35. SSW: Senkwehen, Geburtsanmeldung, Akupunktur und Kliniktasche

Die 35. Schwangerschaftswoche ist erreicht. Die Senkwehen bleiben natürlich nicht erspart. Auch andere Wehwehchen werden immer größer. Dementsprechend sind die Nächte kürzer. Was wiederum wächst ist die Vorfreude. Die Vorfreude begleitet von einer Prise Angst gekoppelt mit Sorgen. Damit die Zeit schneller vergeht wird eingekauft und vorbereitet. Jetzt wird es aber auch Zeit:-)

Kleiner Erfahrungsaustausch aus der 35. Schwangerschaftswoche.

Die letzten Wochen der Schwangerschaft empfinden sicherlich die meisten Frauen als besonders beschwerlich. Der große Bauch und das vergrößerte Blutvolumen bringen uns Hochschwangere sehr schnell aus der Puste. Einige Frauen klagen über Wassereinlagerungen, Krampfadern oder auch Rückenschmerzen. Die Palette an Beschwerden ist vielfältig. In meiner letzten Schwangerschaft litt ich zum Beispiel an einem Nierenstau. Sobald jedoch keine schwerwiegenden gesundheitlichen Beschwerden für Mutter und Kind bestehen, gilt es geduldig und dankbar zu sein. Ich muss mir richtig ans Herz fassen und an die schönen zukünftigen Momente mit meinem Baby denken. Nur so tanke ich Kraft. So geht es mir dann besser.

Auch wenn kleine Beschwerden zu der Schwangerschaft dazu gehören kann man was dagegen machen. Bei herkömmlichen Beschwerden bewährt es nach Heilmittel zu Fragen.  Helfen kann meist die Hebamme. Öfter als der Arzt, wie ich finde. Auch bei der Apotheke kann man sich erkundigen.Meist erweisen sich die Tipps als hilfreich.

Die Tritte des kleinen Babys werden immer heftiger und zum Teil schmerzhaft. Ich spüre wie groß und kräftig mein Baby mittlerweile geworden ist. Rhythmisches, regelmäßiges klopfen im Bauch zeigt mit, dass der kleine Bauchbewohner schluck auf hat, und zwar sehr oft. Süß finde ich auch, dass der Kleine besonders aktiv ist, wenn ich was süßes oder scharfes esse. Jetzt wird es für mich wirklich real, dass der kleine Menschen in mir bald in meinen Armen ist.

Aber bis dahin sind es noch 5 Wochen  und paar Tage. Das heißt für mich Geduld üben. Ein Stillkissen kann ich mit nicht wegdenken, da ohne ich den weder sitzen noch liegen kann.

Einige organisatorische Sachen, wie Kreißsaal Besichtigungen und Geburtsanmeldung sollten spätestens jetzt erledigt sein. Nach dem ich zwei Kreißsäle gesehen besichtigt habe, habe ich mich für eine Klinik entschieden. Die Räumlichkeiten kennen zu lernen,gibt mir ein wenig mehr Sicherheit. Die Anmeldung erfolgt nächste Woche. Das ist relativ spät. Da ich aber im Hochsommer, Hochschwanger war ist vieles in die Urlaubszeit gefallen, so dass es sehr wenige Termine für Kurse und ähnliches gab.

Dementsprechend spät fange ich auch mit meinem Yoga Kurs an. Aber ich denke mir, lieber zu spät als gar nicht. Der Kurs wird mir, hoffe ich, körperlich gut tun und ein sinnvoller Zeitvertreib bis zum Termin sein. Ich bin gespannt und werde davon berichten.

In zwei Wochen kann man mit der Geburtsvorbereitenden Akupunktur beginnen. Es wäre sinnvoll sich spätestens jetzt zu informieren, wo und wann man dieses Angebot wahrnehmen kann. Ich kann diese Methode weiterempfehlen. Ich habe sie in meiner ersten Schwangerschaft genutzt. Sie hat mir geholfen eine frühzeitige Einleitung aufgrund meiner Nierenentzündung  erfolgreich zu überstehen.

Das bedeutet konkret, dass ich zwei Wochen früher zur Geburt eingeleitet wurde und dass mein Körper auf die künstlichen Wehen reagiert hat, was laut meines Arztes selten der Fall ist.

Der Akupunktur wird in einigen Studien sowie Erfahrungsberichten von Frauen nachgesagt, dass sie die Geburtsdauer verkürzt. Sie habe einen positiven Effekt auf die Verstreichung des Gebärmutterhalses und auf die Öffnung des Muttermundes. Ab der vollendeten 36.Ssw bis zur Geburt wird ein Mal wöchentlich die Akupunktur von einer ausgebildeten Hebamme durchgeführt.
Diesmal würde ich gerne auch während der Geburt schmerzlindernde Akupunktur in Anspruch nehmen, sobald eine Hebamme an diesem Tag zu Verfügung steht. Es wird sich im Geburtsverlauf zeigen, ob dies wirklich realisierbar ist.

Diese Woche habe ich zudem genutzt, um erste Einkäufe zu machen. Nicht viel. Paar Bodies, Ein Strampler und süßes Set, Jäckchen und Mütze haben gereicht meinte Lohne nach oben zu kurbeln.

Auch die Kliniktasche ist so gut wie gepackt. Langsam wird es spannend:-)

Erstausstattung fürs Baby – Welche großen Anschaffungen lohnen sich? Was kann ich beim zweiten Kind weiter nutzen?

Heute möchte ich meine persönliche Meinung zu Babyprodukten teilen. Das Angebot an Babyartikeln ist riesengroß und es wird durch Werbung und andere Kanäle suggeriert, dass Eltern so unglaublich viel brauchen. Natürlich macht es auch den meisten Eltern aufgrund der Vorfreude Spaß für das erste Kind einzukaufen.

Beim zweiten Kind verringert sich der Einkaufsrausch und –bedarf jedoch. Man weiß jetzt, was man wirklich braucht und schätzt. In diesem Artikel soll es genau darum gehen. Erfahrungen mit Produkten, die ich in den ersten zwei Lebensjahren meiner Tochter genutzt habe und in ein paar Monaten hoffentlich wieder für unser zweites Kind nutzen werde.

Als Erstes möchte ich von den größten und grundlegendsten Anschaffungen berichten, die bereit sind wieder genutzt zu werden. Und das mit sehr viel Freude.

Den Bugaboo Cameleon nutze ich noch bis heute, wenn auch sehr selten. Dies kann ich, weil meine dreijährige Tochter relativ zierlich ist. Bei einem größeren Kind wäre dies wahrscheinlich nicht mehr möglich. Obwohl der Kinderwagen relativ klein ist, nutze ich ihn seit über drei Jahren und bin völlig zufrieden damit, und ab Herbst werde ich ihn hoffentlich wieder täglich mit aller Freude nutzen. Das Schöne an dem Bugaboo ist, dass man das Zubehör, also Einzelteile, wieder neu kaufen und sie variieren kann. Für das zweite Kind habe ich ein Bekleidungsset gekauft, welches den Wagen wie neu erstrahlen lässt und für Abwechslung sorgt. Wir freuen uns auch schon auf das Mitfahrbrett für Geschwister.

Mit einem passenden Adapter kann man die Maxi Cosi Babyschale auf das Gestell des Bugaboos befestigen. Dies hat sich für mich, die sehr viel mit dem Auto unterwegs war, als sehr praktisch erwiesen. Zudem war ich mit der Befestigung und der Sicherheit der Babyschale sehr zufrieden. Als dann meine Tochter größer wurde, war die Babyschale irgendwann zu eng, so dass wir den Kindersitz „Pebble“ von der gleichen Reihe gekauft haben. Beides ist sehr gut erhalten und wird bald hoffentlich wieder im Einsatz sein!

Als ich mit meiner Tochter schwanger war, wusste ich, dass ich unbedingt ein Tragetuch bzw. eine Babytrage haben und nutzen möchte. Ich habe mich letztendlich für eine Babytrage entschieden, da diese mir praktischer im Gebrauch erschien. Bei einer Babytrage muss man nicht selbst wickeln, da sie bereits so „eingestellt“ ist, dass das Baby direkt hineinschlüpfen kann. Die Manduca Babytrage stand von Anfang an in der engeren Auswahl. Als dann meine damalige Hebamme meinte, dass dies die beste Babytrage sei, da sie sich der Anatomie des Kindes am besten anpasst, war ich mir mit dem Kauf sicher.

Mit der Trage kann man das Baby sowohl vor dem Bauch als auf dem Rücken tragen. Die Trageposition passt sich der natürlichen Körperform des Kindes an. Die Manduca beinhaltet einen integrierten Sitzverkleinerer und eine Rückenverlängerung sowie einen Sonnenschutz. Die Babytrage wurde sehr gerne und oft von mir und meinem Mann benutzt – bei längeren Spaziergängen, in der Stadt, aber auch zu Hause beim Putzen. Ich bin total überzeugt davon und würde es jedem weiter empfehlen.

Ein anderes Produkt, welches ich ohne Bedenken weiterempfehle, ist ein Beistellbett, das vor allem stillenden Müttern das Leben erleichtert. Mein Troll Beistellbett bewirkte, dass unsere ersten sechs Monate mit Baby sehr entspannt verliefen. Spätestens wenn das Baby sich hochziehen kann oder einfach aus dem Bett herauswächst, muss man dann leider doch auf ein herkömmliches Bett wechseln. Mit dem Wechsel waren die Nächte bei uns allerdings nicht mehr so entspannt. Das größere Bett wurde kaum genutzt. Dafür favorisierte unsere Tochter umso mehr unser Bett.

Der Hochstuhl „Trip Trap“ von Stokke ist ein wahrer Klassiker unter den Kindersitzen am Esstisch. Ich kannte den Stuhl bereits von Familie und Bekannten, die ihn für ihre Kinder nutzten. Der Hochstuhl überzeugte mich, da das Kind sich direkt an den Tisch setzen kann. Es sitzt so, dass es nicht aufstehen kann ohne eingeengt zu werden. Ein großer Vorteil ist zudem, dass er verstellbar ist und mit dem Kind mitwächst. Vom Neugeborenen bis zum Schulalter kann man ihn mit dem nötigen Zubehör nutzen.

Als ich während meiner ersten Schwangerschaft irgendwann nicht mehr die richtige Schlafposition finden konnte, habe ich mich im schlauen Netz darüber informiert, was mir andere Mütter für das Lösen dieses Problems raten würden.Da bin ich auf den Tipp gestoßen mit einem Stillkissen zu schlafen. Erst konnte ich mir gar nicht vorstellen, wie das funktionieren sollte. Da ich aber wusste, dass ich es nach der Geburt sowieso gebrauchen würde, habe ich mir eins bestellt. Nachdem ich sah, wie gemütlich und praktisch so ein Stillkissen ist, war ich dankbar für diesen Tipp. Ein Stillkissen ist nicht nur für Stillende geeignet, sondern auch für Schwangere und andere Familienmitglieder. Seit ein paar Monaten nutze ich mein Stillkissen von Theraline

In einer Zeitschrift entdeckte ich den Babyschlafsack Cosyme. Es handelt sich dabei jedoch nicht nur um einen herkömmlichen Schlafsack, sondern gleichzeitig um ein beruhigendes Pucktuch, ein Stillkissen und eine Art Matratze. Meine Tochter schlief darin besonders in den ersten Wochen ganztätig darin, also nicht nur nachts. Zudem war es praktisch, dass ich es auch im Kinderwagen verwenden konnte.

Als Fazit würde ich sagen, dass sich die Recherche vor dem Einkauf lohnt. Für hochwertige Produkte lohnt es sich zudem einen höheren Preis zu zahlen. Als Alternative kann man sich gerne beschenken lassen oder auch gebrauchte Produkte kaufen.

Im nächsten Beitrag werde ich über kleinere Anschaffungen wie Kleidung und Spielzeug berichten.

Von welchen Produkten seid ihr überzeugt und würdet es weiter empfehlen? Schreibt es in die Kommentare und macht mir eine Freude damit.

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Links

https://glueckskindsblog.com/2014/11/07/1087/

https://www.babyschlafsack-cosyme.de

http://www.testhit.de/theraline-original/

https://www.test.de/kinderhochstuehle-mitwachsende-am-besten-1557913-2557913/

Nestbau: Ein Babybalkon für Prinz Otto

https://www.test.de/Babytragen-Aufs-Koepfchen-achten-4733147-0/

http://www.testberichte.de/p/maxi-cosi-tests/pebble-testbericht.html

Gründe warum wir den Ramadan lieben und uns auf das nächste Jahr freuen.

Der heilige Fastenmonat Ramadan verabschiedet sich von uns. Er war dieses Jahr durch die langen und zum Teil heißen Tage eine besondere Herausforderung. Trotzdem konnte ich beobachten, dass der Glaube sehr vielen Menschen die innere Kraft gegeben hat, diese Herausforderung zu meistern. Auch als Mutter war es schwer, die Schlafenszeiten und den Tagesablauf des Kleinkindes aufrecht zu erhalten.

Jeder hatte, da bin ich mir sicher, individuelle Bürden zu meistern.Trotz dessen lieben wir diesen Monat und freuen uns darauf.

Warum? Es gibt so viele Gründe dafür. Eine Gründe von Glueckskindsblog findet ihr in diesem Beitrag und einige davon werdet ihr sicherlich nachvollziehen können.

1. Weil wir lernen zu verzichten.

Kaum scheint die Sonne, man spaziert im Park … es muss ein Eis her. Gleich morgens früh oder beim Tratschen mit Freunden darf der Kaffee nicht fehlen.

Morgens, mittags, abends sowie zwischendurch – immer fällt uns ein Bedürfnis ein. Entweder handelt sich um Durst, Hunger oder sogar nur um Langeweile, die man damit stillt, in dem man sich etwas in den Mund schiebt.

Nur wenige von uns haben einen leeren Kühlschrank. Der Normalfall ist doch eher, dass der Kühlschrank vielfältig gefüllt ist. Und wenn es nicht der Kühlschrank ist, der aktiv in Gebrauch ist, dann sind es doch die diversen Cafés, Restaurants und To-Go-Becher/Teller, die wir gerne kaufen und konsumieren.

Kennen wir eigentlich noch das Gefühl auf etwas verzichten zu müssen?

Im Ramadan realisiere ich, wie schön es sich anfühlt freiwillig auf etwas zu verzichten.Er gibt mir das überragende Gefühl von Stärke. Auch wenn ich mich eigentlich schwach vor Durst fühle, auch wenn ich ein starkes Verlangen nach meinem Lieblingseis habe und im ersten Moment denke, dass etwas fehlt, weiß ich im nächsten Moment, dass diese Sache, die vermeintlich fehlt, gar nicht notwendig ist.Im Ramadan spüre ich, wie schön es ist, sich auf einen Ausblick zu konzentrieren, sich in ein Gespräch zu vertiefen ohne vom Essen und Trinken abgelenkt zu werden. Und es beweist mir, dass ich öfter und auch außerhalb des Monats Ramadan die Stärke besitze Verzicht auszuüben.

2. Weil wir lernen zu danken

Verbunden mit dem „Gefühl des Verzichtes“, das ich außerhalb des Ramadan wenig verspüre, verstärkt sich das Gefühl der „Dankbarkeit“.Ist es nicht so, mal ganz einfach ausgedrückt, dass wir eine Sache erst schätzen sowie vermissen, wenn wir sie nicht (mehr) haben? Im Ramadan spüren wir, wie viel wir zur Verfügung haben und wie wenig wir eigentlich bräuchten. Wir spüren, wie fit unser Körper eigentlich ist. Indem wir uns zum Teil körperlich schwach fühlen, schätzen wir unsere Gesundheit umso mehr. Indem wir merken, dass wir nach stundenlangem Verzicht bereits mit einer Dattel, etwas Wasser und Suppe unseren Hunger und Durst stillen können, schätzen wir wie viel wir sonst essen. Und wir merken dann, wie viel wir im Übermaß besitzen. Auch wenn es sich in diesem Falle „nur“ um Lebensmittel handelt, kann dieses Gefühl von Dankbarkeit sich entwickeln … damit wir dankbarer werden und vor allem genügsamer in allen Bereichen des Lebens handeln.

3.Teilen und Spenden

Je mehr wir Verzicht, Dankbarkeit und Genügsamkeit trainieren und erleben, desto leichter müsste es folgerichtig fallen zu spenden und zu teilen. Das gemeinsame Fastenbrechen, die abendliche Mahlzeit mit Familie und Freunden, ist eine Form des Teilens. Das Gedenken in dem Moment des Fastenbrechens an diejenigen, die weniger oder gar nichts zur Verfügung haben, um ihr Fasten zu brechen, das Gedenken an hungrige Menschen, unabhängig vom Fasten, die ihren Hunger nicht stillen können – diese Gedanken motivieren uns mehr zu spenden.

4.Weil wir lernen unsere Worten und Taten zu achten

Im Ramadan dreht es sich im Kern um Selbstdisziplin und Selbstbeherrschung. Und zwar nicht nur in Bezug auf den Verzicht von Essen und Trinken, sondern auch in Bezug auf unser Sozialverhalten.

Zu den wichtigen Verboten während des Fastens gehören das Verbot von Streit mit seinen Mitmenschen, das Verbot sie mit der Zunge zu kränken sowie das Verbot der „üblen Nachrede“.

Diese Verhaltensweisen sind jederzeit unerwünscht und verboten. Während des Ramadans jedoch könnten sie zu der Konsequenz führen, dass unser Fasten nicht angenommen wird. Umso mehr versuchen wir auf unsere Worte und Taten zu achten.

4.Weil wir das Gemeinschaftsgefühl intensiver erleben

Die gemeinsame Mahlzeit am Abend, das nächtliche Tarawih-Gebet in der Moschee, die Verbundenheit mit den weltweit Fastenden – all das gibt uns jedes Jahr ein intensiveres Gemeinschaftsgefühl.

5. Laylat-ul-Qadr – die Nacht der Bestimmung

 In den letzten zehn Nächten gibt es eine besondere Nacht, die im Quran explizit genannt wird. Sie ist wertvoller als tausend Nächte. Sie stellt eine Gelegenheit für uns dar in uns zu kehren, zu beten, zu reflektieren, auch zu hoffen und uns unserem Schöpfer zu nähern. Details zur Lailat-ul Qadr und zu den religiösen Aspekte können in verschiedenen Quellen gefunden werden. Hier soll nur erwähnt werden, dass diese Nacht ein großes Geschenk und ein wirklicher Grund zur Freude ist.

6. Das Eid Fest – Bayram

Nach den schönen Anstrengungen des Trainierens, des Verzichts, der körperlichen Herausforderung und der „hoffentlich“ seelischen wie körperlich Reinigung rundet das anschließende Eid Fest den schönen Monat Ramadan ab. Es gibt so viele schöne Aspekte des Festes, die hier nicht alle erwähnt werden können. Und bestimmt favorisiert jeder einzelne einen persönlichen Grund zur Freude.

Weltweit gibt es zum Teil verschiedene Traditionen zum Fest. Doch ist der Grundzug überall gleich.

Zunächst beginnt der Tag wieder in der Gemeinschaft, nämlich mit einem morgendlichen gemeinsamen Gebet. Persönliche Beglückwünschungen und Segenssprüche sorgen für eine ausgelassene und freudige Stimmung.An diesem Tag denkt man idealerweise vor allem an die ganz Alten und besucht und beschenkt sie.Auch die ganz Kleinen stehen im Mittelpunkt. Sie werden mit Süßigkeiten, Küssen und Geschenken erfreut. Zerstrittene sollen sich versöhnen, das Wiedersehen mit vergessenen Freunden und Verwandten macht besonders an diesem Tag Freude.Weiterhin sollte man idealerweise an Menschen denken, die weniger haben als man selbst und auch diesen eine Freude machen.Die beste Kleidung und leckersten Speisen schmücken den Feier- und Familientag in der muslimischen Welt.

In diesem Sinne wünscht Glueckskindblog allen muslimischen Lesern, dass sie wenigstens eine Tugend aus dem Monat Ramadan mitgenommen haben und dass sie das anschließende Fest voller Freude feiern.

Allen nicht muslimischen Lesern kann ich nur ans Herz legen: Klingelt gerne bei Eurem muslimischen Nachbarn und ergattert ein paar Süßigkeiten und teilt ihre Freude.

Was liebt Ihr an dem Fastenmonat? Warum freut ihr Euch auf das nächste Jahr? Schreibt es bitte in die Kommentare. Und lasst es uns wissen!

Kind und der Umgang mit Verlust und Trauer

Früher oder später trifft es jeden. Der Verlust eines geliebten Menschen. Manchmal ist das Schicksal behutsam mit einem und man erfährt den Tod einer geliebten Person erst im Erwachsenenalter.

Oft aber wird man schon im Kindesalter mit dem Tod eines Familienangehörigen konfrontiert. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um die Großeltern. Nicht nur für Kinder ist diese Situation eine Herausforderung, sondern auch für die Eltern. Die Eltern müssen nicht nur mit der eigenen Trauer umgehen, vielmehr müssen sie sich zudem noch Gedanken darüber machen, wie sie den Tod ihren Kindern erklären.

Wie also reagieren, wenn ein Familienmitglied die Familie verlässt

Genau wie Krankheit und Leid ist auch der Tod ein fester Bestandteil des Lebens. Auch wenn wir dies oft vergessen und verdrängen.

Für einen gläubigen Menschen ist der Tod kein ewiger Abschied, was eine beruhigende Tatsache ist und ein sehr großes Trostpflaster. Obwohl jeder über Wissen über den Tod verfügt und obwohl Alter und Krankheiten meistens das Naherücken des Todes erahnen lassen, fühlt es sich wie ein Schlag ins Gesicht an, wenn die traurige Nachricht in Wirklichkeit eintritt.

So war es auch bei uns, als die Oma vor ein paar Monaten verstarb. Obwohl die Oma länger krank war, war es ein unerwarteter Schock, da es sich um einen plötzlichen Tod handelte.

Es war mir klar, dass meine dreijährige Tochter den Tod ihrer Großmutter nicht gänzlich begreifen wird. Wie denn auch, wenn es mir doch auch selbst schwer fiel die Situation zu realisieren.

Klar war mir, dass ich in diesem Zusammenhang nicht lügen oder „schmuggeln“ möchte. Und so handelte unsere gesamte Familie. Kinder nehmen mehr wahr als Erwachsene sich vorstellen können, da bringt es nichts den Tod „schön“ zu reden oder zu „umschreiben. Ein offener Umgang ist deswegen wichtig.

Mir persönlich war es wichtig meine Trauer vor meinem Kind nicht zu verstecken, aber sie in Maßen zu halten, meine Trauer zwar bekanntzugeben, ohne jedoch zu resignieren oder mein Kind zu vernachlässigen.

Nach näherer Recherche wusste ich, dass es zum Glück richtig war, wie ich reagiert hatte. In der Literatur heißt es, dass Trauer und Tod zum Leben gehören und dass Kinder dies wissen müssen und durchaus verkraften können. Dennoch sollte man auf einige Aspekte Rücksicht nehmen und natürlich das Alter sowie die Persönlichkeit des Kindes mit berücksichtigen.

Die Religiosität spielt in diesem Zusammenhang eine große Rolle, da sie einerseits den Eltern selbst hilft das Ereignis zu akzeptieren und andererseits erleichtert sie es ihnen den Kindern zu erklären, was der Tod ist. Dass er eigentlich etwas Schönes ist, nämlich eine Befreiung, Erlösung und eine Heimkehr.

Kindergartenalter

Kindergartenkinder werden aufgrund ihres Entwicklungsstandes den Tod und seine Endgültigkeit nicht vollständig begreifen können. Falsche Hoffnungen zu machen durch Aussagen wie „Oma kommt zurück“, Umschreibungen wie „Oma schläft gerade“ oder beschönigende Beschreibungen wie „Gute Menschen gehen schnell in den Himmel“ sollten vermieden werden! Die Kinder verstehen den Vergleich nicht. Sie könnten Angst vor dem Einschlafen entwickeln oder Verlustängste bekommen.

Weitere detaillierte Aspekte zu dieser Altersklasse findet ihr hier in einem Artikel vom Babycenter.

Schulkinder und Jugendliche

Schulkinder begreifen den Tod reeller. In diesem Alter kann man die Kinder besser in die eigene Trauer einbinden durch Gespräche, indem man sie ins Krankenhaus und zur Beerdigung mitnimmt. Man kann sie einen Abschiedsbrief schreiben lassen oder ihn zusammen mit ihnen schreiben. Bei Schulkindern lohnt es sich die Lehrer, Freunde und Bekannte zu informieren, damit diese Verständnis und eventuell ein offenes Ohr für das trauernde Kind haben.

Kinder sind nun mal Kinder

Wir haben eine Großfamilie mit vielen Kindern verschiedener Altersklassen. So konnte ich beobachten, wie unterschiedlich die Kinder trauern, aber dennoch weisen sie ähnliche Züge auf.

Zunächst sah ich, dass die älteren, dass heißt die Schulkinder, sehr traurig waren und dies durch lautes Weinen zeigten. Jugendliche äußerten ihre Gefühle gemäßigter, während die Kleinkinder erstaunt versuchten aus den trauernden Gesichtern abzulesen was passiert ist.

Ganz egal, wie unterschiedlich sie reagierten, hatten sie eines Gemeinsam: Sie ließen sich schnell ablenken. Vor Minuten noch geweint, konnte ich aus dem Fenster beobachten, wie ausgefallen sie auf dem Spielplatz spielten, sich unterhielten und lachten. Erstaunt über dieses Talent der Kinder, war ich erleichtert und habe es den Kindern und Jugendlichen nicht übel genommen, da ich weiß, dass sie ein lange Zeit brauchen, um Geschehnisse, vor allem solch gravierende, zu verarbeiten. Zudem half es zu sehen, dass man sich so auf die eigene Trauer konzentrieren konnte.

Mögliche Reaktionen & Nachspiel

Trotz der kindlichen und jugendlichen Ablenkbarkeit ist es möglich unmittelbar nach dem Tod eines Familienangehörigen auffälliges Verhalten des Kindes zu beobachten. Bei uns waren es beispielweise das Bettnässeln, mehr Genörgel und Geweine. Zudem können Anhänglichkeit und andere Verhaltensauffälligkeiten auftreten.

Je älter das Kind ist, umso eher kann es zu Wutausbrüchen sowie Protestverhalten neigen. Je nach Temperament des Kindes könnte jedoch auch ein gegenteiliges Verhalten, nämlich ein völliger Rückzug des Kindes, der Fall sein.

Dies kann man ruhig gelassen hinnehmen und Geduld ausüben und erst einmal Zeit verstreichen lassen. Dies ist die Art wie das Kind die Trauer um sich herum und in sich verarbeitet.

Spätestens wenn der Alltag halbwegs wieder eingetreten ist und alte Rituale wieder eingeführt werden, wird das Verhalten des Kindes sich wieder regulieren. Wenn dies nicht der Fall ist, sollte man sich überlegen professionelle Hilfe heranzuziehen.

Tod aus religiöser Sicht

Der Tod ist die größte Lehre, so heißt es in Überlieferungen. Eine Lehre, die uns sagt, wie vergänglich das diesseitige Leben ist und wie relativ, wie vergänglich eigentlich unsere weltlichen Wünsche, Sorgen, Freude und Schmerz sind.

Wenn wir dieses Leben nur als Zwischenstopp, Durchgang, als etwas Vergängliches begreifen, werden wir wissen, dass der Tod eigentlich nur eine Heimkehr ist zu unserem Ursprung. Ich behaupte, nur wenige erreichen diese Erkenntnisstufe wirklich. Und auch wenn, so ist die Trennung dennoch schmerzhaft, gerade dann, wenn die verstorbene Person eine wichtige Rolle im Leben/Alltag gespielt hat.

Man fragt sich öfter: „Wer wird als nächstes von uns gehen? Bin ich auf den Tod vorbereitet?“

Solche Fragen und Hinterfragungen sind aus religiöser Sicht erwünscht, und zwar täglich. Vielleicht mag dies bei einigen auf Unverständnis stoßen. Warum so negativ sein, könnte man sich fragen, Gerade in unserem Zeitalter, wo sich das Leben doch meist eher um Genuss, Konsum und Spaß drehen soll, werden solche Fragen verdrängt und es fällt den meisten schwer sich damit auseinanderzusetzen.

Aber diese Fragen können uns helfen, das Wesentliche im Leben nicht aus den Augen zu verlieren und sich nicht in Oberflächlichkeiten zu verlieren. Die Erinnerung an den für uns bitter erscheinenden Tod kann uns helfen, die Menschen sowie alles andere um uns herum wertzuschätzen, unsere Taten, unser Verhalten, unsere Zeit sinnvoller zu gestalten, ohne gleich das Leben in Trübsal verbringen zu müssen.

Wie wünschen allen Menschen, dass sie dies schaffen.

Und wenn ein Kind ganz aus dem Nichts heraus, während es mit seiner Mutter an einem ganz normalen Morgen am Esstisch sitzt und seine Lieblingskellogs isst, sagt: „Oma ist gestorben, Mama. Sie ist bei Allah, aber sie kommt insh’allah (hoffentlich/so Gott will) zurück“ und die Mutter daraufhin schlucken muss und antwortet: „Nein, Oma, sie kommt nicht mehr zurück“ und auf den staunenden und erwartungsvollen Blick des Kindes dann hinzufügt: „Wir gehen irgendwann zu ihr“; dann, dann stellt diese Konversation und die Aussage der Mutter nicht nur das Kind vor die traurige Tatsache, sondern auch die Mutter, die dadurch wieder an den Tod des geliebten Menschen erinnert wird.

Wege für einen harmonischen Alltag – Gedanken und Anregungen. Alltag ohne Schreien Teil II.

 

Zeitdruck, Stress, Überforderung, Mittel zum Durchsetzen. Egal aus welchem Grund auch immer, keine Mutter schreit gerne ihre Kinder an. Dennoch tun es viele und die allermeisten fühlen sich danach schlecht!

In meinem letzten Beitrag habe ich dies bereits thematisiert. In diesem Beitrag möchte ich einen Schritt weiter gehen und fragen: Wie kann man den Alltag mit Kindern meistern ohne sie anzuschreien und welche Rolle kann dabei die muslimische Identität spielen?

In meinem letzten Beitrag habe ich dies bereits thematisiert. In diesem Beitrag möchte ich einen Schritt weiter gehen und fragen: Wie kann man den Alltag mit Kindern meistern ohne sie anzuschreien und welche Rolle kann dabei die muslimische Identität spielen?

In meinem letzten Beitrag habe ich dies bereits thematisiert. In diesem Beitrag möchte ich einen Schritt weiter gehen und fragen: Wie kann man den Alltag mit Kindern meistern ohne sie anzuschreien und welche Rolle kann dabei die muslimische Identität spielen?

Regeln und Routinen erleichtern den Alltag und verringern „Schrei-Momente“. Bei Kleinkindern kann schon mit 18 Monaten mit Regeln und Grenzen angefangen werden. In dieser Altersstufe ist es wichtig wenige und einfache Regeln aufzustellen. Diese aber bitteschön konsequent durchzusetzen! Der Einsatz wird sich lohnen. Denn wenn das Kind merkt bzw. spürt, dass eine Regel oder ein Verbot wirklich ernst gemeint ist, dann wird es sich früher oder später daran halten.

Einige Beispiele hierfür wären: beim Essen immer am Esstisch sitzen, einige Schränke nicht öffnen dürfen, nicht mit elektronischen Geräten/Steckern spielen. Ein ausdruckstarkes „Nein“ und die richtige Mimik dazu wird bereits einem 9-12 Monate alten Baby/Kleinkind zu verstehen geben, dass dort ein Verbot

Ab dem Schulalter ist es zu empfehlen, Regeln und den Tagesablauf in Absprache mit den Kindern festzulegen. So jedenfalls steht es in erzieherischen Ratgebern. Ich kann dazu nichts sagen, da ich noch keine Erfahrungen mit älteren Kindern habeJ Deswegen bin ich auch vorsichtig mit meinen Formulierungen.

Ich weiß aber, dass auch im Klassenzimmer Regeln zusammen mit den Kindern aufgestellt werden, damit sie von den Kindern angenommen werden. Wieder von Unterrichtserfahrungen weiss ich, dass das Loben von erwünschten Verhalten viel Effektiver ist als Ermahnungen. Das heißt, wenn dass Schulkind sein Zimmer aufräumt wird das Lob der Mutter es motivieren sein Verhalten in Zukunft zu wiederholen.

Bei jüngeren Kindern mehr Geduld. Bei älteren mehr Absprache und Lob! Das ist also die Devise. Bei sehr wichtigen Regelbrüchen sollten Konsequenzen folgen. Mit Strafen und Konsequenzen sollte man aber unbedingt sparsam umgehen, da sie sonst ihre Wirkung verlieren.

Erholung für die Mutter

Das ist längst kein Geheimnis – starke Eltern haben starke Kinder. Glückliche Mütter haben glückliche Kinder. Tolle Eltern haben tolle Kinder.J

Auch wenn etwas Wahres an diesen plakativen Sprüchen dran sein mag, sie sind zu simpel und zu oberflächlich.

Die Wahrheit ist nicht immer so einfach und eindeutig. Eltern, Mütter sind vor allem Menschen und somit alles andere als perfekt, nicht immer stark, nicht immer glücklich und nicht immer toll. Mütter sind Menschen und Fehler sind nun mal menschlich. Das sollten wir immer im Auge behalten. Doch wenn das Schreien des Kindes zur Regelmäßigkeit wird, ist es womöglich Zeit für die Mutter sich zu fragen, ob sie nicht vielleicht dadurch ihre Selbstachtung und ihre erzieherische Wirkung verlieren könnte.

Ich persönlich habe mir diese Frage gestellt. Und erfolgreich mein Verhalten geändert. Zunächst habe ich realisiert. dass ich Gründe für mein Schreien habe. Aber gleichzeitig konnte ich realisieren, dass diese Gründe keine Rechtfertigungen für mein Verhalten sind.

Deswegen habe zunächst versucht Überlastungssituationen/Gründe zu verringern:

  • Ich akzeptiere das Wesen meines Kindes.
  • Ich plane mehr Zeit bei allen Tätigkeiten ein.
  • Ich zeige unerwünschtem Verhalten weniger Aufmerksamkeit (zum Beispiel grundlosem Weinen).
  • Ich mache weniger kinderunfreundliche Aktivitäten wie Shoppen.

Mehr positive Laune/Verstärkung im Alltag einbauen:

  • Ich plane mehr Bewegung an der frischen Luft ein.
  • Ich zeige mehr Zuneigung und Liebe.
  • Ich lobe positives Verhalten.
  • Ich suche qualitative Beschäftigungen mit meinem Kind.

Diese Maßnahmen und das Reduzieren meines hysterischen Geschreis führten dazu, dass meine Tochter ausgeglichener wurde. Dies wiederrum machte mich glücklicher, so dass wir insgesamt ein harmonischeres Miteinander entwickeln konnten. 

Geduld und Spiritualität

Der wichtigste Faktor für diese wichtige Veränderung war der innerliche! Ich wollte nicht mehr diese genervte, kreischende Mutter sein. Ich bin dann, wie bereits erwähnt, im Internet auf eine Blogseite gestoßen und konnte mich mit der Mutter identifizieren. Dadurch konnte ich sehen, dass es andere Mütter mit ähnlichen Problemen gibt und das hat mir geholfen meine Situation besser zu reflektieren.

So konnte ich schnell feststellen, dass ich doch ein gutes Vorbild für mein Kind sein möchte. Dass dies aber nicht SO gelingen wird. Genauso schwer wäre es unter diesen Umständen meine Erziehungsziele zu erreichen.

Um die innere Anspannung und den Stress abzubauen, kommt für mich als gläubiger Mensch die Stärkung der Spiritualität als Erstes in Frage.

Die Verstärkung des Gebets, das Gedenken an Allah (Dhikir) und die Reflexion über die Menschheit und den Schöpfung (Tafakkur) haben mir wirklich weiter geholfen.

Während dieses Prozesses konnte ich auch realisieren, wie sehr ich MICH, meine Persönlichkeit, vernachlässigt habe. Zur sehr habe ich mich zum Beispiel mit dem Haushalt, dem Einkauf und ähnlichem beschäftigt, dafür aber weniger mit Büchern, Freunden und Spiritualität.

Die komplette Aufopferung der Frau in ihrer Mutter- und Hausfrauenrolle, ohne dabei auf persönliche Bildung, Weiterentwicklung sowie Interessen Rücksicht zu nehmen, wird früher oder später zu einem Nachteil für ihre Kinder werden! Mindestens kleine Auszeiten und Rückzugsmöglichkeiten für religiöse/spirituelle Tätigkeiten sind notwendig. Persönliche Ziele und Hobbies unabhängig von Mutter Dasein dient als guter Ausgleich.

Natürlich ist auch das Gegenteil – die alleinige Selbstfixiertheit der Mutter -, zumindest aus islamischer Perspektive, nicht wünschenswert, sondern wieder aber einmal „der mittlere Weg“ zwischen der Erfüllung als Frau/Individuum und der Rolle als Mutter.

Was hilft euch als Ausgleich zum Alltag? Was macht ihr für ein harmonischen Alltag?

Alltag mit Kind und ganz ohne Anschreien. Schwer aber möglich!?

Ich bin per Zufall auf einen englischsprachigen Blog gestoßen, in der eine Mutter offen eingesteht, dass sie ihre Kinder anschreit. Die Spieltherapeutin und Bloggerin Amanda geht offen mit dem Problem um, welches viele Mütter haben: das ständige oder auch gelegentliche Anschreien des eigenen Kindes/der eigenen Kinder.

Aufgrund dessen hat sie eine Aktion gestartet, in der sie sich selber und andere dazu ermutigt ihre Kinder nicht mehr anzuschreien.

Es befinden sich verschiedene Artikel in ihrem Blog zu dem Thema. Ich muss eingestehen, dass mich diese Aktion sehr angesprochen hat, da ich selbst meine Tochter anschreie und davon ablassen möchte. Außerdem hat es mich beeindruckt, wie offen diese Mutter mit dem Thema umgeht. Und das finde ich mutig!

Als Frau mit einem pädagogischen Beruf lebt man mit der Illusion, dass man es aufgrund der beruflichen Kompetenzen einfacher mit dem eigenen Kind haben wird. Bis das eigene Kind auf der Welt ist und man schnell vor der Realität steht. Und sich absolut hilflos fühlt. Denn egal welche Ausbildung du genossen hast, du bist als Mutter in erster Linie nun mal Mutter, mit all ihren Emotionen, Schwächen und Herausforderungen. Da hilft dein Titel nur wenig weiter.

Dazu kommt die Erwartungshaltung Anderer, der Umgebung. Diese stellen gerne den Anspruch, dass jemand aus dem pädagogischen Bereich bitte doch zu wissen hätte, wie man Kinder erzieht. Leider gibt es keine Bedienungseinleitung für die Erziehung. Umso problematischer ist der öffentliche Umgang mit „Schwächen“.

Dies hat mich dazu inspiriert dieses unbequeme Thema in meinem Blog aufzunehmen und eine deutschsprachige Plattform dafür zu eröffnen.

Ich behaupte, dass so einige Mütter ihre Kinder anschreien, von dieser schlechten Angewohnheit und Umgangsweise aber eigentlich nichts halten. Die Erfahrung zeigt uns nämlich, dass das Schreien, wenn überhaupt, dann nur eine kurzfristige Lösung darstellt.

Meist verschlechtert es sogar die Situation und schadet uns Müttern sowie unserem Kind.

Es hilft zu wissen, dass man nicht alleine auf der Welt ist als schreiende und leider überforderte Mutter. Das bedeutet für mich nicht, die Situation hinzunehmen. Vielmehr möchte ich andere Methode und Techniken im Umgang mit meinem Kind finden.

Warum schreien wir?

Um das Schreien zu unterbinden, frage ich mich als Erstes, in welchen Situationen es üblicherweise vorkommt. Überwiegend passiert es unkontrolliert und in Stresssituationen. Meist liegt es am Zeitdruck. Es muss schnell gehen und nichts läuft wie es laufen sollte.

Das „unpassende“ Verhalten des Kindes, was uns aus der Fassung bringt. Das Kind tobt und schreit, schmeißt was runter, bleibt auf der Straße stehen, schmeißt sich hin, macht die Hausaufgaben nicht, und macht noch alles andere falsch oder zum falschen Zeitpunkt – woran du gerade denkst. Lass deiner Phantasie freien Lauf. Man fühlt sich als Mutter machtlos. Man möchte die Situation ändern und schreit los.

Das Kind hört nur noch auf das Schreien. Wir erleben das Anschreien des Kindes als einziges Mittel, unsere Regeln, unseren Willen durchzusetzen. „Meine Kinder hören nur auf mich, wenn ich laut werde.“ Dieser Gedanke.

Der Unterschied zwischen Schreien und dem bewussten Einsetzen der Stimme

Eine lautere Stimme kann man als Mittel nutzen, so zum Beispiel auch im Unterricht, um die Aufmerksamkeit der Kinder wieder auf sich zu lenken oder zu zeigen, dass nun Schluss ist. Dieses Mittel sollte aber nur selten und in wichtigen Situationen eingesetzt werden, damit es nicht seinen Effekt verliert. Zudem muss die Stimme kontrolliert eingesetzt werden und nicht spontan und unkontrolliert.

Methoden

  1. Einstellung: „ Es muss klick machen“

Es ist sinnvoll sich zu vergewissern, dass man das Verhalten des Kindes nicht sofort ändern kann. Worauf man aber einen großen Einfluss hat, ist das eigene Verhalten. Wenn man mit einer Situation unzufrieden ist, dann kann man zunächst die eigene Reaktion auf das Kind verändern.

Und ich denke, dass wird sich auch langfristig auf das Verhalten des Kindes übertragen. Abgesehen davon hilft es mir persönlich, mein Kind mit seinem Charakter, mit seinen ganz eigenen Persönlichkeitszügen, zu akzeptieren.

  1. Praktische „Physical reminders“:

Eine sehr charmante Technik, um die Kinder im Alltag nicht anzuschreien, sind Erinnerungsobjekte.

Gelbe Herzen, schöne Fotos oder etwas anderes Kreatives, Erinnerungsobjekte, die das Herz erfüllen und uns, wie der Name schon sagt, daran erinnern, dass wir unser Kind nicht anschreien wollen.

3. Nach alternativen Verhaltensweisen suchen

Die Frage „In welchen Situationen schreie ich?“ habe ich mir bereits gestellt. Der nächste wichtige Schritt wäre sich zu fragen: „Welche alternative Reaktion ist angebracht und was hilft wirklich?“

  • Ich habe eingesehen, dass mein Kind bestimmte Verhaltensweisen und Persönlichkeitszüge hat. Mit diesen möchte ich richtig umgehen. Zunächst muss ich meine Reaktionen dem Kind anpassen. Dazu soll das Schreien nicht gehören.
  • Ich habe mir Erinnerungsobjekte als Hilfe erstellt.
  • Ich habe mir alternative Verhaltensweisen passend zur Persönlichkeit und zum Alter des Kindes überlegt.
  • Ich habe mir Gedanken darüber gemacht, wie ich Stress abbaue und entspannter werde.

Welche genauen Methoden ich nutze und welche Rolle dabei meine Religion spielt, folgt im meinem nächsten Post.

2014 im Rückblick

Geht es euch auch so? Jedes Jahr wundere ich mich erneut, wie schnell das Jahr vergangen ist. Dieses Zeitgefühl verstärkte sich nach der Geburt meiner Tochter. Die schönen und intensiven zwei Jahre mit dem ersten Kind sind voller schöner Erinnerungen, neuen Erfahrungen und Veränderungen. Dies alles lässt die Zeit schneller vergehen. 

Und ist es nicht so, dass wir jedes Jahr zu dieser Zeit das Jahr Revue passieren und voller Hoffnung in die Zukunft schauen? In den ersten Jahren, in denen Kinder große körperliche und geistliche Sprünge machen schaut man sowieso mit einem lachenden und weinenden Auge immer wieder zurück.  Vermisst die Babytage, freut sich aber auch auf das Wachsen des Kindes.

Die WordPress.com-Statistik-Elfen haben einen Jahresbericht 2014 für Glueckskindsblog erstellt. So konnte ich einen schönen Überblick über mein erstes Jahr als Bloggerin gewinnen. Und mit einem lachenden und weinenden Auge auf meine Performance gucken. Ich glücklich und zufrieden. Gleichzeitig  aber habe ich mir für das nächste Jahr einiges vorgenommen. Noch bessere Beiträge verfassen, hilfreiche Anregungen und inspirierende Fotos… Mehr Leser, vor allem mehr Mütter erreichen.

Guckt Euch Glueckskindsblog an und sagt eure Meinung dazu.

Ich wünsche Euch hiermit ein neues Jahr voller Inspiration, Dankbarkeit und Zufriedenheit. Lasst uns alle, jeden Moment mit unseren Familien und unseren Freunden geniessen.

Hier ist ein Auszug:

Ein New York City U-Bahnzug fasst 1.200 Menschen. Dieses Blog wurde in 2014 etwa 7.500 mal besucht. Um die gleiche Anzahl von Personen mit einem New York City U-Bahnzug zu befördern wären etwa 6 Fahrten nötig.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

Bugaboo Cameleon Erfahrungsbericht

Für die einen ist er ein überteuertes Statussymbol auf den Gehwegen. Für die Anderen ein absolutes Must-Have aufgrund seiner Multifunktionalität: der Bugaboo Cameleon.

Ich benutze den Kinderwagen seit zweieinhalb Jahren. Auch wenn ich ihn immer weniger nutze, greife ich auf den Kinderwagen zurück falls vorhersehbar ist, dass meine Tochter unterwegs müde wird. Und sie passt immer noch rein. Bei größeren Kindern könnte es, bei diesem etwas kleinerem Kinderwagen, etwas schwieriger werden ihn so lange zu nutzen.

Meines Wissens ist der Bugaboo  Camaleon der leichteste Kinderwagen auf dem Markt. Sein Gestell erweist trotz dieser Leichtigkeit eine gute Stabilität. Es fährt sich wirklich einfach und passt aufgrund seiner geringen Breite durch alle engen Einkaufsstraßen und Cafés. Das heisst: Absolut stadttauglich! Der Kinderwagen lässt sich relativ leicht zuklappen und passt in den Kofferraum eines Beattles. Das heisst: Absolut kompakt! Er gehört zu den Kombi Kinderwagen. Das Gestell kann mit Babyschale, Liegewanne und Sitz (Buggy) benutzt werden! Das heisst also ferner: Er ist multifunktionell

Wir haben den Kinderwagen ausgiebig genutzt. Als Studentin Mama hab ich ihn viermal die Woche mindestens ein Mal in den kleinen Kofferraum unseres Beatles reingestellt und wieder rausgeholt. Viele Einkäufe und lange Spaziergänge musste das gute Ding mit uns durchmachen. Nichts zu Letzt wurde es auch als Nutztier genutzt. Also Kind aufn Arm, Einkäufe auf den Bugaboo und dann ma los, Einkäufe von dem Auto in die Wohnung transportieren.

Die drei wichtigsten Plus Punkte dieses Kinderwagens wären also:

>Kompakt

>Multifunktionell

>Leicht

Der Kult Kinderwagen hat aber auch kleine Mängel. Zunächst ist die Tasche sehr klein und sitzt nicht stabil. Bei uns ist die Tasche schon gerissen und hält nicht mehr richtig. Zudem kann man zwar durch den Wald mit Kinderwagen. Aber nicht problemlos.Der Tragebügel vorne stört, beim hinlegen und rausnehmen des Kindes. Es ist schwer abzunehmen und man fragt sich, wo man das schöne Ding hin packen soll.

Somit wären die Nachteile des Kinderwagens:

>Kleine Tragetasche

>Der Tragebügel

>Schwieriger zu fahren in Wäldern

Im Großen und Ganzen aber bin ich sehr zufrieden mit den Bugaboo. Ich war sehr viel mit dem Kinderwagen unterwegs. Ob in der Uni, beim Einkäufen oder beim Bummeln, er war ein treuer, gut aussehender, moderner Gefährte. Aber je  älter und selbstständiger meiner Tochter wird, desto mehr kann ich mich mit dem Gedanken anfreunden, den Bugaboo wegzulegen.

Ein kleiner Tipp am Rande, ich würde auch empfehlen den Bugaboo Bufallo anzugucken, der die minus Punkte des Camaleons ausgebessert hat.

Ich empfehle den Bugaboo Cameleon allen Eltern;

> die ein eher zierliches bzw. kein großes Kind haben/ erwarten ( falls Geschwister oder Eltern groß gebauten sind, kann man das eventuell abschätzen)

>die Wert auf Kompaktibilität und Multifunktionalität legen

>die Platzmangel (im Keller oder Auto) haben

>die einen modernen Design einem klassischen Design bevorzugen

> die bei Großeinkäufen nicht auf einen Kinderwagen angewiesen sind.

Welchen Kinderwagen benutzt Ihr? Habt Ihr Erfahrungen mit den Bugaboo Cameleon?

One lovely Blog Award

Die liebe Beauty-Mami,

bat mich um sieben Fakten über mich. So, dass ich dann weitere sieben Blogger nominiere, die dann bitte auch sieben Fakten über sich veröffentlichen.

Und das ganze Spiel nennt sich “ One lovely Blog“ und dient der Vernetzung in der Bloggerwelt.  Zudem erfährt man dadurch mehr über die Autoren hinter den Internetseiten.

Ich bin immer für den mittleren in allen Fragen. Und versuche eine Balance zu finden. Seien es Fragen, um Erziehung, Unterrichtsmethoden, Glauben oder ganz banale Alltagsfragen. (1) Ich lebe in Hamburg und liebe Hamburg (2).  Ich geniesse die Vielfalt und die Vorteile aus verschiedenen Kulturen und Sprachen geprägt zu sein (3). Für das Schreiben des Blogs habe ich mich aufgrund meiner eigenen Fragen, meinen Ängsten und Freuden als Mutter entschieden. Eine Rolle dabei hat auch die Liebe zum Schreiben (4). Seit eineinhalb Jahren auf einen Referendariatsplatz als Lehrerin (5). Liebe spazieren gehen, Fahrrad fahren, Pilates und natürlich shoppen (6). Meine Lieblingszeitschrift ist “ Eltern“ (7).

Ich nominiere….

hauptsachemeer

thankfullmum

hauptstadtmutti

mumlovefashion (Instragam)

leylisukut (türkisch)

momsstyle

bloggermami