte Mutter. Das bedeutet für mich nicht, die Situation hinzunehmen. Vielmehr möchte ich andere Methode und Techniken im Umgang mit meinem Kind finden.

Warum schreien wir?

Um das Schreien zu unterbinden, frage ich mich als Erstes, in welchen Situationen es üblicherweise vorkommt. Überwiegend passiert es unkontrolliert und in Stresssituationen. Meist liegt es am Zeitdruck. Es muss schnell gehen und nichts läuft wie es laufen sollte.

Das „unpassende“ Verhalten des Kindes, was uns aus der Fassung bringt. Das Kind tobt und schreit, schmeißt was runter, bleibt auf der Straße stehen, schmeißt sich hin, macht die Hausaufgaben nicht, und macht noch alles andere falsch oder zum falschen Zeitpunkt – woran du gerade denkst. Lass deiner Phantasie freien Lauf. Man fühlt sich als Mutter machtlos. Man möchte die Situation ändern und schreit los.

Das Kind hört nur noch auf das Schreien. Wir erleben das Anschreien des Kindes als einziges Mittel, unsere Regeln, unseren Willen durchzusetzen. „Meine Kinder hören nur auf mich, wenn ich laut werde.“ Dieser Gedanke.

Der Unterschied zwischen Schreien und dem bewussten Einsetzen der Stimme

Eine lautere Stimme kann man als Mittel nutzen, so zum Beispiel auch im Unterricht, um die Aufmerksamkeit der Kinder wieder auf sich zu lenken oder zu zeigen, dass nun Schluss ist. Dieses Mittel sollte aber nur selten und in wichtigen Situationen eingesetzt werden, damit es nicht seinen Effekt verliert. Zudem muss die Stimme kontrolliert eingesetzt werden und nicht spontan und unkontrolliert.

Methoden

  1. Einstellung: „ Es muss klick machen“

Es ist sinnvoll sich zu vergewissern, dass man das Verhalten des Kindes nicht sofort ändern kann. Worauf man aber einen großen Einfluss hat, ist das eigene Verhalten. Wenn man mit einer Situation unzufrieden ist, dann kann man zunächst die eigene Reaktion auf das Kind verändern.

Und ich denke, dass wird sich auch langfristig auf das Verhalten des Kindes übertragen. Abgesehen davon hilft es mir persönlich, mein Kind mit seinem Charakter, mit seinen ganz eigenen Persönlichkeitszügen, zu akzeptieren.

  1. Praktische „Physical reminders“:

Eine sehr charmante Technik, um die Kinder im Alltag nicht anzuschreien, sind Erinnerungsobjekte.

Gelbe Herzen, schöne Fotos oder etwas anderes Kreatives, Erinnerungsobjekte, die das Herz erfüllen und uns, wie der Name schon sagt, daran erinnern, dass wir unser Kind nicht anschreien wollen.

3. Nach alternativen Verhaltensweisen suchen

Die Frage „In welchen Situationen schreie ich?“ habe ich mir bereits gestellt. Der nächste wichtige Schritt wäre sich zu fragen: „Welche alternative Reaktion ist angebracht und was hilft wirklich?“

  • Ich habe eingesehen, dass mein Kind bestimmte Verhaltensweisen und Persönlichkeitszüge hat. Mit diesen möchte ich richtig umgehen. Zunächst muss ich meine Reaktionen dem Kind anpassen. Dazu soll das Schreien nicht gehören.
  • Ich habe mir Erinnerungsobjekte als Hilfe erstellt.
  • Ich habe mir alternative Verhaltensweisen passend zur Persönlichkeit und zum Alter des Kindes überlegt.
  • Ich habe mir Gedanken darüber gemacht, wie ich Stress abbaue und entspannter werde.

Welche genauen Methoden ich nutze und welche Rolle dabei meine Religion spielt, folgt im meinem nächsten Post.

#7Spielerisch schlauer. Mit Liebe klüger. Trau Dich durch Gebüsche

Trau dich durch Gebüsche.  Warum? Weil das Wandern mit Kindern ein richtiges Erlebnis ist. Dazu muss man nicht unbedingt in den Wald oder lange Strecken zurücklegen. Es reicht schon im nahe gelegenen Park eine kleine Strecke durch Gebüsche und über kleine „Hürden“ zu gehen. Unser Glückskind geht öfter für fünfzehn Minuten mit dem Papa und eine kleine Gruppe von Gleichaltrigen wandern. Dabei wird ein bestimmtes Wanderlied gesungen. Mit Hilfe eines Stockes wird gewandert.

Das ist doch eigentlich die schönste Art von Ausflug. Unkompliziert aber trotzdem spektakulär. Denn aus Kinderaugen ist es schon toll durch unbekannte Wege zu gehen, zu singen, etwas zu finden, kleine Insekten zu beobachten. Wenn die Freunde auf dem Spielplatz den kleinen Ausflug begleiten, ist es umso schöner.

Das Gruppengefühl, die Bewegung, die frische Luft und das Singen, so viel „Förderung“ auf einmal, und das alles auf eine sehr natürliche und kindliche Art und Weise.

Am wichtigsten finde ich, dass dadurch die Naturverbundenheit sowie das Interesse an der Natur und die Vorstellungskraft gestärkt werden.

Eine gute Nebenwirkung ist zudem, dass das Einschlafen nach einem Wandertag besser klappt. Also liebe Eltern, traut euch. Und nutzt den milden Herbst. Traut euch öfter raus mit euren Kindern und traut auch selber mehr Kind und erlebnisfreudig zu sein!

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Im Geo Online Magazin gibt es einen sehr guten  Artikel darüber, dass der Kontakt zur Natur ein  menschliches Bedürfnis ist und wie sehr der  Natur- Entzug Leib und Seele schadet. Zudem wird problematisiert, welche Rolle die Eltern und die Schule dabei haben, dass immer mehr Kinder, viel zu wenig Kontakt zu Natur haben. Folgender Zitat aus dem Artikel sollte Eltern und Lehrpersonen zum Nachdenken bringen:

 

„Neue Situationen zu bewältigen, gewährt Autonomie – und somit die Reifung zur eigenständigen Persönlichkeit. Viele Eltern verplanen stattdessen mit besten Vorsätzen die Zeit ihrer Kinder, finanzieren Cellostunden, einen Judokurs, Fechten auf Englisch, Nachhilfe von Muttersprachlern. Diese Enhancer sollen dem Nachwuchs einen Platz im ersten Rang der Welt-Wettbewerbsgesellschaft garantieren. Zu viel Kontakt mit der Wirklichkeit, der auch Scheitern und Schmerz beinhalten kann, würde diese durchorganisierte Matrix zusammenbrechen lassen. Also geht man Erfahrungen mit Wildheit und Wildnis besser aus dem Weg, versperrt klassische kindliche Erfahrungsräume.“

 

Den Artikel in voller länge findet ihr hier.

Ein sehr spaßiges Wanderlied als Inspiration findet ihr hier.