Kinder, kommt wir beten zusammen

Bittgebete spielen für mich, wie für viele gläubige Menschen, eine große Rolle im Leben. Im Islam zählt das Bittgebet zum Gottesdienst und hat eine zentrale Rolle im täglichen Handeln. Sowohl im fünfmaligen Gebet, als auch im Anschluss des Gebetes werden kleine „Dua“ ausgesprochen. In jeglichen, alltäglichen Situation können diese  Anrufungen an Gott/Allah  rezitiert werden.

Als Mutter habe ich die Wichtigkeit des Bittgebetes immer hoch geschätzt und habe es in meine Erziehung und meinen Alltag eingebaut. Hier möchte ich vier Beispiele dafür geben, wie ich Bittgebete im Alltag einbaue und nutze, um die Entwicklung und die Spiritualität meiner Kinder zu unterstützen.

1.Bittgebete als Rituale 

Die meisten Muttis wissen, wie wichtig Rituale und Abläufe für Kinder sind. Also liegt es nahe Bittgebete in unseren vorhandenen Ritualen mit einzubauen. Oder die Gebete als eigenständige Rituale zu nutzen.

Kennt ihr den schönen Spruch, welches wir auf Klassenreise vor dem Essen immer aufgesagt haben? „Piep, Piep, Piep guten Appetit“. Warum erfinden wir nicht einen eigenen Spruch (egal auf welcher Sprache), den wir vor dem Essen stetig aufsagen? Wenn wir mögen, können wir den Spruch beibehalten aber einen Satz hinzufügen, wie: „Allah, hat uns eine schöne Mahlzeit geschenkt. Danke, Allah! Bismillah! Wir haben dich lieb. Piep, piep, guten Appetit“. So fügen wir einem pädagogischen Ritual zum Essensbeginn , eine Prise Spiritualität hinzu.

Die letzte Aktivität vor dem Schlafengehen ist klassischer Weise das Lesen eines Buches. Diese Gelegenheit nutze ich für ein weiteres Gebetsritual. Nach dem ich ein Buch Vorlese, lese ich die Schutzsuren aus den Qur´an laut und rhythmisch vor. Das mache ich seit der Geburt meines ersten Kindes. Ich habe das Gefühl, dass dies sie beruhigt und ihr die Nachtruhe ankündigt. Zu dem bin davon überzeugt, dass diese Suren meine Kinder wirklich beschützen und uns von negativen Einflüssen lösen.

Nachdem ich die Schutzsuren aufsage,  rede ich ganz frei aus dem Herzen mit Allah, bedanke mich für den Tag und spreche meine wünsche kurz aus. Meistens macht meine Tochter mit. Auch sie spricht ihre kindlichen Wünsche aus. Letztens sagte sie, zum Beispiel: „Hoffentlich zieht mein Bruder nicht mehr meine Haare“. Auf diesem Wege erfahre ich, ihre Wünsche und erkenne, welche Themen sie beschäftigen. Ich weiß, was sie bewegt. Es hat zudem eine therapeutische Funktion. Auf diesem Weg verarbeiten wir den Tag.

 2. Bittgebete zur Sprachförderung

Rhythmische Reime und Wiederholungen fördern die Sprachentwicklung. Deswegen gibt es so viele Kinderreime und Lieder, die regelmäßig in Spielgruppen und Kindergärten eingesetzt werden.

Kleine Suren und Gebete aus dem Qur`an sind sehr melodisch.  Auch wenn man sie aus dem arabischen übersetzt werden diese „Dua“ sicherlich den Wortschatz des Kindes erweitern. Sie werden sich als qualitatives Sprachliches Input erweisen, weil sie gefühlsvoll und authentisch sind.

3. Bittgebete zur Charakterbildung und Wertevermittlung

Wenn wir Beten, können wir auch für andere mitbeten. Wir können uns Gesundheit für den kranken Opa, gute Noten für den Cousin oder Frieden für die Welt wünschen. Es geht darum, auch an andere zu denken. Positives bewirken zu wollen. Es geht um Nächstenliebe.

In Gebeten geht es auch um Dankbarkeit. Dankbarkeit ist eine Tugend. Sie macht uns zu glücklicheren und besseren Menschen.

Wir können mit den Inhalten unserer Gebete bewusste Impulse zum indirekten Lernen von Werten geben.

4. Bittgebete zur Mutter-Kind Bindung.

Ich erinnere mich, wie meine kleine Tochter  direkt nach der Geburt  zerknirscht in meinen Armen lag. Ich blickte in ihre Augen und sprach unter Tränen, alle guten Wünsche laut aus, die eine Mutter ihrem Kind wünschen kann. Auch jetzt, gucke ich meine Kinder verliebt an und spreche für sie „Dua“ aus. Sie sollen wissen und spüren, dass sie eine Mutter haben, die stets für sie Betet.  Ich habe mich durch die Gebete meiner Mutter immer stark und unterstütz gefühlt. Ich wusste sie fiebert mit. Sei es bei der Abiturprüfung oder bei der Führerscheinprüfung.

Selbstverständlich wünschen sich die Eltern das Beste für ihre Kinder. Aber diese Wünsche laut auszusprechen. Und die Kinder wissen zu lassen, wie sehr man sie liebt wird die Bindung und das Vertrauen stärken.

Die Liebe zum Schöpfer

Abgesehen von den weltlichen, erzieherischen Nutzen von Bittgebeten ist die Quintessenz von „Dua wie von Dhikir“ die Liebe und das Vertrauen zum Schöpfer.

bittgebet
@Instragam: ikra’m

 

 

kommt wir beten

Materialien, die uns helfen

Die Möglichen pädagogischen Nutzen von Bittgebeten und ein paar Beispiele aus unserem Alltag wurden oben beschrieben. Zudem möchte ich drei Materialien vorstellen, die Sammlungen von kurzen Bittgebeten für Alltagssituationen sind.    Ihre Aufmachung ist Kind gerecht: bunt, groß und praktisch.

 

Schaut es euch selbst an:

 

Berichtet uns von euren Erfahrungen und wie ihr mit Gebeten in eurem Alltag umgeht.

Eurer Glückskind

 

Weitere Informationen und Links:

http://www.islamicbulletin.org/german/ebooks/Ya_Rabb_Bittgebete_fuer_Kinder.pdf

https://www.instagram.com/ikram_tv/?hl=de

Aus dem Glauben Kraft. Warum der eigene Iman wichtig ist für die Kindererziehung

Erziehung und Religion. Das sind zwei sehr wichtige und umfangreiche Themen, die unabhängig voneinander die Menschheit beschäftigen. Es ist interessant sich Gedanken darüber zu machen, ob die Religiosität der Eltern bei der Erziehung eine Rolle spielt. Wie könnte eine religiös geprägte Erziehung aussehen? Hat sie wohlmöglich Vorteile, die man in die Kindeserziehung mit einbringen kann? Oder sollte die Religion außen vor stehen?

Spricht man ganz allgemein von religiösen Menschen schließt dies alle Religionen mit ein. Denkt man an religiöse Eltern wird man aus der westlichen bzw. „modernen“ Perspektive zunächst an veraltete Erziehungsmittel denken, die konservativ und autoritär sind.

Doch muss es so sein? ist es wirklich so? Bedeutet eine religiös motivierte Erziehung gleich eine autoritäre Erziehung?

Wo doch in allen monotheistischen Religionen Werte wie Geduld, Liebe und Barmherzigkeit eine zentrale Rolle spielen. Wo wir doch in einer Zeit leben in der der gesellschaftliche Wandel eine neue Perspektive auf das Kind erzeugt hat, in der viele verschiedene Erziehungsstile entstanden sind, von denen die allermeisten jedoch mehr Rücksicht auf das Kind nehmen. Mit Beginn der Neuzeit und der sogenannten „Entdeckung der Kindheit“ rückt das Kind und die Erziehung immer mehr in den Mittelpunkt von Eltern.

Die Erwartungshaltung an die Kinder und an die Eltern ändern sich durch gesellschaftliche Veränderungen stetig. Unabhängig von der Religion also, bestimmten meist die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und Erwartungen die Erziehungs-ziele und -werte der Eltern.

Nehmen wir als Beispiel das Hier und Jetzt. Was erwarten die meisten Eltern von ihren Kindern, unabhängig davon, ob sie religiös sind oder nicht. Was würde dir einfallen?

Schulischer Erfolg , Selbstständigkeit, Verantwortungsbewusstsein.

Gehe ich von meinen Beobachtungen aus, sehe ich religiöse Menschen, die selber praktizieren aber es nicht unbedingt von ihren Kindern erwarten. Dann gibt es religiöse Eltern, die sich sehr wünschen, dass ihre Kinder religiös werden. Diese teilen sich in zwei. Die eine Gruppe übt keinen Druck auf die Kinder aus, ist eher passiv. Die andere Gruppe wiederum versucht die Religiosität ihren Kindern aufzuzwingen. Eine Verallgemeinerung ist demnach nicht möglich.

Immer mehr junge, praktizierende muslimische Eltern sind engagiert, die Liebe des Islams, welche sie selbst in ihrem Herzen tragen, in die Herzen ihrer Kinder einzupflanzen. Und in diesem islamischen Rahmen wollen sie gleichzeitig ihre Kinder auf die bestehenden gesellschaftlichen Anforderungen unser hiesigen Gesellschaft bestens vorbereiten.

Fokussieren wir uns auf dem Islam und gehen von den Begriff „Iman“ aus, möchte ich der Frage nachgehen, welche Potenziale im Glauben, im Iman, stecken, die uns helfen können unsere Erziehungsideale als praktizierende, gläubige Eltern zu realisieren.

Was bedeutet Iman? Es besteht ein authentischer Hadith aus dem heraus geleitet wird, das man zwischen den Begriffen „Islam“, „Iman“ und „Ihsan“ zu unterscheiden hat. Auf diesem Hadith wurden die fünf Säulen des Islams und die sechs Säulen des Imans heraus geleitet.

Während sich die fünf Säulen des Islam auf Tätigkeiten beziehen, verlangen die sechs Grundlagen des Imans zunächst einen aufrichtigen inneren Glauben. Iman bedeutet an Allah, seine Engel, seine Bücher, seine Gesandten, an den jüngsten Tag, an die göttliche Bestimmung und an das Gute und Böse darin zu glauben. Auch wenn der Iman etwas Innerliches ist, welches sich tief im Herzen abspielt, wird er unsere Gefühle und Gedanken sowie unsere Sprache und unser Handeln beeinflussen. Der aufrichtige Glaube „ Iman“ wird nämlich in drei Stufen gegliedert, von denen die letzte Stufe gleichzeitig die höchste Stufe darstellt:

Der Glaube im Herzen,
die Aussprache/ das Bekenntnis des Glaubens
das Handeln nach dem Glauben
Die höchste Stufe des Glaubens ist relevant für die Erziehung unserer selbst und unserer Kinder. Unser Iman wird uns helfen unsere Erziehungsziele für das Diesseits zu realisieren. Und was noch viel wichtiger für uns ist, sind unsere Erziehungsziele, die wir für den Erfolg im Jenseits setzten. Dieser Punkt unterscheidet religiöse, gläubige Eltern von nichtgläubigen Eltern: Die Erziehungsziele, die über die weltlichen Angelegenheiten hinaus zu erfüllen sind.

Die Ziele für das Diesseits und für das Jenseits kann man nicht so leicht von einander trennen, da sie voneinander abhängen und voneinander bedingt sind. Gottesdienstliche Handlungen wie das Beten oder das Fasten haben neben ihrer göttlichen Belohnung auch meist eine sogenannte „Hikmat“ / ,eine Weisheit inne, die uns in unserem weltlichen Leben zu Gute kommen. Für das Beten könnte man die innere Ausgeglichenheit nennen. Weisheiten des Fasten wären, dass man Selbstdisziplin und Verzicht lernt. Diese Beispiele an gottesdienstlichen Handlungen und ihren Weisheiten können unendlich lang weitergeführt werden. Wenn wir unseren Schöpfer, Allah, kennen und lieben wird es uns aus unserem inneren Glauben sowie unserer inneren Kraft heraus leichter Fallen, uns zu bemühen unser Verhalten zu vervollkommnen und uns gute Angewohnheiten anzueignen. Unser Verhalten gegenüber unseren Mitmenschen und unserem Kind werden von Respekt, Selbstbeherrschung, Toleranz und Gutmütigkeit geprägt sein. So werden wir ein gutes Vorbild für das soziale und emotionale Verhalten unseres Kindes sein und seine Kompetenzen in diesen beiden Bereichen fördern. Es wird merken und nachahmen, dass für ein harmonisches Zusammenleben Eigenschaften, wie Verantwortungsbewusstsein, Vertrauen, Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft und Friedfertigkeit notwendig sind.

So wird es einen emotional ausgeglichenen und stabilen Charakter entwickeln, welcher ihm zum Beispiel in der Schule, im Arbeits- sowie Eheleben weiterhelfen wird.

Eine Mutter mit innere Ruhe, Geduld und Gottesvertrauen wird den stressigen, chaotischen und manchmal herausfordernden Alltag sicherlich besser meistern. Ein Vater der sich seiner Verantwortung vor Allah bewusst ist, wird sicherlich mehr Mühe und Engagement in die Erziehung seiner Kinder investieren. Und sich nach einem stressigen Arbeitstag trotzdem in die Erziehung und den Familienalltag mit einbinden.

Bevor ich Mutter wurde habe, ich sehr viel über Pädagogik gelesen, erfahren und mir Vorstellungen gemacht Nach dem ich aber Mutter wurde, habe ich realisiert, dass Erziehung zunächst Selbsterziehung ist. Nur wenn ich selbst meine Erwartungen an mein Kind erfülle, wird auch mein Kind die Tugenden zu Tage bringen, die ich von ihm erwarte bzw. erhoffe.

Durch diese Erkenntnis wurde mein erstes Erziehungsziel, dass ich selbst nach dem Vorbild unseres Propheten (sav) den edlen Charakter anstrebe.

Es heisst nicht umsonst, dass Kinder der Spiegel der Eltern und Gesellschaft sind. Und wirklich recht hat Goethe, wenn er sagt: „Man könnt erzogene Kinder gebären,wenn die Eltern erzogen wären.“

Wir wissen aus einem Ausspruch unseres Propheten, dass die Fitrah jedes Neugeborenen rein ist. Die Natur und das Wesen jedes Menschen ist aus islamischer Perspektive rein (vgl. Quran 50:32/ 7:172). Es herrscht demnach ein positives Menschenbild im Islam. Erst durch „falsche“ Umwelteinflüsse, Sozialisation und Erziehung verliert der Mensch seinen inneren Kompass, der ihm ein Gefühl für richtig und falsch gegeben hat.

Warum der Iman also wichtig ist? Damit wir durch unser Handeln unseren Kindern ein gutes, authentisches Vorbild für einen edlen Charakter liefern. Sie so erziehen, dass ihre reine Fitrah so wenig wie möglich durch Umwelteinflüsse geändert werden.

Damit wir nicht viel reden, schimpfen und verzweifeln müssen sondern durch die häusliche Atmosphäre und unser elterliches Handeln unseren Kindern viele Tugenden vorleben. Damit wir dadurch hoffen können, dass wir und unsere Kinder das Wohlgefallen Allahs und somit das Paradies erlangen können.

Es gibt Studien darüber, welche Kinder gerne Bücher lesen. Es sind nicht die Kinder , die von ihren Eltern aufgefordert werden Bücher zu lesen. Sondern die Kinder, die ihre Eltern lesen gesehen haben. Und die Kinder, die zusammen mit ihren Eltern gelesen haben. Die Kinder, die in Familien aufgewachsen sind, in denen man sich über Gelesenes austauscht. Und das ist wieder nur ein Beispiel dafür, dass das Auffordern , Schimpfen und Bestrafen nicht viel bringt.

Unser Handeln, unsere liebevoller und authentischer Umgang mit unseren Kindern, der aus unserem Iman heraus entspringt, wird unsere Erziehung erleichtern und verschönern. Und dies werden wir nur schaffen, wenn wir wirklich glauben und unser Glauben sich in unseren Taten wiederspiegelt.

Gründe warum wir den Ramadan lieben und uns auf das nächste Jahr freuen.

Der heilige Fastenmonat Ramadan verabschiedet sich von uns. Er war dieses Jahr durch die langen und zum Teil heißen Tage eine besondere Herausforderung. Trotzdem konnte ich beobachten, dass der Glaube sehr vielen Menschen die innere Kraft gegeben hat, diese Herausforderung zu meistern. Auch als Mutter war es schwer, die Schlafenszeiten und den Tagesablauf des Kleinkindes aufrecht zu erhalten.

Jeder hatte, da bin ich mir sicher, individuelle Bürden zu meistern.Trotz dessen lieben wir diesen Monat und freuen uns darauf.

Warum? Es gibt so viele Gründe dafür. Eine Gründe von Glueckskindsblog findet ihr in diesem Beitrag und einige davon werdet ihr sicherlich nachvollziehen können.

1. Weil wir lernen zu verzichten.

Kaum scheint die Sonne, man spaziert im Park … es muss ein Eis her. Gleich morgens früh oder beim Tratschen mit Freunden darf der Kaffee nicht fehlen.

Morgens, mittags, abends sowie zwischendurch – immer fällt uns ein Bedürfnis ein. Entweder handelt sich um Durst, Hunger oder sogar nur um Langeweile, die man damit stillt, in dem man sich etwas in den Mund schiebt.

Nur wenige von uns haben einen leeren Kühlschrank. Der Normalfall ist doch eher, dass der Kühlschrank vielfältig gefüllt ist. Und wenn es nicht der Kühlschrank ist, der aktiv in Gebrauch ist, dann sind es doch die diversen Cafés, Restaurants und To-Go-Becher/Teller, die wir gerne kaufen und konsumieren.

Kennen wir eigentlich noch das Gefühl auf etwas verzichten zu müssen?

Im Ramadan realisiere ich, wie schön es sich anfühlt freiwillig auf etwas zu verzichten.Er gibt mir das überragende Gefühl von Stärke. Auch wenn ich mich eigentlich schwach vor Durst fühle, auch wenn ich ein starkes Verlangen nach meinem Lieblingseis habe und im ersten Moment denke, dass etwas fehlt, weiß ich im nächsten Moment, dass diese Sache, die vermeintlich fehlt, gar nicht notwendig ist.Im Ramadan spüre ich, wie schön es ist, sich auf einen Ausblick zu konzentrieren, sich in ein Gespräch zu vertiefen ohne vom Essen und Trinken abgelenkt zu werden. Und es beweist mir, dass ich öfter und auch außerhalb des Monats Ramadan die Stärke besitze Verzicht auszuüben.

2. Weil wir lernen zu danken

Verbunden mit dem „Gefühl des Verzichtes“, das ich außerhalb des Ramadan wenig verspüre, verstärkt sich das Gefühl der „Dankbarkeit“.Ist es nicht so, mal ganz einfach ausgedrückt, dass wir eine Sache erst schätzen sowie vermissen, wenn wir sie nicht (mehr) haben? Im Ramadan spüren wir, wie viel wir zur Verfügung haben und wie wenig wir eigentlich bräuchten. Wir spüren, wie fit unser Körper eigentlich ist. Indem wir uns zum Teil körperlich schwach fühlen, schätzen wir unsere Gesundheit umso mehr. Indem wir merken, dass wir nach stundenlangem Verzicht bereits mit einer Dattel, etwas Wasser und Suppe unseren Hunger und Durst stillen können, schätzen wir wie viel wir sonst essen. Und wir merken dann, wie viel wir im Übermaß besitzen. Auch wenn es sich in diesem Falle „nur“ um Lebensmittel handelt, kann dieses Gefühl von Dankbarkeit sich entwickeln … damit wir dankbarer werden und vor allem genügsamer in allen Bereichen des Lebens handeln.

3.Teilen und Spenden

Je mehr wir Verzicht, Dankbarkeit und Genügsamkeit trainieren und erleben, desto leichter müsste es folgerichtig fallen zu spenden und zu teilen. Das gemeinsame Fastenbrechen, die abendliche Mahlzeit mit Familie und Freunden, ist eine Form des Teilens. Das Gedenken in dem Moment des Fastenbrechens an diejenigen, die weniger oder gar nichts zur Verfügung haben, um ihr Fasten zu brechen, das Gedenken an hungrige Menschen, unabhängig vom Fasten, die ihren Hunger nicht stillen können – diese Gedanken motivieren uns mehr zu spenden.

4.Weil wir lernen unsere Worten und Taten zu achten

Im Ramadan dreht es sich im Kern um Selbstdisziplin und Selbstbeherrschung. Und zwar nicht nur in Bezug auf den Verzicht von Essen und Trinken, sondern auch in Bezug auf unser Sozialverhalten.

Zu den wichtigen Verboten während des Fastens gehören das Verbot von Streit mit seinen Mitmenschen, das Verbot sie mit der Zunge zu kränken sowie das Verbot der „üblen Nachrede“.

Diese Verhaltensweisen sind jederzeit unerwünscht und verboten. Während des Ramadans jedoch könnten sie zu der Konsequenz führen, dass unser Fasten nicht angenommen wird. Umso mehr versuchen wir auf unsere Worte und Taten zu achten.

4.Weil wir das Gemeinschaftsgefühl intensiver erleben

Die gemeinsame Mahlzeit am Abend, das nächtliche Tarawih-Gebet in der Moschee, die Verbundenheit mit den weltweit Fastenden – all das gibt uns jedes Jahr ein intensiveres Gemeinschaftsgefühl.

5. Laylat-ul-Qadr – die Nacht der Bestimmung

 In den letzten zehn Nächten gibt es eine besondere Nacht, die im Quran explizit genannt wird. Sie ist wertvoller als tausend Nächte. Sie stellt eine Gelegenheit für uns dar in uns zu kehren, zu beten, zu reflektieren, auch zu hoffen und uns unserem Schöpfer zu nähern. Details zur Lailat-ul Qadr und zu den religiösen Aspekte können in verschiedenen Quellen gefunden werden. Hier soll nur erwähnt werden, dass diese Nacht ein großes Geschenk und ein wirklicher Grund zur Freude ist.

6. Das Eid Fest – Bayram

Nach den schönen Anstrengungen des Trainierens, des Verzichts, der körperlichen Herausforderung und der „hoffentlich“ seelischen wie körperlich Reinigung rundet das anschließende Eid Fest den schönen Monat Ramadan ab. Es gibt so viele schöne Aspekte des Festes, die hier nicht alle erwähnt werden können. Und bestimmt favorisiert jeder einzelne einen persönlichen Grund zur Freude.

Weltweit gibt es zum Teil verschiedene Traditionen zum Fest. Doch ist der Grundzug überall gleich.

Zunächst beginnt der Tag wieder in der Gemeinschaft, nämlich mit einem morgendlichen gemeinsamen Gebet. Persönliche Beglückwünschungen und Segenssprüche sorgen für eine ausgelassene und freudige Stimmung.An diesem Tag denkt man idealerweise vor allem an die ganz Alten und besucht und beschenkt sie.Auch die ganz Kleinen stehen im Mittelpunkt. Sie werden mit Süßigkeiten, Küssen und Geschenken erfreut. Zerstrittene sollen sich versöhnen, das Wiedersehen mit vergessenen Freunden und Verwandten macht besonders an diesem Tag Freude.Weiterhin sollte man idealerweise an Menschen denken, die weniger haben als man selbst und auch diesen eine Freude machen.Die beste Kleidung und leckersten Speisen schmücken den Feier- und Familientag in der muslimischen Welt.

In diesem Sinne wünscht Glueckskindblog allen muslimischen Lesern, dass sie wenigstens eine Tugend aus dem Monat Ramadan mitgenommen haben und dass sie das anschließende Fest voller Freude feiern.

Allen nicht muslimischen Lesern kann ich nur ans Herz legen: Klingelt gerne bei Eurem muslimischen Nachbarn und ergattert ein paar Süßigkeiten und teilt ihre Freude.

Was liebt Ihr an dem Fastenmonat? Warum freut ihr Euch auf das nächste Jahr? Schreibt es bitte in die Kommentare. Und lasst es uns wissen!

Kind und der Umgang mit Verlust und Trauer

Früher oder später trifft es jeden. Der Verlust eines geliebten Menschen. Manchmal ist das Schicksal behutsam mit einem und man erfährt den Tod einer geliebten Person erst im Erwachsenenalter.

Oft aber wird man schon im Kindesalter mit dem Tod eines Familienangehörigen konfrontiert. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um die Großeltern. Nicht nur für Kinder ist diese Situation eine Herausforderung, sondern auch für die Eltern. Die Eltern müssen nicht nur mit der eigenen Trauer umgehen, vielmehr müssen sie sich zudem noch Gedanken darüber machen, wie sie den Tod ihren Kindern erklären.

Wie also reagieren, wenn ein Familienmitglied die Familie verlässt

Genau wie Krankheit und Leid ist auch der Tod ein fester Bestandteil des Lebens. Auch wenn wir dies oft vergessen und verdrängen.

Für einen gläubigen Menschen ist der Tod kein ewiger Abschied, was eine beruhigende Tatsache ist und ein sehr großes Trostpflaster. Obwohl jeder über Wissen über den Tod verfügt und obwohl Alter und Krankheiten meistens das Naherücken des Todes erahnen lassen, fühlt es sich wie ein Schlag ins Gesicht an, wenn die traurige Nachricht in Wirklichkeit eintritt.

So war es auch bei uns, als die Oma vor ein paar Monaten verstarb. Obwohl die Oma länger krank war, war es ein unerwarteter Schock, da es sich um einen plötzlichen Tod handelte.

Es war mir klar, dass meine dreijährige Tochter den Tod ihrer Großmutter nicht gänzlich begreifen wird. Wie denn auch, wenn es mir doch auch selbst schwer fiel die Situation zu realisieren.

Klar war mir, dass ich in diesem Zusammenhang nicht lügen oder „schmuggeln“ möchte. Und so handelte unsere gesamte Familie. Kinder nehmen mehr wahr als Erwachsene sich vorstellen können, da bringt es nichts den Tod „schön“ zu reden oder zu „umschreiben. Ein offener Umgang ist deswegen wichtig.

Mir persönlich war es wichtig meine Trauer vor meinem Kind nicht zu verstecken, aber sie in Maßen zu halten, meine Trauer zwar bekanntzugeben, ohne jedoch zu resignieren oder mein Kind zu vernachlässigen.

Nach näherer Recherche wusste ich, dass es zum Glück richtig war, wie ich reagiert hatte. In der Literatur heißt es, dass Trauer und Tod zum Leben gehören und dass Kinder dies wissen müssen und durchaus verkraften können. Dennoch sollte man auf einige Aspekte Rücksicht nehmen und natürlich das Alter sowie die Persönlichkeit des Kindes mit berücksichtigen.

Die Religiosität spielt in diesem Zusammenhang eine große Rolle, da sie einerseits den Eltern selbst hilft das Ereignis zu akzeptieren und andererseits erleichtert sie es ihnen den Kindern zu erklären, was der Tod ist. Dass er eigentlich etwas Schönes ist, nämlich eine Befreiung, Erlösung und eine Heimkehr.

Kindergartenalter

Kindergartenkinder werden aufgrund ihres Entwicklungsstandes den Tod und seine Endgültigkeit nicht vollständig begreifen können. Falsche Hoffnungen zu machen durch Aussagen wie „Oma kommt zurück“, Umschreibungen wie „Oma schläft gerade“ oder beschönigende Beschreibungen wie „Gute Menschen gehen schnell in den Himmel“ sollten vermieden werden! Die Kinder verstehen den Vergleich nicht. Sie könnten Angst vor dem Einschlafen entwickeln oder Verlustängste bekommen.

Weitere detaillierte Aspekte zu dieser Altersklasse findet ihr hier in einem Artikel vom Babycenter.

Schulkinder und Jugendliche

Schulkinder begreifen den Tod reeller. In diesem Alter kann man die Kinder besser in die eigene Trauer einbinden durch Gespräche, indem man sie ins Krankenhaus und zur Beerdigung mitnimmt. Man kann sie einen Abschiedsbrief schreiben lassen oder ihn zusammen mit ihnen schreiben. Bei Schulkindern lohnt es sich die Lehrer, Freunde und Bekannte zu informieren, damit diese Verständnis und eventuell ein offenes Ohr für das trauernde Kind haben.

Kinder sind nun mal Kinder

Wir haben eine Großfamilie mit vielen Kindern verschiedener Altersklassen. So konnte ich beobachten, wie unterschiedlich die Kinder trauern, aber dennoch weisen sie ähnliche Züge auf.

Zunächst sah ich, dass die älteren, dass heißt die Schulkinder, sehr traurig waren und dies durch lautes Weinen zeigten. Jugendliche äußerten ihre Gefühle gemäßigter, während die Kleinkinder erstaunt versuchten aus den trauernden Gesichtern abzulesen was passiert ist.

Ganz egal, wie unterschiedlich sie reagierten, hatten sie eines Gemeinsam: Sie ließen sich schnell ablenken. Vor Minuten noch geweint, konnte ich aus dem Fenster beobachten, wie ausgefallen sie auf dem Spielplatz spielten, sich unterhielten und lachten. Erstaunt über dieses Talent der Kinder, war ich erleichtert und habe es den Kindern und Jugendlichen nicht übel genommen, da ich weiß, dass sie ein lange Zeit brauchen, um Geschehnisse, vor allem solch gravierende, zu verarbeiten. Zudem half es zu sehen, dass man sich so auf die eigene Trauer konzentrieren konnte.

Mögliche Reaktionen & Nachspiel

Trotz der kindlichen und jugendlichen Ablenkbarkeit ist es möglich unmittelbar nach dem Tod eines Familienangehörigen auffälliges Verhalten des Kindes zu beobachten. Bei uns waren es beispielweise das Bettnässeln, mehr Genörgel und Geweine. Zudem können Anhänglichkeit und andere Verhaltensauffälligkeiten auftreten.

Je älter das Kind ist, umso eher kann es zu Wutausbrüchen sowie Protestverhalten neigen. Je nach Temperament des Kindes könnte jedoch auch ein gegenteiliges Verhalten, nämlich ein völliger Rückzug des Kindes, der Fall sein.

Dies kann man ruhig gelassen hinnehmen und Geduld ausüben und erst einmal Zeit verstreichen lassen. Dies ist die Art wie das Kind die Trauer um sich herum und in sich verarbeitet.

Spätestens wenn der Alltag halbwegs wieder eingetreten ist und alte Rituale wieder eingeführt werden, wird das Verhalten des Kindes sich wieder regulieren. Wenn dies nicht der Fall ist, sollte man sich überlegen professionelle Hilfe heranzuziehen.

Tod aus religiöser Sicht

Der Tod ist die größte Lehre, so heißt es in Überlieferungen. Eine Lehre, die uns sagt, wie vergänglich das diesseitige Leben ist und wie relativ, wie vergänglich eigentlich unsere weltlichen Wünsche, Sorgen, Freude und Schmerz sind.

Wenn wir dieses Leben nur als Zwischenstopp, Durchgang, als etwas Vergängliches begreifen, werden wir wissen, dass der Tod eigentlich nur eine Heimkehr ist zu unserem Ursprung. Ich behaupte, nur wenige erreichen diese Erkenntnisstufe wirklich. Und auch wenn, so ist die Trennung dennoch schmerzhaft, gerade dann, wenn die verstorbene Person eine wichtige Rolle im Leben/Alltag gespielt hat.

Man fragt sich öfter: „Wer wird als nächstes von uns gehen? Bin ich auf den Tod vorbereitet?“

Solche Fragen und Hinterfragungen sind aus religiöser Sicht erwünscht, und zwar täglich. Vielleicht mag dies bei einigen auf Unverständnis stoßen. Warum so negativ sein, könnte man sich fragen, Gerade in unserem Zeitalter, wo sich das Leben doch meist eher um Genuss, Konsum und Spaß drehen soll, werden solche Fragen verdrängt und es fällt den meisten schwer sich damit auseinanderzusetzen.

Aber diese Fragen können uns helfen, das Wesentliche im Leben nicht aus den Augen zu verlieren und sich nicht in Oberflächlichkeiten zu verlieren. Die Erinnerung an den für uns bitter erscheinenden Tod kann uns helfen, die Menschen sowie alles andere um uns herum wertzuschätzen, unsere Taten, unser Verhalten, unsere Zeit sinnvoller zu gestalten, ohne gleich das Leben in Trübsal verbringen zu müssen.

Wie wünschen allen Menschen, dass sie dies schaffen.

Und wenn ein Kind ganz aus dem Nichts heraus, während es mit seiner Mutter an einem ganz normalen Morgen am Esstisch sitzt und seine Lieblingskellogs isst, sagt: „Oma ist gestorben, Mama. Sie ist bei Allah, aber sie kommt insh’allah (hoffentlich/so Gott will) zurück“ und die Mutter daraufhin schlucken muss und antwortet: „Nein, Oma, sie kommt nicht mehr zurück“ und auf den staunenden und erwartungsvollen Blick des Kindes dann hinzufügt: „Wir gehen irgendwann zu ihr“; dann, dann stellt diese Konversation und die Aussage der Mutter nicht nur das Kind vor die traurige Tatsache, sondern auch die Mutter, die dadurch wieder an den Tod des geliebten Menschen erinnert wird.

Ich bin ein Kind. Ein Kind in Gaza

Ich bin ein Kind in Gaza, das stelle ich mir vor.

Was wäre das mildeste Übel, das mir passieren könnte?

Ich müsste mein Zuhause verlassen. Das Nötigste mitnehmen und mit meiner Familie umziehen. Wohin? Weit weg können wir nicht! Vorausgesetzt ich überlebe.

Wahrscheinlich werde ich Tote sehen, Blut und Angst in den Augen meiner Mutter. Vorausgesetzt sie überlebt.

Dann werde ich zerstörte Nachbarshäuser sehen und einfach nur fremde Häuser in Schutt und Asche. Vielleicht werde ich nicht vergleichen, wer weiß, wie alt ich bin. Aber eins ist sicher, ich werde es spüren. Dieses Stechen in der Brust. Dieses unwohle Gefühl im Bauch. Ich werde es sicher spüren. Das sieht man doch, an meinem Weinen. Oder an meinen leeren Blicken. Oder an meinen schlaflosen Augen.

Das schlimmste, was mir passieren kann ist, wie ich sehe, dass meine Eltern sterben, mein Onkel oder meine Tante. Vor meinen Augen.

Ich stehe eines Nachts auf, werde vielleicht aus Trümmern rausgeholt und merke, dass niemand mehr da ist. Niemand, dem ich angehöre.

Aber eigentlich bin ich doch nur ein Kind. Ein Kind, eben. Verspielt, verträumt, noch in meiner kindlichen Welt.

Vielleicht vergesse ich für ein paar Minuten oder auch Stunden meine Ängste, die Bomben.

Vielleicht schlummere ich für zehn Minuten. Und das Erwachen?

Ich spiele fünf Minuten. Ich spiele, möglicherweise am Strand einige Zeit Fußball mit Freunden. Doch mein Spiel wird unterbrochen…

Was passiert dann?

Als die Meldung kam, dass vier Kinder während eines Fußballspiels am Strand durch israelische Raketen getötet wurden, konnte ich dieses Schicksal nicht fassen und was dort passiert ist nicht begreifen. Als Mutter kann ich dieses Leid nur erahnen, es ist aber niemals vorstellbar. Es erscheint irreal.

Abgesehen von all den Gefühlen, die mich überkommen, die ich aber niemals in Worte fassen könnte, haben mich die aktuellen, schrecklichen Vorkommnisse dazu gebracht diesen Artikel zu schreiben.

In einem simplen Mutterblog, einem total irrelevanten Blog. Indem auch sinnfreie Fotos und Themen angesprochen werden. So ein Blog eben. Hier geht’s doch eigentlich um Kinder, um Freuden des Lebens, um idealistische Erziehungsstile und den neusten Trends in der Kindermode.

Aber da wollte diese Kind aus Gaza unbedingt rein. Es wollte sprechen im Glückskindblog, ohne ein Glückskind zu sein.

Zudem ist das Thema doch heikel. Deswegen passt es auch nicht hier rein. Lieber nicht ansprechen!

Zudem sollte doch mein nächster Beitrag zum Thema „ Mein Kind und seine Persönlichkeit“ sein.

Persönlichkeit! Darauf lege ich sehr viel Wert. Meine eigene Persönlichkeit, die meiner Freunde und die meines Kindes eben. Eine starke Persönlichkeit soll meine Tochter sein, so wünsche ich es mir doch. Deswegen wollte ich auch heute darüber schreiben.

Aber dann frage ich mich, welche Persönlichkeit wird das Kind aus Gaza haben?

Was für Erwachsene werden sie morgen sein, die heutigen Kinder in Gaza? Vorausgesetzt sie überleben!

Traumatisiert, ein Leben lang. Voller Hass oder einfach nur resigniert? Allein gelassen, jegliche Lebensfreude, Lebensziele, alle Perspektiven verloren?

Was werden wir in zehn bis fünfzehn Jahren von diesen Erwachsenen erwarten?

Werden es arme Erwachsene? Bestimmt ja. Aber nicht ihre materielle Armut schmerzt mich so sehr. Arme gibt es leider sehr viele. Doch das Kind in Gaza, das ist ein ganz besonderes Kind für mich. Deswegen durfte es auch hier zu Wort kommen.

 

Quelle und Links:

Der Autor und Publizist Jürgen Todenhöfer war Ort und erzählt von seinen Eindrücken:

http://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/morgenmagazin/videos/todenhoefer-massloser-angriff-der-israelis-auf-gaza-100.html

Auf seiner Facebook Seite sind aktuelle Bilder zu finden:

https://www.facebook.com/JuergenTodenhoefer?fref=ts

Ein weiterer deutscher Journalist und Zeuge über seine Erfahrungen in Gaza. Lesenswert!

http://www.zenithonline.de/deutsch/gesellschaft/a/artikel/warum-ich-palaestina-verlasse-004151/

 

Ramadan und Kind(heit)

Der Fastenmonat Ramadan ist ein heiliger Monat, in dem die Muslime von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang kein Essen und Trinken zu sich nehmen. Aber das Fasten, der Verzicht, beschränkt sich nicht nur darauf. Verboten sind zudem Beischlaf, Diskussionen und Streit. Ausnahmen gibt es für Kranke, Reisende und Schwangere.

Für Nicht-Muslime hört sich gerade der Verzicht auf Speisen und Getränke zur Sommerzeit sehr anstrengend an und kann auf Unverständnis stoßen. Trotz der Herausforderung aber – oder teilweise sogar gerade wegen der Herausforderung – freuen sich die gläubigen Muslime auf die Fastenzeit. Der Ramadan ist eine fordernde Zeit, sollte aber keine Überforderung für den Fastenden darstellen, da in diesen Fällen immer eine Erleichterung gegeben ist.

Im Monat Ramadan handelt es sich um eine besondere Zeit, die den Gläubigen die Möglichkeit bietet in sich zu kehren, sich zu erziehen, zu teilen, zu schätzen und zu wachsen. Er ist also keine Qual, sondern eine Charakterschulung für den Muslim.

Aus muslimischer Sicht beinhaltet das Fasten als Tätigkeit und der Fastenmonat Ramadan als Zeitspanne zahlreiche spirituelle, gesundheitliche und erzieherische Weisheiten.

In diesem Beitrag jedoch wird die Fastenzeit aus einer ganz anderen Perspektive betrachtet. Wie erleben wohl Kinder, die selbstverständlich vom Fasten befreit sind, den Ramadan? Welchen Einfluss hat es auf das Familienleben und den Alltag?

Dies sind meine Leitfragen, auf die ich natürlich keine absolute, allgemeingültige Antwort finden kann. Da es sich, wie so oft, um sehr subjektive Wahrnehmungen handelt, gibt es hier keine eindeutigen Antworten.

Doch beschäftigt mich diese Frage so sehr, dass ich gerne meine Gedanken dazu teilen möchte, mich der Antwort nähern möchte, um einerseits muslimischen Müttern Gedankenanstöße zu geben und andererseits nicht-muslimischen Müttern auf diese Weise einen kleinen Einblick in eine für sie wahrscheinlich fremde Welt zu bieten.

Angeregt dazu wurde ich selbst aufgrund meiner eigenen Kindheitserinnerungen zum Ramadan. Im Ramadan erinnere ich mich jedes Jahr erneut an meine Kindheit. Es geht um Bilder und Gefühle, die wieder hochkommen.

Der Ramadan erinnert mich an den Dampf der heißen Suppe, an das gemeinsame Familienessen. An die leckeren Datteln. An die abendlichen Moscheebesuche und das gemeinsame Gebet zusammen mit meinen Eltern.

An die Gäste, die zum gemeinsamen Fastenbrechen in unsere Wohnung kamen und an die Gastgeber, die wir besuchten.

An das Klappern des Geschirrs in der Küche zur Zeit der Morgendämmerung während ich im Bett lag. Mit jedem Klappern wuchs der Respekt ihr gegenüber. Gegenüber ihren Einsatz für die Familie.

Ich erinnere mich gerne, an die leckeren Börek mit Zucker und Haselnüsse meiner Mutter und vermisse sie.

Vermissen tue ich auch die Stimme meines Vaters, der zu dieser Zeit besonders viel Quran rezitierte.

Die arabischen Monate richten sich nach dem Mondkalender. Somit beginnt der Ramadan mit der Mondsichtung. Das habe ich schon als Kind irgendwie mitbekommen und beobachtete daher den Mond in diesem Monat besonders oft und lange. Nicht nur um den Mond zu sichten, sondern auch um seinen Verlauf anzusehen.

Da wir im dreizehnten Stockwerk eines Hochhauses wohnten, fühlte ich mich dem Mond nahe. Zudem barg es einen kleinen Zauber in sich, dass mein Name auf arabisch Sichelmond heißt.

Ich habe also ausschließlich nur schöne Erinnerungen an den Ramadan in meiner Kindheit. Mag sein, dass diese schönen Zeiten während der Fastenmonate meine heutige Religiosität geprägt haben. Mag sein, dass ich so fasziniert und berührt war, dass ich mich später deswegen für das Kopftuch entschieden habe und heute noch gerne faste. Denn für mich hatte das Fasten nie etwas mit Pflicht, Zwang oder Bürde zu tun. Ich habe den Verzicht meiner Eltern beim Fasten als Kind nie als Leid aufgefasst. Es war etwas, was zum Leben dazu gehörte, etwas mit Liebe und Familie. Es wurde einfach authentisch von meinen Eltern vorgelebt und hatte nichts Aufgesetztes.

Als Mutter einer zweijährigen Tochter möchte ich einerseits, dass ihr Alltag durch unser Fasten nicht durcheinander kommt, andererseits aber wäre es mein Wunsch, dass auch sie diese Zeit als etwas Besonderes erlebt.

Nun sind die Sommerzeiten so, dass sie die zeitliche Gestaltung vom Ramadan einschränken. Das gemeinsame Fastenbrechen mit anderen Familien und der Moscheebesuch in der Nacht sind für mich mit einem Kleinkind schwer zu realisieren.

Außerdem kommt noch hinzu, dass meiner Tochter sehr jung ist und nicht alles realisiert. Trotz dessen bin ich zurzeit nicht so strikt mit ihren Schlafenszeiten, das heißt, sie darf ab und zu mit uns mit Essen und „Iftar“ machen. Ein Moscheebesuch wird machbar sein und es werden wahrscheinlich auch wenige Gäste eingeladen. Mal sehen, was der Monat noch bringt.

Beobachte ich ältere Kinder in meiner Umgebung, so sehe ich in ihnen den Drang auch fasten zu wollen. Es kostet den Eltern in solchen Fällen viel Überzeugungskraft dies nicht zu tun. Anscheinend wollen sie dazu gehören und mit den Großen teil am Fastenmonat haben.

Und nicht zu vergessen: Am Ende des Fastenmonates gibt es das Zuckerfest (arabisch: Eid, türkisch: Bayram). Es gibt jede Menge Geschenke, Taschengeld und Süßes.

Und darauf freut sich garantiert jedes Kind!

Ramadan aus Kinderaugen. Vielleicht könnt ihr in die Kommentare schreiben wie ihr den Ramadan als Kind erlebt habt?!

Aus der Perspektive einer Mutter betrachtet: Ohne Kind war ich, wie in anderen Sachen auch, ungebundener in der Alltagsgestaltung. Das heißt, bevor ich Mutter wurde konnte ich im Ramadan Ruhe- und Gebetszeiten sowie zahlreiche Verabredungen zum Fastenbrechen einplanen. Heute geht das nicht so einfach.

Dazu kommt, dass Kinder Situationen schaffen, die einen auf die Geduldsprobe stellen. Und dies empfinde ich im Ramadan als eine besondere Herausforderung, aber auch als Chance, auch durch diese Charakterschulung zu gehen.

Einige Links und Buchempfehlungen zum Thema:

> Das ZDF hat den Ramadan auf seiner Logo -eite kindgerecht und einfach erklärt:

http://www.tivi.de/fernsehen/logo/artikel/05080/index.html

> 9 Ramadan Tipps für Nicht- Muslime

> Ein schönes Buch, welches den Ramadan thematisiert:

    „Leyla und Linda feiern Ramadan“

> Ein weiteres schönes Buch ist das Ramadan Wimmelbuch.

    Ramadan Wimmelbuch

>  Tipps, wie man seinen Ramadan besser gestalten kann.

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Glückskindsblog & die Frage nach dem Glück- Leitgedanken von Myriam Francois-Cerrah

Glückskindsblog und andere Mütterblogs zeigen meist die schönen Seiten des Lebens.
Neben bunten Bildern, hellen Farben und heiteren Texten sind zudem leckere Rezepte, Beauty und Lifestyle Empfehlungen zu finden.

Alles, was zum Konzept des „Glückskindes“ mit der glücklichen Mutter und Familie dazu gehört, gestaltet auch andere Blogs und Internetseiten. Höchstens werden die kleinen Probleme und Herausforderungen des Mutterdaseins angesprochen. Diese erscheinen uns in unserem eigentlich sorglosen Alltag groß. Denn in Anbetracht der globalen Armut und des Leidens sind es meist die sogenannten „Erste Welt Probleme“, die uns beschäftigen.

Doch, dass wir nicht ums Überleben kämpfen müssen; Dass wir die essentiellen Lebensgrundlagen wie Sicherheit, Freiheit, Unterkunft und ein gewisses Wohlhaben besitzen, bedeutet dies, dass wir wirklich glücklich sind?

Auf dem Jubiläums Meeting der Muslimischen Jugend Deutschland, welches letztes Pfingstwochenende in Bad Orb stattfand, hat die Journalistin Myriam Francois-Cerrah den inspirierenden Vortrag „The Road to happiness“ gehalten. Die 31 jährige Sozial- und Politikwissenschaftlerin arbeitet als freiberufliche Journalisten unter anderem für The Independet und BBC Newsnight. Derzeit promoviert sie an der Oxford Universität und lebt in London.
Einige ihrer Gedanken würde ich gerne rezipieren und in diesem Artikel unter dem Gesichtspunkt des Mutterdaseins bzw. Elterndaseins miteinbeziehen.

Ein beeindruckender Gesichtspunkt Francois-Cerrahs besteht in der Erkenntnis das
die moderne Definition von Glück stigmatisiert wird. Im Allgemeinen wird Glück festgemacht an Materien, Aktivitäten oder Personen. Sie wird nahezu gleichgesetzt mit Geld und Spaß.

Jeder kennt zwar den plakativen Spruch „ Geld macht nicht glückliche“ aber… An dieser Stelle kommt ein großes „aber“.
Einen großen Einfluss hat die allgegenwärtige Werbung auf unser Unterbewusstsein. Die weltweiten Megakonzerne sind es, die unser aller Bild vom gutem Leben, Genuss, Schönheit und eben auch Glück prägen.

In diesem Zusammenhang stellt Francois-Cerrah die Frage, ob Glück wirklich darin bestünde bei Starbucks einen Kaffee zu trinken und ein gutes Gewissen dabei zu haben, weil es sich um Fair Trade Kaffee handelt. Wir trinken ein überteuertes Prestigegetränk und denken wir tun dabei den armen Kaffeebauern etwas Gutes, obwohl wir tatsächlich nur ein Großkonzern unterstützen.

Ähnliche Beispiele, wie die obige, kann man beliebig weiterbilden. Es geht darum wie sehr die Medien unsere Definition von Glück beeinflussen
Glück wird dank dem ganzen System, indem wir leben unbewusst mit Produkten, Erlebnissen und Situationen in Assoziation gebracht. Unser Gewissen wird ausgetrickst. Medienkampagnen lassen uns glauben, dass wir mit dem Konsum des Produktes „X“ etwas Gutes tun .Für uns und/oder für Andere. Das ist die These.

Glück= Geld, Materie, Spaß, Aktivitäten?

Übertragt man diesen Gedanken auf das moderne Elternverhalten sehen wir, dass viele von uns tatsächlich (unbewusst) diesem Verhaltensmuster verfallen sind. Auch und vor allem im Umgang mit unseren Kindern. Sie sind das Wertvollste in unserem Leben, wir wollen ihnen etwas bieten. Nicht wahr?
Wir wollen, dass unsere Kinder glücklich sind! Was fällt uns spontan dazu ein? Neben Liebe und Zuneigung kommt als Allererstes: das Kaufen! Den schönsten Teddybären, generell die besten und vielfältigsten Spielzeuge, Möbel, Kleidung und, und, und..
Der Babymarkt boomt!

Neben dem Konsumieren brauchen wir meist die Unternehmung, um uns glücklich zumachen. Auch um unsere Kinder glücklich zu machen. Zum größten Spielplatz, zum aufregendsten Freizeitpark oder zum Zoo. Ganz egal. „Nur“ zu Hause zu bleiben ist zu öde und out. Auch die liebe Dajana, eine Bloggermami, problematisiert auf ihren Blog mitkinderaugen.blogspot.de diesen Trend. Den Trend den Kindern immer früher, immer mehr bieten zu wollen.
Sie erwähnt dies im Zusammenhang mit der Frage „Ob es sich die heutigen Eltern das Leben schwieriger machen?“ Selbst schwieriger machen, indem sie sich selbst und ihrer Familie zu hohe Ziele setzten.

Aber eigentlich beschreibt es das gleiche Phänomen. Dieser Drang nach mehr macht nicht nur unser Leben schwieriger. Ich behaupte, es schadet sogar der Lebenserwartung und Lebenswahrnehmung unserer Kinder.

Die „schönen“ Seiten des Lebens gehören natürlich dazu und wir können dankbar für diese Möglichkeiten sein. Diese Möglichkeiten zu genießen und zu schätzen macht uns sicherlich glücklich. Bleiben wir jedoch „nur“ an ihnen hängen werden wir in die Falle der Oberflächigkeit tappen.

Es lohnt sich infolgedessen zu hinterfragen, ob diese „oberflächlichen“ Denk- und Verhaltensmuster uns wirklich erfüllen. Ob diese Lebensweise des Konsumierens ein gutes Bewusstsein für das zukünftige Leben unserer Kinder bietet?

Alle spirituellen Gedanken unabhängig davon aus welcher Religion sie wachsen haben inne, dass sie die wahre Glückseligkeit abhängig von Zufriedenheit und Erfüllung machen.
Diese hängen wiederum von Bescheidenheit, Reinigung der Seele und Disziplinierung des Egos ab, so Francois Cerrah.
Nach dem Motto je weniger, desto besser statt je mehr desto besser. Eher also abhängig von unserer inneren Einstellung als von äußeren Einflüssen.
Das ist leichter gesagt als getan. Denn, Buddhismus ist mehr als die Yoga-Stunde am Sonntagmorgen, Christentum mehr als Ostern und Islam mehr als das Kopftuch! Lernen auf Verzicht verlangt intensivere Beschäftigung mit Spiritualität und Glauben. Dazu gehört eine Lebensphilosophie, Lebensgestaltung in vollen Zügen.

Glückseligkeit durch Verantwortung

Francois- Cerrah stellt die Frage, ob die historisch herausragenden Persönlichkeiten oder auch die Propheten glücklich waren? Waren sie nach unsere Definition von Glück, welches festgebunden an Äußerlichkeiten ist, glücklich? Oder hatten sie vielmehr ein erfülltes, zufriedenes Leben? Sie gibt das Beispiel von Mahadma Ghandi, Mutter Terasa oder auch von den Propheten in Thora, Bibel und Quran deren „Glück“ darin bestand Verantwortung zu übernehmen. Verantwortung für andere Menschen. Ihre Erfüllung und Zufriedenheit war verknüpft mit einem höheren Sinn in ihrem Leben. Diese bestand vor allem darin anderen Menschen zu helfen und ihrem Schöpfer (oder dem höheren Ziel) zu dienen.

Ein weiteres Argument der Journalistin besteht darin, dass zur Erreichung der Glückseligkeit die Loslösung von Neid und Eifersucht sehr grundlegend ist. Dies gelingt durch die Kontrolle des Egos, durch die Erziehung des Charakters.

Wie kann ein Mensch der nur „ich, ich und nochmal ich“ sagt sowie denkt ertragen, wenn andere Menschen glücklich sind? Wenn andere Menschen etwas erreichen oder besitzen? Und ganz egal, wie viel ein egoistischer Mensch selbst besitzt, wird er immer ein Auge auf „die Anderen“ werfen und sich mit ihnen vergleichen. Doch solch ein Verhalten schadet lediglich dem Neider selbst. Oder was denkt ihr?

Kein Mensch ist perfekt und alle müssen mit dem eigenen Ego kämpfen! Jeder kann seinen Weg finden, um mit seinen Schwächen umzugehen. Vielleicht werden einige auch gar nicht diese Ansichten teilen. Doch mich persönlich haben diese Thesen von der englischen Journalistin zum Nachdenken gebracht. Ich wünsche meiner Tochter nämlich nicht, dass sie ihr Glück von Menschen, Geld oder Ausflügen bzw. Partys abhängig macht.

Wie kann ich also die Balance zwischen Bodenständigkeit und Verwöhnung in meinem Erziehungsstil finden?

Immer mehr beobachte ich außerdem, dass den jetzigen Kindern die Freude und die Begeisterung an jeglichen Sachen fehlt. Sie wirken so „cool“, so dass sie gar Nichts mehr „schockiert“ oder „begeistert“. Sie besitzen und erleben anscheinend so viel, dass sie alles nur noch langweilt.

Natürlich überspitze ich die Situation einen wenig aber sehe ich das richtig?

Ich frage mich: Was kann ich tun, um meinem Kind ein anderes, tiefgründiges Bild vom Glück zu vermitteln, als es das kapitalistische System tut? Ohne dabei die Freuden des Lebens zu ignorieren.

Die erste und sogar einzige Antwort besteht wieder einmal darin – wie in allen Erziehungsfragen- selbst ein gutes Vorbild zu sein. Vorleben zu teilen, zu helfen, sich auch mit weniger zufrieden geben.

Daneben fallen mir Strategien ein, wie:

– als Belohnung oder Geschenk etwas zu verschenken, wie einen
gemeinsamen Spaziergang, statt das neuste Playstationspiel
– mehr Zeit, Liebe, Verständnis und Zuneigung zu geben
– auch mal „Nein“ zu sagen an der Supermarktkasse
– bei älteren Kindern das Gespräch suchen
– die Aufklärung über notbedürftigen Menschen weltweit
– Gemeinsam Geld sammeln für eine Spende, die sich das Kind
selbst aussuchen darf
– Schöne Geschenke an gleichaltrige machen
– Älteren Menschen, vor allem den Großeltern helfen
– Religiöse, menschliche Werte vermitteln

Was denkt Ihr ist noch wichtig? Welche Strategien habt Ihr? Und wie steht Ihr zu diesem Thema? Es würde mich freuen, wenn Ihr eure Meinung unten in die Kommentare schreibt.

Strahlende Kinderaugen wünscht euch Glueckskindsblog!

Mit diesem Beitrag würde ich gerne allen Müttern muslimischen Glaubens ein wundervolles Buch empfehlen, welches mir während der Schwangerschaft sowie während der Geburt sehr weitergeholfen hat!

Das Buch ist ein unvergleichbares, wertvolles Schmuckstück, weil es das einzige Buch in seiner Art ist die islamischen, authentischen Quellen in Verbindung zur heutigen, modernen Fragen einer Schwangeren/ Mutter zu stellen. Zudem bezieht es sich auf aktuelle medizinische Erkenntnisse und Studien.

Die Autorin ist Absolventin der Oxford Universität im Bereich experimentelle Psychologie. Laut Buch ist sie „aktiv in ihrer örtlichen muslimischen Gemeinde und betreibt Programme für muslimische Frauen, Mütter und Kleinkinder. Dabei ist sie Vollzeit- Mutter drei junger Kinder“.

Das Buch umfasst mit Glossar und Anhang 224 Seiten. Es ist in drei Kapitel unterteilt. Durch die Kapitel „Du; Dein Baby; die Wehen und die Geburt“ werden viele interessante und wichtige Aspekte von der Schwangerschaft bis zur Geburt angesprochen .

Die Autorin hat es geschafft mich sowohl auf intellektuelle als auch auf spirituelle Ebene zu berühren. Besonders die Nacherzählung der quranischen Überlieferung der gesegneten Maria (Meryem.), die ihren Sohn Jesus (Isa) alleine in der Wüste entbunden hat, hat mich sehr berührt.

Deswegen kann ich es gläubigen Musliminnen wirklich ans Herz legen dieses Buch in der früheren Schwangerschaft zu lesen.

Welche Bücher habt ihr gelesen und würdet sie weiterempfehlen?
buch collage