#6 Spielerisch schlauer. Mit Liebe klüger. Trau Dich zu malen

Hey ihr Lieben!

Die Reihe „Spielerisch schlauer. Mit Lieber klüger” möchte ich in mehreren kurzen Beiträgen solche Kleinigkeiten teilen, die ein Kleinkind in seiner Entwicklung fördern ohne es zu überfordern.

Ich mach mir auch öfter Gedanken, wie ich meine Tochter fördern kann. Es sind viele Kleinigkeiten. Ich versuche mir stetig Hintergrundwissen anzueignen, um diese Kleinigkeiten im Alltag zu integrieren. Ich versuche immer wieder kleine Angebote für meine Tochter spielerisch zu gestalten. Und möchte ich in mehreren kurzen Beiträgen solche Kleinigkeiten teilen!

Manchmal merke ich auch im Nachhinein, dass einige Aktivitäten im natürlichen Alltagsverlauf total förderlich sind und möchte hier darüber berichten.

Glückskindsblog hofft, dass es euch hilft und dass es euch gefällt!

Heute geht es um Malen, und zwar so früh wie möglich:

Schon Kleinkinder kann man Holz- oder Wachsstifte anbieten und sie anregen erste Mal- und Zeichenversuche zu machen.

Besteht Interesse seitens des Kindes wird es bei der nächsten Gelegenheit ohnehin versuchen mit Stift und Papier die Erwachsenen zu imitieren. Die ersten Kritzel-Versuche können Kinder aus motorischer Sicht bereits mit 12 Monaten machen. So hat es auch meine Tochter gemacht.

Es lohnt sich, sich gezielt mit dem Kind hinzusetzten und zusammen zu malen. Auch wenn es nur kurz ist. Mittlerweile kann sie sich selbstständig mit Stift und Papier eine Weile beschäftigen und hat Spaß dran. Auch Kleinkinder können lernen, dass sie nur auf dem Papier malen dürfen und nicht auf die tolle Wohnzimmertapete. Gerade Kinder, die man immer mal wieder auf Papier malen lässt, werden sich diese Regel gut merken können.

Seit kurzem trauen wir uns sogar an Tusche oder auch Fingerfarben, das sogar trotz weißer Möbel.J

Es lohnt sich dem Kind und sich selbst einfach mal etwas „zuzutrauen“. Es macht nicht nur Spaß und ausgeglichener. Es fördert die Kreativität und stärkt das Selbstbewusstsein des Kindes. Was sehr interessant ist, ist zudem, dass es auch die räumliche Intelligenz fördert.

Die räumliche Intelligenz steht in Zusammenhang mit dem Vorstellungsvermögen. Das wiederrum steht in Verbindung mit Farben, Muster und Formen.

Es gibt neben dem selbstverständlich vielfältige Möglichkeiten, um räumliche Wahrnehmung mit allen Sinnen zu trainieren. Das mit dem Malen jedoch ist super alltagstauglich und simpel. Und eine wirklich tolle Gelegenheit durch Tasten und Zeichnen den Raumsinn zu entwickeln.

Glückskindsblog & die Frage nach dem Glück- Leitgedanken von Myriam Francois-Cerrah

Glückskindsblog und andere Mütterblogs zeigen meist die schönen Seiten des Lebens.
Neben bunten Bildern, hellen Farben und heiteren Texten sind zudem leckere Rezepte, Beauty und Lifestyle Empfehlungen zu finden.

Alles, was zum Konzept des „Glückskindes“ mit der glücklichen Mutter und Familie dazu gehört, gestaltet auch andere Blogs und Internetseiten. Höchstens werden die kleinen Probleme und Herausforderungen des Mutterdaseins angesprochen. Diese erscheinen uns in unserem eigentlich sorglosen Alltag groß. Denn in Anbetracht der globalen Armut und des Leidens sind es meist die sogenannten „Erste Welt Probleme“, die uns beschäftigen.

Doch, dass wir nicht ums Überleben kämpfen müssen; Dass wir die essentiellen Lebensgrundlagen wie Sicherheit, Freiheit, Unterkunft und ein gewisses Wohlhaben besitzen, bedeutet dies, dass wir wirklich glücklich sind?

Auf dem Jubiläums Meeting der Muslimischen Jugend Deutschland, welches letztes Pfingstwochenende in Bad Orb stattfand, hat die Journalistin Myriam Francois-Cerrah den inspirierenden Vortrag „The Road to happiness“ gehalten. Die 31 jährige Sozial- und Politikwissenschaftlerin arbeitet als freiberufliche Journalisten unter anderem für The Independet und BBC Newsnight. Derzeit promoviert sie an der Oxford Universität und lebt in London.
Einige ihrer Gedanken würde ich gerne rezipieren und in diesem Artikel unter dem Gesichtspunkt des Mutterdaseins bzw. Elterndaseins miteinbeziehen.

Ein beeindruckender Gesichtspunkt Francois-Cerrahs besteht in der Erkenntnis das
die moderne Definition von Glück stigmatisiert wird. Im Allgemeinen wird Glück festgemacht an Materien, Aktivitäten oder Personen. Sie wird nahezu gleichgesetzt mit Geld und Spaß.

Jeder kennt zwar den plakativen Spruch „ Geld macht nicht glückliche“ aber… An dieser Stelle kommt ein großes „aber“.
Einen großen Einfluss hat die allgegenwärtige Werbung auf unser Unterbewusstsein. Die weltweiten Megakonzerne sind es, die unser aller Bild vom gutem Leben, Genuss, Schönheit und eben auch Glück prägen.

In diesem Zusammenhang stellt Francois-Cerrah die Frage, ob Glück wirklich darin bestünde bei Starbucks einen Kaffee zu trinken und ein gutes Gewissen dabei zu haben, weil es sich um Fair Trade Kaffee handelt. Wir trinken ein überteuertes Prestigegetränk und denken wir tun dabei den armen Kaffeebauern etwas Gutes, obwohl wir tatsächlich nur ein Großkonzern unterstützen.

Ähnliche Beispiele, wie die obige, kann man beliebig weiterbilden. Es geht darum wie sehr die Medien unsere Definition von Glück beeinflussen
Glück wird dank dem ganzen System, indem wir leben unbewusst mit Produkten, Erlebnissen und Situationen in Assoziation gebracht. Unser Gewissen wird ausgetrickst. Medienkampagnen lassen uns glauben, dass wir mit dem Konsum des Produktes „X“ etwas Gutes tun .Für uns und/oder für Andere. Das ist die These.

Glück= Geld, Materie, Spaß, Aktivitäten?

Übertragt man diesen Gedanken auf das moderne Elternverhalten sehen wir, dass viele von uns tatsächlich (unbewusst) diesem Verhaltensmuster verfallen sind. Auch und vor allem im Umgang mit unseren Kindern. Sie sind das Wertvollste in unserem Leben, wir wollen ihnen etwas bieten. Nicht wahr?
Wir wollen, dass unsere Kinder glücklich sind! Was fällt uns spontan dazu ein? Neben Liebe und Zuneigung kommt als Allererstes: das Kaufen! Den schönsten Teddybären, generell die besten und vielfältigsten Spielzeuge, Möbel, Kleidung und, und, und..
Der Babymarkt boomt!

Neben dem Konsumieren brauchen wir meist die Unternehmung, um uns glücklich zumachen. Auch um unsere Kinder glücklich zu machen. Zum größten Spielplatz, zum aufregendsten Freizeitpark oder zum Zoo. Ganz egal. „Nur“ zu Hause zu bleiben ist zu öde und out. Auch die liebe Dajana, eine Bloggermami, problematisiert auf ihren Blog mitkinderaugen.blogspot.de diesen Trend. Den Trend den Kindern immer früher, immer mehr bieten zu wollen.
Sie erwähnt dies im Zusammenhang mit der Frage „Ob es sich die heutigen Eltern das Leben schwieriger machen?“ Selbst schwieriger machen, indem sie sich selbst und ihrer Familie zu hohe Ziele setzten.

Aber eigentlich beschreibt es das gleiche Phänomen. Dieser Drang nach mehr macht nicht nur unser Leben schwieriger. Ich behaupte, es schadet sogar der Lebenserwartung und Lebenswahrnehmung unserer Kinder.

Die „schönen“ Seiten des Lebens gehören natürlich dazu und wir können dankbar für diese Möglichkeiten sein. Diese Möglichkeiten zu genießen und zu schätzen macht uns sicherlich glücklich. Bleiben wir jedoch „nur“ an ihnen hängen werden wir in die Falle der Oberflächigkeit tappen.

Es lohnt sich infolgedessen zu hinterfragen, ob diese „oberflächlichen“ Denk- und Verhaltensmuster uns wirklich erfüllen. Ob diese Lebensweise des Konsumierens ein gutes Bewusstsein für das zukünftige Leben unserer Kinder bietet?

Alle spirituellen Gedanken unabhängig davon aus welcher Religion sie wachsen haben inne, dass sie die wahre Glückseligkeit abhängig von Zufriedenheit und Erfüllung machen.
Diese hängen wiederum von Bescheidenheit, Reinigung der Seele und Disziplinierung des Egos ab, so Francois Cerrah.
Nach dem Motto je weniger, desto besser statt je mehr desto besser. Eher also abhängig von unserer inneren Einstellung als von äußeren Einflüssen.
Das ist leichter gesagt als getan. Denn, Buddhismus ist mehr als die Yoga-Stunde am Sonntagmorgen, Christentum mehr als Ostern und Islam mehr als das Kopftuch! Lernen auf Verzicht verlangt intensivere Beschäftigung mit Spiritualität und Glauben. Dazu gehört eine Lebensphilosophie, Lebensgestaltung in vollen Zügen.

Glückseligkeit durch Verantwortung

Francois- Cerrah stellt die Frage, ob die historisch herausragenden Persönlichkeiten oder auch die Propheten glücklich waren? Waren sie nach unsere Definition von Glück, welches festgebunden an Äußerlichkeiten ist, glücklich? Oder hatten sie vielmehr ein erfülltes, zufriedenes Leben? Sie gibt das Beispiel von Mahadma Ghandi, Mutter Terasa oder auch von den Propheten in Thora, Bibel und Quran deren „Glück“ darin bestand Verantwortung zu übernehmen. Verantwortung für andere Menschen. Ihre Erfüllung und Zufriedenheit war verknüpft mit einem höheren Sinn in ihrem Leben. Diese bestand vor allem darin anderen Menschen zu helfen und ihrem Schöpfer (oder dem höheren Ziel) zu dienen.

Ein weiteres Argument der Journalistin besteht darin, dass zur Erreichung der Glückseligkeit die Loslösung von Neid und Eifersucht sehr grundlegend ist. Dies gelingt durch die Kontrolle des Egos, durch die Erziehung des Charakters.

Wie kann ein Mensch der nur „ich, ich und nochmal ich“ sagt sowie denkt ertragen, wenn andere Menschen glücklich sind? Wenn andere Menschen etwas erreichen oder besitzen? Und ganz egal, wie viel ein egoistischer Mensch selbst besitzt, wird er immer ein Auge auf „die Anderen“ werfen und sich mit ihnen vergleichen. Doch solch ein Verhalten schadet lediglich dem Neider selbst. Oder was denkt ihr?

Kein Mensch ist perfekt und alle müssen mit dem eigenen Ego kämpfen! Jeder kann seinen Weg finden, um mit seinen Schwächen umzugehen. Vielleicht werden einige auch gar nicht diese Ansichten teilen. Doch mich persönlich haben diese Thesen von der englischen Journalistin zum Nachdenken gebracht. Ich wünsche meiner Tochter nämlich nicht, dass sie ihr Glück von Menschen, Geld oder Ausflügen bzw. Partys abhängig macht.

Wie kann ich also die Balance zwischen Bodenständigkeit und Verwöhnung in meinem Erziehungsstil finden?

Immer mehr beobachte ich außerdem, dass den jetzigen Kindern die Freude und die Begeisterung an jeglichen Sachen fehlt. Sie wirken so „cool“, so dass sie gar Nichts mehr „schockiert“ oder „begeistert“. Sie besitzen und erleben anscheinend so viel, dass sie alles nur noch langweilt.

Natürlich überspitze ich die Situation einen wenig aber sehe ich das richtig?

Ich frage mich: Was kann ich tun, um meinem Kind ein anderes, tiefgründiges Bild vom Glück zu vermitteln, als es das kapitalistische System tut? Ohne dabei die Freuden des Lebens zu ignorieren.

Die erste und sogar einzige Antwort besteht wieder einmal darin – wie in allen Erziehungsfragen- selbst ein gutes Vorbild zu sein. Vorleben zu teilen, zu helfen, sich auch mit weniger zufrieden geben.

Daneben fallen mir Strategien ein, wie:

– als Belohnung oder Geschenk etwas zu verschenken, wie einen
gemeinsamen Spaziergang, statt das neuste Playstationspiel
– mehr Zeit, Liebe, Verständnis und Zuneigung zu geben
– auch mal „Nein“ zu sagen an der Supermarktkasse
– bei älteren Kindern das Gespräch suchen
– die Aufklärung über notbedürftigen Menschen weltweit
– Gemeinsam Geld sammeln für eine Spende, die sich das Kind
selbst aussuchen darf
– Schöne Geschenke an gleichaltrige machen
– Älteren Menschen, vor allem den Großeltern helfen
– Religiöse, menschliche Werte vermitteln

Was denkt Ihr ist noch wichtig? Welche Strategien habt Ihr? Und wie steht Ihr zu diesem Thema? Es würde mich freuen, wenn Ihr eure Meinung unten in die Kommentare schreibt.

Strahlende Kinderaugen wünscht euch Glueckskindsblog!

#Kurz Nachdenken: Heute Egoismus beim (Klein-)Kind

Meine süße, strahlende Maus. Mein ein und alles. Kaum zu glauben, ich muss zugeben, sie ist egoistisch. Wenn wir zusammen malen, will sie aus dem nichts heraus den Stift, den ich halte. Obwohl sie einen selbstausgesuchten Stift bereits in der Hand hält.
Sie will immer die besetzte Schaukel. Sie will das schönste Spielzeug nicht teilen. Und wenn es drauf ankommt, erzwingt sie lautstark oder handgreifglich ihren Willen. Und, und, und…

Mein Kind ist egoistisch. Das ist für eine Mutter nicht leicht über die Lippen zu bringen.
Meines Erachtens ist es ferner nicht richtig diesen Schluss zu ziehen. Deswegen ist der obige Text auch nur Sarkasmus.
Es besteht nämlich bei solchen Aussagen zum Charakter des Kindes die Gefahr das Kind in dieser Charaktereigenschaft zu stigmatisieren.
Das heißt, egal wie genervt und verzweifelt man tatsächlich auf dem Spielplatz ist, sollte man nicht sagen oder auch denken, dass das eigene Kind egoistisch ist.
Bei einem Kleinkind, was beispielsweise nämlich erst zwei Jahre alt ist wäre es viel zu früh diese Aussage zu fällen. Jetzt schon diesen Schluss ziehen und sie daran festzunageln wäre darüber hinaus ein großer Fehler.

Ein türkisches Sprichwort besagt sinngemäß: “Nenne Jemanden vierzig Mal „dämlich“, dann wird er wirklich sicherlich.“

In der Psychologie nennt man dieses Phänomen stigmatisieren. Jemanden aufgrund seines Verhaltens oder seiner Eigenschaft an etwas „festbinden“. Eltern, Lehrer , das Umfeld. Wenn wir eigentlich berechtigt, also auf Grundlage des Verhaltens des Kindes eine verallgemeinernde Aussage über das Kind, fällen, dann kann es leicht passieren, dass sich das Kind in dieser Rolle hineinsteigert.
Dies gilt übrigens ebenso für Erwachsene. Die Kindheit jedoch prägt als eine besonders wichtige Entwicklungsphase den Charakter des Menschen sehr stark. Sie bedarf in so fern einen sensiblen Umgang bei solcher Art von Stigmatisierungen.

Denn schaut man genauer hin, sieht man möglicherweise, dass das Verhalten des Kindes entwicklungsbedingt, demgemäß also normal ist. Oder man erkennt, dass es sich nur in bestimmten Situationen so verhält. Und wiederum in anderen Situationen das sozial gewünschte Verhalten zeigt.

Gucke ich zum Beispiel genauer hin sehe ich, dass meine kleine Tochter in der Tat mal gerne teilt. Auch mal teilen kann. Zum Beispiel ihre Kekse. Oder desgleichen beim Spielen.
Trotzdem sehe ich öfter ein –sozusagen- unerwünschtes Verhalten meines Kindes in Umgang mit anderen Kindern. Ich beobachte und sehe das Verhalten. Rede es mir nicht gut oder ignoriere es. Aber ich bezeichne mein Kind deswegen nicht als egoistisch oder baue negative Gefühle gegen dieses Verhalten auf.

Wichtig ist, im Bezug auf „Egoismus“ im Kleinkindalter, zu wissen, dass Kleinkinder nicht egoistisch sondern Ich- Bezogen sind. Babys/ Kleinkinder können noch nicht wahrnehmen, dass andere Menschen Bedürfnisse haben, die gestillt werden müssen. Zunächst streben sie danach, ihren Hunger stillen zu lassen, sich versorgen zu lassen, ihre Wünsche zu äußern. Dies ist eine lebenswichtige, angeborene Eigenschaft. Wie stark sich aber diese Äußerungen zeigen, variieren je nach Temperament des Kindes.

Zur Mitleid und Trost sind Kinder relativ früh fähig. Ein Sinn für Gerechtigkeit entwickelt sich jedoch erst mit ungefähr sieben Jahren.
Wichtig, wie bei jeder erzieherischen Angelegenheit, ist es hier auch gewünschtes Verhalten zu bestärken, zu loben.
Sehr wichtig ist es zudem zu Wissen: Die Aufgabe der Eltern und anderen Bezugspersonen besteht darin, ein gutes Vorbild zu sein. Soziales Verhalten wird in erster Linie nachgeahmt. Zudem muss soziales Verhalten geübt werden.
Deswegen stellt der Kontakt zu anderen Kindern eine wichtige Rolle dar. Erfahrungen beim Spielen prägen. Wer ist wohl beliebter im Kindergarten oder bei den Nachbarskindern. Der „Egoist“ oder der, der gerne teilt!?
Auch Rollenspiele können helfen. „Komm mein Schatz wir kochen zusammen und jeder Puppe kriegt ein Teil ab.“ Oder „Du darfst heute mein Schal tragen und ich deine kleine, süße Tasche.“
Anstatt auf dem Spielplatz oder zu Hause mit anderen Mütter vertieft zu klönen, können wir (nebenbei aber) aufmerksam unsere Kinder beim Spielen beobachten und sie beim Spielen anleiten.

Mit fortschreitendem Alter kann man mit dem Kind über das Thema sprechen. Und je älter es wird, sollte es auch besser begreifen können, dass Egoismus sozial unerwünscht ist. Auch die Vermittlung religiösen Werten kann helfen.

Ja, man muss an soviel denken. Es ist wirklich nicht einfach☺. Aber seien wir doch ehrlich: In der hiesigen Zeit versorgen wir kleine Prinzessinnen und Prinzen, die viele Freiheiten und Materien besitzen. Da besteht wirklich die Gefahr Tyrannen gedeihen zu lassen.

Die richtige Balance zwischen Freiheit und Grenzen gehört zu den wichtigsten und schwierigsten Erziehungsaufgaben.

Mehr zum Thema unter folgen Quellen:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/egoistische-vorschueler-kleinkinder-koennen-nicht-fair-sein-a-574807.html

http://www.t-online.de/eltern/kleinkind/id_18407262/erziehung-ziehen-eltern-nur-noch-kleine-egoisten-heran-.html

http://www.netmoms.de/magazin/kinder/erziehung/wenn-dein-kind-egoistisch-ist/

#5 Spielerisch schlauer. Mit Liebe klüger. Ministeps Bücher

Die Bücher aus der Ministeps Reihe vom Verlag Ravensburger sind meine Lieblinge!

Warum? Da habe ich gleich mehrere triftige Gründe.

Zunächst. Schlicht und einfach, sie begeistern meine Tochter schon seit –sozusagen- immer. Bereits mit zwei Monaten habe ich ihr an die Kinderwagenstange ein kleines Ministeps Büchlein angehängt. Bis sie irgendwann aufmerksam darauf wurde. Erst mal hat sie sich nur kurz mit den Bildern beschäftigt. Zunächst sehr kurz trafen ihre Blicke die Bilder/Farben. Später, zusammen mit ihrer körperlichen und seelischen Entwicklung, hat sie sich intensiver mit dem Büchlein beschäftigt. Seit dem liebt sie es zur meiner Freude Bücher und guckt sie regelmäßig an.

Vor allem die Ministeps Bücher sind es, die ich in ihrer Hand öfter sehr. Es sind auch wieder diese Bücher, die wir uns gerne zusammen angucken. Jetzt, aktuell, sind es zwei Ministeps Bücher ihre Lieblinge.

Ein Pädagogen-Auge erkennt schnell die Stärken dieser Bücher. Es rührt nämlich nicht von ungefär, dass viele Kinder ausgerechnet diese Bücher ansprechend finden. Und nicht ohne Grund gehören sie zu der Grundausstattung vieler Familien.

Die Bücher sind nach Alter und Entwicklung der Kinder konzipiert. Was kann das Kind schon? Welche Herausforderungen in der Entwicklung stehen dem Kind noch bevor? Was beschäftigt gerade Mutter und Kind?

Mit sechs Monaten zum Beispiel sind das Fühlen, das Greifen und das Anknabbern die wichtigsten Entwicklungsziele. Ein wichtiges Thema in dieser Entwicklungsphase: der erste Brei. So findet man ein Buch mit Kunststoffecken zum Knabbern in dem unterschiedliche Kinder Essen.

Die Themen sind folglich lebensweltnahe. Die Aufmachung begeistert ebenfalls. Dazu gehören schöne Farben und Bilder. Aber auch einige „Extras“ zum Beispiel zum Fühlen, Drücken, Aufmachen oder auch Reingucken. Diese „Extras“ reizen sowie fördern verschiedene Sinne.

Lieder und Reime nehmen eine essentielle Rolle bei der kindlichen sprachlichen Entwicklung ein. Auch diese werden meist in die Bücherreiche integriert.

In einigen Thematiken werden die soziale Kompetenzen der Figuren unterstrichen. Dies imponiert geschickt, dass die Kinder diese sozialen Kompetenzen nachahmen.
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Mit achtzehn Monaten entwickeln Kinder ein Ich Bewusstsein. Passend dazu das Buch „Hier bin ich! Siehst du mich?“
Im gleichen Alter können sich Kinder Tiernamen merken, Tiere wieder erkennen. Dementsprechend wurde das schöne Buch „Hab dich lieb, kleiner Elefant entwickelt.

Das Buch „Ich mag Frühling, Sommer Herbst und Winter“ fasziniert kleine, süße Kinderaugen mit Überraschungen und Tollen Bildern. Es lässt das Vorlesen melodisch klingeln, da sie Reime beinhaltet.

Also liebe Mütter guckt euch die Bücher an und denkt dabei an das Alter und an das aktuelle Interesse eures Kindes.

http://www.amazon.de/ministeps®-Bücher-Frühling-Sommer-Monaten/dp/3473316040

Viel Spaß, beim Lesen mit euren Süßen, wünscht euch Glückskindsblog!

#4 Spielerisch schlauer. Mit liebe Klüger. Springen, toben, laufen: ich will die Welt erkunden.

Das Bewegung und frische Luft Erwachsenen sowie Kindern gut tut ist eine Alltagsweisheit.
Aber wissen wir, wie wichtig es wirklich ist?! Ich selbst kritisiere mich immer wieder, dass ich nicht oft genug und nicht lang genug mit meiner Tochter rausgehe. Der Vormittag geht meistens für den Haushalt „flöten“. Erst Nachmittags kommen wir raus.
Doch gerade bei gutem Wetter schaffen wir es immer häufiger und länger raus zu gehen.

Auf dem Spielplatz.
In den Park.
Spazieren.

Warum ich so sehr Wert drauf lege? Andere Mütter werden mich bestimmt bestätigen.

Mein Kind wird ausgeglichener, schläft abends besser und ich habe weniger Stress und Arbeit in der Wohnung. Vor allem hat meine Tochter einen riesen Spass. Wichtig für mich ist Naturverbundenheit. Blätter, Blumen und Sand anfassen, riechen und richtig dreckig werden!

Was hat dies mit spielerisch schlauer und mit lieber klüger zu tun?

Ärzte und Pädagogen empfehlen und fordern, dass sich Kinder täglich mindestens 60min bewegen sollten. Diese Forderung hat triftige Gründe.

Bewegung fördert nicht nur die körperliche Gesundheit sowie Entwicklung. Sie stärkt nicht nur die Abwehrkräfte
Sondern macht Kinder auch „schlauer“!!

Wie das geht?

Kinder lernen überall und immer. Laut gängiger Pädagogenmeinung kann nichts dagegen machen;-) Aufgabe der Eltern, Erzieher und Lehrer ist es richtige Angebote, Methoden sowie Alternativen dem Kinde zu bieten. Statt es dem Zufall zu überlassen, können wir den Alltag so planen, dass Kinder gute Anregungen bekommen.

So lassen sich mehr Nervenverbindungen im Gehirn aufbauen und formen.

Es ist leichter, als es klingt. Sinn dieser Beitragsreihe ist unter anderem genau das klar zu machen. Im Alltag stecken so viel Möglichkeiten, die unsere Kinder fördern.

Die vielfältigen Anregungen im Freien und bei der Bewegung sind nicht zu unterschätzen. Motorische Bewegungen: Rennen, springen, toben reizen das Gehirn, so dass auch die Gehirnregionen, die für sprachliche und mathematische Intelligenz zuständig sind, aktiviert werden. Fingerfertigkeit (Feinmotorik) und sprachliche Entwicklung hängen eng mit einander zusammen.
Wenn wir zudem mit den Kindern im freien Sprechen, ihre Umwelt erklären oder ihre Tätigkeiten benennen, dann unterstreichen wir dieses Zusammenspiel von Handeln, Hören und Sprechen.

Motorische Geschicklichkeit, Körperbeherrschung, räumliche Orientierung helfen bei der Bewegung im Zahlenraum. Deswegen ist es wichtig Kinder frei toben zu lassen ohne angst zu haben, dass ihnen was zustoßen könnte.

Deswegen bin ich der Meinung, dass gestellte Situationen in Kursen, die Regeln und Zwänge in der Wohnung den Kindern nicht gut tun.

Elite Kindergärten, Frühförderung in irgendwelchen Kursen scheinen bei diesen Fakten nicht mehr so wichtig. Oder? Einfach mal bewusster im Alltag agieren und Chancen ergreifen.

Wenn ihr mehr und detaillierte Informationen zu diesem Thema haben wollt, lest einfach meine Hauptquelle für diesen Artikel. Er ist wirklich sehr interessant.

http://www.elternwissen.com/gesundheit/sport-fuer-kinder/art/tipp/klettern-toben-rennen-wie-ihr-kind-von-bewegung-profitiert.html

#3 Spielerisch schlauer. Mit liebe klüger. Unterhalten. Reden.

Mit dem eigenen Kind zu sprechen ist förderlich! Egal wie alt das Kind ist. Selbstverständlich ändert sich Inhalt, Art und Häufigkeit des Sprechens je nach Alter des Kindes. Und ja, es hört sich simpel an: Sprechen. Was soll daran besonders sein?!
Tagtäglich beobachte ich aber, dass es zwischen dem ganzen Alltagsstress, den Handys, Laptops und dem Fernsehen gar nicht mehr so selbstverständlich ist. Dass nur noch flüchtig miteinander gesprochen wird.
Ich sehe auch gelegentlich, dass Kinder gar nicht als volle Unterhaltungspartner wahrgenommen werden.

Schade, denn durch einfachste Unterhaltungen im Alltag kann der Wortschatz sowie die Allgemeinbildung des Kindes erweitert werden. Viel wichtiger: Durch den Austausch wird die emotionale Bindung, die Mutter-Kind Beziehung gestärkt. Es stärkt das Selbstbewusstsein des Kindes, da es sich ernst genommen fühlt.

Eltern sollten in dem Bereich sensibel sein und Wege suchen in Verbindungen mit dem Kind/ den Kindern zu bleiben. Gesprächssituationen zu suchen und zu schaffen.

Zum Sprechen mit Babys und Kleinkindern:

Schon mit Neugeborenen kann und sollte man sprechen. Leise singen, Bittgebete vorlesen, unterhalten.

Seit dem ersten Augenblick, indem ich meine Tochter in meinen Armen hatte, habe ich mit ihr geredet. Das kam völlig aus dem Herzen. Später aber habe ich bewusst mit meinem kleinen Baby geredet. Beim Wickeln erzählt, was ich mache. Wenn Besuch erwartet wird, habe ich es ihr angekündigt. Inhalt ist eigentlich unrelevant.

Jetzt ist sie zwei und besucht drei Mal die Woche den Kindergarten. Von Anfang frage ich, was sie gemacht hat, ob sie gespielt oder gegessen hat. Am Anfang hat sie nur genickt. Oder wiederholt, was ich gesagt habe.

Nun nach vier Monaten. Bei der Abholung fängt sie schon an: „Mama, ich gegessen. Mama, Tom gespielt. Apfel gegessen.“ Oder ähnlich. Und das macht mich richtig glücklich.

Bei Grundschulkindern, pubertären Jugendlichen sind die Voraussetzungen anders und oft auch komplizierter. Am besten von klein auf das Sprechen mit dem Kind zu eigen machen und hoffen, dass es mit Jahren erhalten bleibt.

Hilfreiche Tipps zu der Kommunikation mit Kindern findet ihr auf dem folgenden Link.

http://www.netmoms.de/magazin/kinder/erziehung/9-regeln-fuer-die-kommunikation-mit-kindern/

#2 Spielerisch schlauer. Mit Liebe klüger. Spielen mit Bauklötzen.

Der Klassiker. Das Spielen mit Bauklötzen fördert die Kreativität, die Feinmotorik und die Auge- Hand- Koordination. Zudem fördert das Spielen mit den verschiedenen rechteckigen Formen die mathematische und räumliche Intelligenz. Die pädagogischen Aspekte bei dem Spielen mit Bauklötzen sind vielerorts nachlesbar.

Was ich gerne teilen möchte ist:

Als ich die Bauklötze vor 7 Monaten gekauft habe, war ich enttäuscht, dass meine Tochter gar nicht mit ihnen spielen wollte. Schade, dachte ich. Sie sind doch förderlich.

Die Kiste diente höchstens als Tragetasche und war lange im Schrank platziert. Anders war es mit Lego. Davon war meine Tochter von Anfang an begeistert. Bis ich irgendwann vor paar Wochen meiner gelangweilten Tochter wieder die Bauklötze anbot. Diesmal war sie froh über mein Angebot.

Seit dem spiele ich öfter mit ihr zusammen und nutze die Gelegenheit ihr die Farben beizubringen. Sie kann sich auch selbst damit beschäftigen. Worüber ich sehr froh bin. Ich lobe sie für ihre kleinen Türme. Denn positive Verstärkung ist das beste Mittel zur Motivation.

Daraus habe ich gelernt, dass man nicht aufgeben und ein Spielzeug dem Kind ruhig öfter anbieten sollte. Jetzt stehen erst Mal die Legos in einer Ecke. Abwechslung tut den Kleinen einfach gut. Ein kleiner Tipp am Rande… Einfach mal Spielzeug zwei Wochen verstecken und dann rausholen.

#1 Spielerisch schlauer. Mit Liebe klüger. Die Einführung

Frühförderung ist seit einigen Jahren ein großes Thema. Vor allem ehrgeizige Eltern aus der Mittelschicht und natürlich drüber wollen keine Zeit bei der Förderung ihrer Kinder verlieren. Der Trend der Frühförderung kommt aus den USA und entspringt aus den relativ neuen Erkenntnissen der Hirn- und Kindheitsforschung. Seit  ungefähr dreißig Jahren entwickelt sich die Wissenschaft in diesen Bereich rasant. Wichtige Erkenntnis, aber eigentlich nicht unbekannt: Das menschliche Gehirn ist in kindlichen Jahren so formbar, wie später nie wieder. Nicht umsonst heißt es also :

Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer.

Oder ähnlich auf türkisch:

Ağaç yaş iken eğilir.

Beispielsweise bis zum fünften Lebensjahr werden die Sprachen, mit denen das Kind im Kontakt steht, in die selben Gehirnregionen abgelegt, wie die Muttersprache. Zudem weiß man, dass sich die meisten Verbindungen zwischen den Nervenzellen in der Kindheit  bilden und diese Verknüpfungen können die Eigenschaften sowie Fähigkeiten eines Menschen lebenslang prägen. Es gibt zahlreiche weitere neurowissenschaftliche Ergebnisse aus dem Labor, aus Studien und ähnlichen. Diese sollte man auch in Erwägung ziehen. Doch kann man nicht ausgehend von solchen Ergebnissen neun Monate alten amerikanischen Babys  auf der chinesischen Hochsprache Mandarin vorlesen und erwarten, dass sie diese annehmen, wie ihre Muttersprache. In Amerika werden solche Förderungsangebote wirklich gemacht.

Babyturnen, Babymassage, Babyschwimmen, Englischunterricht mit drei, Nachhilfe schon in der Grundschule, unbegründet Ergo, Lego- oder Reittherapie. Auch in Deutschland ist die Frühförderung im Trend. Die Therapie sollte man natürlich bei Notwenigkeit in Anspruch nehmen. Ob all diese Angebote nützlich sind und welches davon wirklich notwendig ist, sollte man sich als Eltern gut überlegen.

Denn..

Diese aufgezählten Angebote sind alles gestellte Situationen. Wie wäre es, wenn man im häuslichen Bad aus dem Waschen ein Wassererlebnis macht. Bisschen Musik, bisschen hin und her führen des Kindes im Wasser. Nach dem Bad schön eincremen und dann zusammen kuscheln?! Ich bin nicht gegen diese Kurse. Aber plädiere dafür „diese Förderung“ des Kindes in den natürlichen Alltag zu integrieren. Dem Kindergarten- und Grundschulkind jeden Abend vorzulesen, sich darüber oder über andere Themen in Ruhe zu unterhalten ist die beste Förderung für das Kind. Das kann so einige Nachhilfestunden ersetzen.

Erziehung, Förderung und Bildung müssen, um wirklich erfolgreich zu sein, vor allem eins sein: Authentisch! Im Leben, im Alltag des Kindes integriert.

Auch in der Schule ist die Unterrichtssituation gestellt. Deswegen wird das Gelernte meist im Kurzzeitgedächtnis abgespeichert. Für das ganze Leben hingegen lernt man, wenn man mit Begeisterung etwas selber tut. Durch ausprobieren, durch aktives handeln und wirkliches Interesse lernt man meist für das ganze Leben. Lehrer werden von der Schulbehörde deswegen immer mehr aufgefordert Unterrichtsstoff zu bieten, welches aus der Lebenswelt der Kinder ist. Unterricht so zu gestalten, dass Kinder auch selbst handeln und probieren können.

Auch als Eltern kann ich es auch ans Herz legen, statt Baby Einstein Unterricht, Kinder-Wellness und Frühenglisch, statt übertriebene Frühförderung, wie in Amerika… Einfach spielerisch und liebevoll mit dem Kleinkind umgehen. Denn eigentlich wissen Eltern intuitiv, wie man in welchem Alter mit dem Kind umgehen sollte. Wenn wir mit Babys zum Beispiel in einem hohen Ton und übertriebene Mimik reden, ist dies genau richtig. Und das machen wir doch eigentlich automatisch. Ich mach mir auch öfter Gedanken, wie ich meine Tochter fördern kann. Beziehungsweise überlege ich mir, was sie fördert. Es sind viele Kleinigkeiten. Ich versuche mir stetig Hintergrundwissen anzueignen, um diese Kleinigkeiten im Alltag aufzubauen oder neue Angebote für meine Tochter spielerisch im Alltag einzubauen.

Mit der neuen Reihe „#Spielerisch schlauer. Mit liebe klüger“ möchte ich in mehreren kurzen Beiträgen solche Kleinigkeiten teilen! Glückskindsblog hofft, dass es euch hilft und dass es euch gefällt!

730 Tage als Mutter.Was verändert sich nach einem Kind?

Meine Tochter ist zwei Jahre alt geworden. Ein Grund für mich für ein Resümee der letzten
730 Tage als Mutter zu machen.

Was verändert sich nach einem Kind? Die Frage kann nur subjektiv beantwortet werden. Ich würde rückblickend sagen, dass sich sehr viel aber gleichzeitig auch sehr wenig verändert.
Die Antwort steckt in dir selbst. Sie kann vom Kind zu Kind sowie von Mutter zu Mutter ganz anders aussehen.Trotzdem gibt es sicherlich einige Punkte, bei denen sich die Antworten wohlmöglich treffen.

Das Zeitgefühl

Was sich ganz sicher verändert hat:  Das Gefühl, dass die Zeit viel schneller vergeht. Sie vergeht wirklich wie im Fluge. Gucke ich mir Bilder vom ersten Geburtstag meiner Tochter an, wunder ich mich, wie fix ein Jahr vergangen ist. Damals noch wackelig auf den Beinen,versuchte sie zu gehen. Entwickelt sie sich in einem Jahr zu einem kleinen Mädchen, welches reden, laufen, hüpfen und springen kann. Die übliche Entwicklung, die aus Mutteraugen aber trotzdem etwas ganz Besonderes darstellt.IMG_4598-2 Noch im Mutterleib, dann ein hilfloses Neugeborenes, schnell ein aufgewecktes Kleinkind.

An Kindern sieht man wie die Zeit vergeht. Das hab natürlich nicht ich erfunden oder als Erstes erkannt. Aber nun erlebe ich es! “ Kinder wie die Zeit vergeht!“ Es gibt sogar ein schönes Gedicht dazu, was ich euch an  dieser Stelle gerne verlinke. http://heinzschenk.com/14,0,kinder-wie-die-zeit-vergeht,index,0.html

 

Die Verantwortung

Die wichtigste Aufgabe und gleichzeitig die größte Veränderung ist meiner Meinung nach -die Verantwortung- . Verantwortung für das neue Leben, das eigene Kind zu übernehmen. Verantwortung umfasst viele Facetten des Lebens. Genau deswegen ist sie für mich die wichtigste Veränderung.

Verantwortung für das Kind zu haben reicht von der Ernährung, der finanziellen Versorgung,  der seelischen Fürsorge , bis zur Bildung und Erziehung des Kindes. Durch die Verantwortung entwickelt sich eine gewisse Reife und ein Zuwachs an Lebenserfahrung. Vielleicht wird man sogar ein wenig erwachsener. Man fühlt sich und sollte sich auch für so viel Neues verantwortlich fühlen. Ein Kind zu haben, Kinder zu haben ist eine Aufgabe für das ganze Leben. Egal wie alt das Kind oder die Kinder werden. So zu mindestens in meinen Augen.

Das besondere an dieser Lebensaufgabe ist, dass sie sehr dynamisch ist. Das spürt man bereits mit einem zwei Jährigem Kind. Die Zeit bis zur Vollendung ihres ersten Lebensjahres war anders als ihr zweites Lebensjahr. Und von Jahr zu Jahr werden die Herausforderungen und Aufgaben sich immer wieder ändern. Als ich im Buch „Erziehung ohne Frust und Tränen. Das liebevolle Elternbuch“ von Elisabeth Pantley folgenden Abschnitt las, konnte ich mich mit der Aussage vollkommen identizifieren:

 

“ Und kaum fühlen wir uns im Umgang mit dem Baby sicher und wohl, stellen wir fest, dass vieles dessen, was wir erlernt haben, sich nicht mehr auf ein sprechendes, laufendes Kleinkind anwenden lässt. Wir passen unseren Ansatz an – und sind erstaunt, wenn wir wenig später ein Vorschulkind vor uns haben. Dieses wird zum Schulkind zum Teenager.. macht irgendwann seinen Schulabschluss, fängt an zu studieren und ist erwachsen. Es gibt keinen <<Aus-Schalter>> (….)“ (Seite 13)

IMG_6803_Fotor_CollageIch bin erst beim Kleinkind und habe keine erwachsenen Kinder. Ich kann aber berichten, dass sich die Anforderungen, in einer so kurzen Zeit, sehr oft geänderten haben. Im ersten Jahr des Elterndaseins kann es sein, dass man sich durch sein ausgeprägtes Beschützerinstinkt wirklich fragwürdig verhält.
Vor allem in den ersten Wochen kontrolliert man in unregelmäßigen Abständen die Atmungen des Kindes, wenn es zu lange schläft. Springt bei jedem Weinen oder dem kleinsten Geräusch auf. Die kleinste räumliche Trennungen kann schwer fallen. Jede Entwicklung wird bemerkt und die Entwicklung wird dank Smartphone in über tausend Bildern festgehalten. Verrückt. Oder?
Naja wenigstens wird man mit der Zeit lockerer. Im zweiten Lebensjahr entwickelt sich das Kind weiter und somit gestaltet sich der Alltag anders. Einige Erfahrungen sind gesammelt und somit nimmt auch das übertriebene Beschützerverhalten ab. Es kommen aber nun andere Hürden, wie zum Beispiel das Trotzverhalten des Kindes.

Neben dem veränderten Zeitgefühl und der gewachsenen Verantwortung kommt ein weiter Punkt als Veränderung dazu, den ich „Glück und die Härten des Glücks“ nenne.

Glück und die Härten des Glücks

Ein Kind zu haben bringt sehr viel Glück mit sich. So ist es zu mindestens in den meisten Fällen. Ich betrachte Kinder zu bekommen als ein kleines Wunder und ein großes Geschenk von dem Schöpfer. Mit meiner Tochter fühle ich mich seltener allein, habe eine kleine Freundin und Spielkameraden dazu gewonnen. Im Alltag entwickeln sich viele witzige und freudige Momente. Und strahlende Kinderaugen stecken auch die Eltern mit Freude an.

Aber Kinder zu haben heisst aber nicht gleich das vollkommene Glück zu besitzen. Das wissen Eltern allzu gut.

Auf jeden Fall muss man eingestehen man ist gebundener, unflexibler. Öfter schlaflos und genervt. Hat eventuell weniger Zeit für Familie, Freunde und als Paar. Konnte man Karriere oder Freizeit ohne Kind „leichter“ planen ändert sich dies. Auch nach einem Kind ist noch alles möglich. Je nach Paar, Beruf usw. ist alles möglich. Es geht nur darum zu unterstreichen, dass nun ein sehr wichtiger Faktor /Einfluss im Leben dazu kommt, den man in fast allen Entscheidungen berücksichtigen muss.

Die Interessen ändern sich teilweise. Spielplatz und Kinderarzt stehen nun im Terminplan statt Café-oder Stadtbesuche. Zudem ist das Putzen und Kochen, die Umsorgung der Familie eventuell wichtiger als früher. Man trifft sich aus pragmatischen Gründen lieber mit Menschen, die gleichaltrige Kinder haben statt mit alten Jugendfreunden. Die Liste kann noch weitergehen.

Angelegenheiten,die vor dem Mutterdasein für sehr wichtig erklärt wurden, werden auf einmal total unwichtig. Und umgekehrt wird Unwichtiges total wichtig. Für mich hiess das, um ein konkretes Beispiel zu geben, dass ich es mit dem Referendariat nach dem Studium nicht so eilig habe. Ohne Kind wäre dies anders! Dann gibt es wiederum Sachen, die sich nicht ändern. Das sind zum Beispiel persönliche Ziele, Eigenschaften und Interessen, die man mit dem Mutterdasein oder Vaterdasein vereinbaren kann und irgendwie muss.

„Das Zusammenleben von Kindern ist oft begleitet von Arbeit, Verzicht, Sorgen, Diskussionen, Auseinandersetzungen und Streit. Es ist somit wichtig, auf diese „Härten des Glücks“ als Eltern gut vorbereitet zu sein. Umso mehr kann man dann die goldenen Momente genießen, wenn die Kinder zufrieden lächeln, uns auf den Schoß klettern, uns einen Gutenachtkuss geben.“ (Aus Starke Kinder brauchen Starke Eltern von Honkanen-Schoberth)

 Ich würde gerne wissen, was Ihr als größte Veränderung in eurem Leben, nach einem Kind, betrachtet?

 

 

 

Hilfe, mein Kind ist in der Trotzphase! Wenn dein Baby zum „Monster“ wird.

 

 

Heute haben mich mindestens zwei nahestehende Personen bemitleidet, weil meine Tochter so anstrengend sei. Die Blicke und das verlegene Lachen während meine Tochter schreibt sprachen Bänder.

Ja, das  stimmt. Es ist wirklich nicht leicht. Sie schreit sehr laut und aus dem tiefsten Herzen, zieht die beste beleidigte Miene und ist eine Weltmeisterin in „sich mit dem Po auf den Boden zu schlagen“. Wenn sie einmal in Fahrt ist, dann kann man ihr nichts mehr recht machen. Die sonst geliebten Dinge, wie Naschkram oder Spielzeuge, bringen überhaupt nichts.Zudem hat sie ein neues Hobby: Gegenstände rumschmeißen.

Kurz gefasst: Sie trotzt wie im Bilderbuch.

Dafür lacht und singt sie laut, freut sich mit den Worten „Ja, jippie, juhu!“
Sie ist einfach ein Sonnenschein, wie im Bilderbuch. Sie hat einfach Temperament. Sie ist selbstbewusst. Und das finde ich super.

Aber deswegen brauche ich kein Mitleid. Ich gehe ml davon aus, dass es vielen anderen Müttern genauso geht. Ich hoffe es jedenfalls. Denn irgendwie tröstet es einen.

Vor allem, wenn das eigene Kind im so genannten „Trotzalter“ ist, kann es sehr anstrengend für die Eltern werden. Gerade sind das Zahnen und die größten Entwicklungssprünge vorbei, überrollt die Trotzphase die Eltern. Eine Pause sein Ihnen nicht gegönnt.

Was ist die Trotzphase genau?

Mit der wachsenden motorischen Entwicklung und dem neuen Ich-Bewusstsein entwickeln Kleinkinder ab anderthalb Jahren immer mehr ihren eigenen Willen. Sie entdecken ihre Wünsche und Ziele. Diese Wünsche und Ziele sind natürlich nicht immer realisierbar und stimmen mit den Zielen der Eltern und der Umwelt nicht überein. Damit müssen die kleinen Rotznasen erst Mal lernen fertig zu werden.  Zudem kommt der wachsende Drang nach Selbstständigkeit. Selber essen, selber anziehen, selber machen. Wenn das alles nur auf Anhieb klappen würde! Wenn Schuhe oder Löffel rumfliegen, dann höchstwahrscheinlich aus Verzweiflung. Da nun „das Ich“ im Mittelpunkt steht, fällt es den Kindern außer all dem auch schwer mit anderen Kindern zu teilen. Ihre Schmerzgrenze ist im Allgemeinen sehr niedrig. Es kann laut werden! Je nach Temperament und Persönlichkeit kommt es immer mehr zu Wutanfällen, zum Weinen sowie zur Gespuse und Gehaue.

Nicht ohne Grund also wird diese Phase auch die „ kleine Pubertät“ genannt. Von der Trotzphase habe ich schon oft gehört aber von der kleinen Pubertät eher nicht. Doch nach eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass dieser Vergleich von Psychologen stimmt.

Bevor ich mich intensiver mit dem Thema befasst habe, dachte ich wirklich, ich habe mit der Erziehung meines Kindes schon nach zwei Jahren versagt. Warum gerade ich mehrfach Tante, Lehramts-Absolventin, die jahrelang mit Kindern und Jugendlichen zusammengearbeitet hat? Warum? Zum Glück waren dies flüchtige Gedanken. Dennoch sie kamen hoch. Die Erzieherin meiner Tochter machte mich darauf aufmerksam, dass die Trotzphase bei ihr beginnt. Folglich habe ich mich mit dem Thema befasst.

> Wie sollten Eltern reagieren?

„ Den Eltern kommt in dieser Situation nur die Rolle des stillen Beobachters und des unsichtbaren Schutzengels zu. Doch die Natur der Elternschaft fordert es gerade heraus, helfen und erklären zu wollen. Wenn Eltern dafür aber nur Gebrüll und Widerworte ernten, fühlen sie sich zurückgewiesen, ohnmächtig und hilflos. Besonders sind Situationen , in denen die Zeit drängt und das Kind streikt oder wenn Trotzanfälle in aller Öffentlichkeit stattfinden und Eltern denken, Beobachter können sie im besten Fall für inkompetent, im schlimmsten Fall für böse halten.“
(Das Trotzalter. Rat für Eltern in schwierigen Zeiten S.13)


Aus dem Buch „ Das Trotzalter“ von Gertrud Teusen und etlichen Internetplattformen sowie eigenen Erfahrungen

  1.  Wichtig ist nicht zu vergessen, dass das Kind nicht absichtlich trotzt. Es ist gar nicht fähig solche „schlechten Absichten“ zu pflegen. Diese Erkenntnis ist meiner Meinung nach, einer der wichtigsten Schritte.
  2. Den Alltag so unkompliziert wie möglich gestalten. Wenige Verbote aber klare Regeln aufstellen.Man kann sich die Frage stellen: Was sind als Mutter meine wichtigsten Prinzipien? Was ist weniger wichtig?! Die wichtigsten Prinzipien sind die Grundregeln, die konsequent eingehalten werden sollten. Bei weniger wichtigen Angelegenheiten sollte man immer Kompromissbereit sein. So sieht das Kleinkind, welches in diesem Alter vor allem durch Nachahmung dazu lernt, dass man nicht immer stur sein muss. Hier ist aber ganz wichtig (!) den Kompromiss vor dem Geschrei schon zu machen. Erst NEIN zu sagen und dann Nachzugeben ist taktisch falsch. Lieber vorher überlegen ob sich ein striktes nein lohnt.
  3. Den Alltag unkompliziert gestalten.Das heisst vorausschauend handeln. Wenn das Kind zum Beispiel nicht naschen darf sollte auch keine Schokolade in Sichtweite sein.
  4. Trösten oder einfach in Ruhe lassen statt schimpfen: Bei einem Wutanfall lass ich meine Tochter erstmal in Ruhe, dann versuche ich sie zu trösten. Häufig kommt es vor, dass sie nicht getröstet werden will. Nach einigen Minuten nimmt sie mein Angebot an.
  5. Ablenkung: Diese Methode klappt zwar nicht immer aber kann machmal schnell und einfach lenken.
  6. Gelassenheit: Mütter mit mehreren Kindern können das meistens besser als Neulinge, wie ich. Einfach ruhig zu bleiben und es mit Humor zu nehmen. Humor und gute Laune ist ansteckend. Deswegen habe ich mit der Zeit gelernt schon mein Kind morgens nach dem Aufwachen mit einem lächeln zu begrüßen. Den Tag über humorvoll und spaßig zu sein.
  7. Frische Luft und Bewegung: Man sollte sich eigentlich nicht wundern, wenn Kinder stundenlanges Einkaufen, lange Autofahrten oder das Dasein von ausschließlich Erwachsenen, die nur mit sich selbst beschäftigt sind, nicht mögen. Und in solchen Situationen streiken. Viel mehr mögen es die Kinder auf dem Spielplatz. Sie austoben lassen hat den Vorteil, dass sie ihre Energie verbrauchen.

Als Fazit möchte ich schildern, was ich daraus persönlich gelernt habe. Ein starkes Kind, auf das man stolz ist, hat eben auch einen starken Willen. Diese Herausforderung sollte man gerne annehmen. Der Vergleich mit vermeintlich ruhigeren Kindern sollte nicht gemacht werden.Stattdessen kann man sich vor Augen führen, dass jedes Kind eine eigene Persönlichkeit hat, die man akzeptieren sollte. Trotzdem heißt es nicht, dass man sein Kind nicht erziehen sollte.Den Eltern können und sollen die Persönlichkeit ihre Kinder formen. Das gelingt vor allem, wenn man selbst ein gutes Vorbild ist und eine allgemeine harmonische Atmosphäre in der Familie herrscht. Ich bin der Meinung, dass man Grenzen setzten muss. Die wichtige Frage ist nur WO und WIE?

Links:
> http://www.netmoms.de/magazin/kinder/erziehung/trotzphase-10-erziehungstipps/
> http://www.rund-ums-baby.de/trotz.htm